Die optimale Vorbereitung auf den Marathon ist ein wichtiges Thema. Ich möchte jedoch keine Liste aufstellen was man alles für eine prima Vorbereitung auf den Marathon machen muss. Ich möchte nicht das Thema Ernährung und auch nicht die letzte Woche vor dem Marathonlauf beleuchten. Aber ich möchte auf einen "Fehler" aufmerksam machen den nicht nur Anfänger übersehen. Denn ab Mai bis September ist eine neue Marathon Bestzeit nicht so leicht möglich. Das sollte man bei der Marathonvorbereitung wissen bevor man enttäuscht ist.

Vorbereitung Marathon auf (k) eine Bestzeit
Das Laufbuch "Das große Buch vom Marathon (kostenlose Leseprobe inklusive)" hat mich auf dieses Thema gebracht. Dort geht es eigentlich um die Besonderheit beim Hitzetraining. Aber die Erkenntnisse gelten vor allem für den Wettkampf. Und natürlich nicht nur für den Marathon genauso für den Halbmarathon und den 10 km Lauf.
Was ist zu beachten bei der Vorbereitung auf einen Wettkampf ab Mai?
Wie jeder Läufer und jeded Läuferin weiß spielt die Außentemperatur eine große Rolle. Das wird ja auch bei der Marathonvorbereitung bedacht. Da werden dann Elektrolytgetränke bzw. isotonische Getränke und andere Dinge probiert. Das ist gut so. Denn man soll nicht unvorbereitet in den Wettkampf gehen. Aber leider wird eine Tatsache vergessen. Ab 18 Grad Außentemperatur sinkt die Leistungsfähigkeit. Die maximale Sauerstoffaufnahme ist dann weniger. Darum finden eben die top Marathonveranstaltungen eben im Frühjahr oder im Herbst statt. Wenn du dich jetzt auf einen Marathon ab Mai bis September vorbereitest solltest du dich mental darauf vorbereiten. Es wird hart werden und eine neue Bestzeit wird es wohl nur sehr schwer geben.
Wieviele Minuten verliert man pro Wettkampf?
Ab 18 Grad kommt man früher in den anaeroben Bereich (Übersäuerung) rein. Wenn man konstant läuft das Renntempo dann ist die Kurve genau bei 18 Grad. Dort eben passiert es, dass der Puls zu steigen beginnt. Pro Grad verliert man im Marathon rund 2 Minuten. Also im Halbmarathon rund 1 Minute und im 10 km Lauf rund 30 Sekunden. Das sollte man wissen. Wenn du also bei 23 Grad einen Marathon läufst wird deine Zielzeit um 10 Minuten schlechter sein. Immer wieder gibt es Läufer die das nicht so akzeptieren wollen. Da wird dann auf eine neue Bestzeit getippt bei einem Hitzerennen. Wie soll das gehen? Man kann den Körper nicht überlisten. Aber man kann sich vorher darauf einstellen.
Kann man auf Bestzeit laufen über 18 Grad?
Jein. Nein weil es die Umgebung nicht zulässt und weil man eben zu viel Energie dafür brauchen würde. Ja wenn man bei einem 23 Grad Rennen sich um mehr als 10 Minuten zum letzten Rennen verbessert hat. Aber die Bestzeit wäre dann bei einem 17 Grad Rennen wohl eine ganz andere gewesen.
Was bedeutet diese Nachricht für mich?
Ich werde im Sommer keine Wettkämpfe bestreiten. Denn ich möchte immer auf Bestzeit laufen. Und das ist nicht möglich. Denn wenn ich im Juni beim Halbmarathon um 9 Uhr (eh noch früh) starte hat es dort 22 Grad bestimmt. Und das Barometer würde im Rennen bestimmt steigen. Darum würde ich beim Halbmarathon auf jeden Fall 4 Minuten verlieren. Und ich kann bestimmt nicht schneller als 4 Minuten seit dem letzten Halbmarathon 2010 laufen. Auch wäre es mir das nicht wert. Denn ich stecke nicht so viel Energie in das Training um dann gerade einmal 20 Sekunden schneller zu laufen. Ich bin ein Bestzeitenläufer und darum werde ich im Sommer keine Bewerbe laufen. Erst wenn die Temperatur um die 18/19 Grad ist.
Ich finde es nicht schlecht wenn man über 18 Grad an einem Marathon teilnimmt. Aber ich finde es schlecht wenn man sich dabei mental überfordert. Denn man muss wissen, dass es da Grenzen gibt. Bei all dem Adrenalin im Rennen gibt es die. Wenn man nicht unbedingt auf Bestzeit laufen will dann kann das eine gute Abhärtung oder eben ein tolles Erlebnis sein. Denn (leider) sind viele gute Events eben im Sommer. So auch der Kraichgau Triathlon wo ich 2012 mit Jürgen gemeinsam in der Staffel starten werde…
Startest du beim Wettkampf auch wenn du weißt ,dass es durch die Temperatur keine Bestzeit werden kann? Was sind deine Erfahrungen mit der Hitze im Rennen?
Run ON!
Willi

Hii Willi,
leider kann ich aus aktuellem Anlass ne ganze Menge dazu beitragen und es bestätigen
. Ich bin gerade am 22 Mai den Hamburg Marathon gelaufen. Es war Brutal. 20-25 Grad in schwülwarmen Wetter mit einem androhenden Gewitter, das doch nicht aufgekommen ist. 20-25 Grad mag sich nicht so schlimm anhören, aber das war die Schattentemperatur und in der Sonne kann man ganz locker 10 Grad draufpacken. Hamburg ist obwohl es ein Stadtmarathon ist so gut, wie ohne Schatten gewesen und es gab nur gelegentlich ne Baumaale, unter der man sofort merkte, wie angenehm es ist. Die Szenen auf der Strecke war dementsprechend. Volle Massagebänke, Leute die am Tropf hingen, oder lagen und Sanis die Strecke mit Motorrädern abfuhren. Ab und zu wurde sogar in schweren Fällen ein Krankenwagen zwischen uns auf die Strecke gesendet. Mit 10% und über 1000 Teilnehmern hat es eine ungewöhnlich hohe Aufgabeqoute gegeben. Selbst in der Leistungsspitze wirkte sich das deutlich aus. Der kenianischer Topfavorit Wilfred Kigen ist ausgeschieden auf KM 10, der deutsche Meister musste auf KM 40 gehen und wankte, und trotz gut besetztem Feldes ist die Siegerzeit mit 2:11 international zweitklassig geworden In der NDR Übertragung sagte man, dass man selten so viele “Geher” sah. Es wurde ne Hitzeschlacht
.Das ganze war schon ziemlich belastend und hat mich stark verunsichert alles zu geben. Bei dem Wetter.
So bin ich dann weit unter meinen Möglichkeiten geblieben und bin nach einigen KM nicht mehr auf meine Zielzeit unter 4:00 angelaufen. Auf den ersten 10 KM hatte ich ne HF von 81% und daa bei einer „Pace“ vom 5:45. (Zum Verglich vier Tage später lief abends im Training einen 11er in 5;18er Pace mit 77%, ich denke das sagt alles). Ich bin dann nur noch auf gesund Ankommen und genießen gelaufen, und bin mit 4:36 eingelaufen. Mag vielleicht unsportlich sein. Ich hatte keine Lust meine Gesundheit zu riskieren und mir den Arsch aufzureißen für eine Zeit, mit der ich trotzdem unglücklich gewesen wäre. Mehr als 4.20 wären denke ich sowieso nicht drin gewesen, und das mit hohem KO-Risiko. Die meisten die trotzdem alles gegeben hatten, hatten keinen Spaß und trotzdem keine gute Zeit, und nur Frust aus meinem Freudnes und Bekanntenkries. Ich musste zwangsläufig im Rahmen meiner „Läuferkarierre“ lernen Ziele und Träume loslassen zu können, und konnte zum Glück noch während des laufes loslassen, einen längeren Bericht kann man, wer möchte hier lesen: http://www.laufforum.de/410516-post2847.html
Ich hatte beim Zieleinlauf viel Freude (siehe Fotos http://kukis-homepage.de/lt/hhm3.jpg und http://kukis-homepage.de/lt/hhm2.jpg) und war froh gesund im Ziel zu sein. Ich bin nicht verschwitzt, sondern nass durch die Schwamm und Spritzduschen an den Getränkestationen. Die Verdunstungskälte brachte allerdings recht wenig Kühlung, in der schwülwarmen Luftfeuchtigkeit, so dass man auch nicht so schnell getrocknet ist. Es waren fantastische schöne Augenblicke auf dieser langen Zielgeraden. Ich glaube ich war einer der wenigen, dem sie nicht lang genug hätte sein können, während andere das Ziel herbeisehnten. Allein schon für diesen einen Augenblick hat sich die ganze Rennerei und das Training trotzdem gelohnt. Jeder da angekommen ist war ein Sieger, und ich habe schließlich den Kigen geschalgen
(siehe: http://kukis-homepage.de/lt/hhm6.jpg )
Es ist aufgrund der Zuschauer einer der schönsten Marathons Europas, Gänshautatmosphäre Pur). Es bleibt trotz allem ein süßsaures Gefühl. Alle Vorzeichen der Vorbereitung und ne aktuelle HM-PB, sprachen für eine mögliche SUB 4 die mir viele zugetraut haben aus der Laufgruppe. Es ist brutal, wenn das Rennen aufgrund der Bedingungen zu Ende ist, bevor es anfängt. Ich habe da für die Zukunft ein ganz großes Motivationsproblem
, mich jemals wieder so gut und langfristig auf einen Marathon vorzubereiten, wenn doch sehr viel von äußeren Umständen abhängt. Den Marathon kann man auf PB auch nicht alle Tage laufen. Selbst Spitzenläufer laufen einen M nur zweimal im Jahr auf PB. Es war ein Gefühl, wie „Weihnachten fällt aus, gibt’s vielleicht nächstes Jahr“. Ich bin jetzt am überlegen die Marathons nur noch zu „sammeln“ und mich bei den Zeitzielen mehr auf die HM-Strecke zu konzentrieren, die man öfter auf PB laufen kann.
Liebe grüße aus Kiel, ein etwas frustrierter, Marek
Kleine Korrektur, der Wilfred Kigen ist auf KM 30 und nicht KM 10 ausgeschieden. War ein Tippfehler. Soooo heiß, wars denn auch nicht
Hi Willi
stimmt vollkommen da muss ich Dir recht geben Hitze kann zu hölle werden und nicht umsonst fallen bestzeiten meist im Frühjahr.
Ich werde Dir gerne darüber berichten wie es ist einen und vorallem meinen ersten Halbmarathon am 05.06 zu laufen. Derzeitige Prognose auf einer Wetter website 27 grad.
Habe auch irgendwie das Dumpfe gefühl das es mit wind und abkühlung durch die Stadt schlecht ausschaut. Ich freue mich schon mich und meinen Körper kennzulernen
e
Also sehe es derzeit eher als erfahrung sammeln ohne fixe endzeit auf teufel komm raus.
Wenn die Zielzeit unter 2h ist bin ich zufrieden aber ich werde sehen was der Körper dazu sagen wird.
Nehme mir da eher einen Halbmarathon im Herbst
Stellt sich für mich die frage ob der Trinkrucksack sinnvoll wäre um unabhängig zu sein von den versorgungsstellen.
Och, man muss die Läufe nehmen, wie sie kommen. Mein Marathondebut war bei bis zu ca 30 Grad (übrigend Mitte September), der Ironman 70,3 und die Challenge Kraichgau fanden bei ca 33-35 Grad statt, die 15km von Rheinzabern dagegen bei -12 Grad, der Syltlauf jeweils bei 2-3 Grad am Start. Besonders beim Debut ist es doch toll, weil man dann seine Zeit bei einer Wiederholung gleich schön steigern kann. Laufen ist ein Outdoorsport, das Klima und das Wetter gehören dazu. Um deine Theorie zu unterstreichen könnte man jetzt noch erwähnen, dass die erfolreichsten Läufer natürlich die Eskimos und die Yetis sind, die immer schön bei kühlen Temperaturen trainieren können. Ich versuche mir vom Wetter nicht die Läufe verhageln zu lassen, außerdem ist die Ausrede dann sofort mit eingebaut.
Hi Willi,
ich hatte am letzten Wochenende meinen ersten Marathon, in Kanada’s Hauptstadt Ottawa. Übirgens, für alle die, welche einen schönen Kurs laufen möchten, kann ich diesen wirklich empfehlen!! Da es mein erstes Rennen über die volle 42km war, war mein erstes Ziel, durchzukommen. Die Zeit war eher zweitrangig. Wünschenswert war es, unter vier Stunden ins Ziel zu kommen, geschafft habe ich es in 3:59 (kein Scherz). In Zukunft habe ich also noch reichlich Platz für Verbesserungen. Ich fand den Artikel von dir sehr interessant, ich wusste vorher nichts von einer derartig starken Leistungseinbusse für ein Grad mehr Außentemperatur (gut, mir war schon klar, dass man bei 25° ein anderes Rennen laufen muss, als bei 18°. In Ottawa bin ich bei knapp 20° C gelaufen, zum Ende hin begleitet durch leichten Regnen, der mich irgendwann jedoch eher gestört hat, da der Körper am Auskühlen war.
Ich selber bin der Typ, der wärmere Temperaturen beim Rennen bevorzugt. Dies liegt möglicherweise eher daran, dass ich im Vergleich zu der großen Masse besser mit der Wärme klarkomme und meine Leistungen auch dort bringen kann (ich muss dazu sagen, dass ich ursprünglich aus der Kurzdistanz komme und dadurch natürlich häufiger das direkte Duell Mann gegen Mann hatte). Jedoch gibt es auch dort natürlich Limits. Im Sommer lege ich manchmal eine Trainingseinheit jenseits von Morgens und Abends ein, um den Körper auch für solche Temperaturen vorzubereiten. Ich würde nie einen Wettkampf bei höheren Temperaturen bestreiten, wenn ich mich nicht auch auf das Wetter vorbereitet hätte.
Ich fänd es schade, nur wegen den Wettertemperaturen ein Rennen abzusagen, da ich nicht eventuell eine bessere Zeit laufen kann. Dann genieße ich schon lieber ein solches Event ich denke es mir einfach als eine laaaange Trainingseinheit
Hallo Frust-Marek
!
Bevor ich mir nun das Kommentar überhaupt durchlese meine Antwort. Ich habe nur LG frustrierter Marek gelesen. Super, dass du frustriert bist! Ja, freue dich darüber! Und denke jetzt nicht ich bin auf den Kopf gefallen. Du wirst dich nicht jetzt darüber freuen. Aber in ein paar Monaten. Damals als ich in Graz beim Halbmarathon um 100 Meter zu früh stehengeblieben bin ist eine Welt für mich zusammengebrochen. Siehe den Bericht hier:
http://www.runningwilli.com/wettkampf/mein-laufbericht-vom-grazer-halbmarathon-2010/
Aber genau dieses Erlebnis war es das sooooo wichtig war für mich. Denn ich habe dadurch enorm viel gelernt. Und wenn ich eventuell in diesem Jahr 2011 dort wieder laufe dann kann mir nicht viel mehr passieren….
Und weißt du wieviele Leute darüber schon lachen konnten und die motiviert wurden weil ich so einen großen Fehler gemacht habe. Also es hat auf jeden Fall seinen Sinn.
So nun zu deinem Kommentar:
Wow, also wie du das schilderst war das echt brutal. Und dann eben die “erfahrenen” Kommentatoren die ihren blöden Senf dazu geben. Nur jemand wie du der so was erlebt hat kann sich ausmalen was es heißt dort zusammenzubrechen oder doch durchzulaufen. 10 Grad mehr ist eine enorme Mehrbelastung. Ich finde es sehr klug von dir so ein Rennen gelaufen zu sein. Das war ideal! Denn du hast auf deinen Körper gehört. Wie kann man da frustriert sein? Naja, ich kenne ja auch den Willi aus Graz der 1:31 gelaufen ist trotz Fehler und dann megaenttäuscht war. Also ich kann das gut nachvollziehen.
Wann hat man Erfolg? Wenn man das gesteckte Ziel erreicht. Du hattest ein anderes Ziel VOR dem Rennen. Aber IM Rennen hast du doch dein Ziel mehre als erreicht. Du bist nicht umgekippt und hast nicht aufgegeben. Du warst enttäuscht und das ist mehr als menschlich. Aber du bist ein gutes Rennen gelaufen.
Jeah! Und nun lese ich auch wie du Freude gehabt hast. Das ist doch prima! Ich persönlich bin der absolute Bestzeitenläufer. Wenn ich starte möchte ich meine letzte Zeit unterbieten. Darum trete ich an. Und nicht weil ich dabei sein will oder die Atmosphäre genießen will. Darum werde ich wahrscheinlich im Sommer keine Rennen laufen. Manche denke der ist krank im Kopf. Aber darum laufe ICH.
Deine Gedanken mit den HMs kann ich gut verstehen. Denn hier kann man immer auf Bestzeit laufen. Aber zu viele Hms sollten es auch nicht sein. Sag’ mal hast du schon mal nachgedacht 10 km Läufe zu laufen auf Bestzeit. Da brauchst du kein großes Tapering, hast einen Bestzeitlauf und kannst nach 3 bis 4 Tagen wieder voll weitertrainieren.
Run ON!
Willi
Hi Christian,
wow -- 27 Grad. Dann viel Spaß
Also ich würde in deine Zielzeit auf jeden Fall das Wetter einrechnen sonst gibt es eine große Enttäuschung. Und wenn du mit der gleichen Fitness im Herbst bei 18 Grad läufst dann hast du eine noch bessere Zeit.
Ich wünsche dir für den Lauf alles Gute und freue mich über deinen Erfahrungsbericht dann nächste Woche hier.
Im Halbmarathon solltest du keinen Trinkrucksack nehmen. Denn das lohnt sich nicht. Du verschwendest mehr Zeit durch den Rucksack als wenn du kurz bei den Stationen stehen bleibst. Wenn du richtig trinkst bei den Stationen (das nenne ich dann Erfahrung) kann nix passieren. Aber ich habe auch schon viele Hoppalas dabei gesehen…
Run ON!
Willi
Ich weiß wie du es meinst
Oder widersprichst du mir, dass du bei 30 Grad keine Leistungseinbußen hast? Es kommt immer auf das jeweilige Ziel an das man hat. Das man dann noch Potential hat ist bestimmt gut. Aber das wäre mir bei einem Bestzeitenversuch zu wenig. Ist meine Meinung und wie man sieht machst du es zum Glück anders. Sonst würden wir ja alle beim gleichen Rennen starten und hätten dann auch noch die gleiche Zeit. Das wäre nicht spannend.
Run ON!
Willi
Hi Willi,
ein herzliches Dankeschön für deine aufbauenden Worte
. Ich habs recht gut verkraftet und bin schon längst wieder fröhlich am Trainieren mit Intervallen und Tempoläufen für meinen nächsten 10er am 10.06, womit wir auch bei dem Tipp sind denn du mir gegeben hast auch mal öfter 10er zu laufen
Es ist fantastisch, die bisherigen Trainingsergebnisse und HF Werte nach dem Marathon stimmen mich sehr optimistisch. Obwohl ich um Rahmen des Marathontrainings so gut wie gar nicht an der anaeroben Schwelle trainiert haben, läuft es recht gut. Dieser Superkompensationseffekt nach einem Marathon für die Unterdistanzen, und gute Chancen für die Unterdistanzen scheinen da zu sein. Als kleines Trostpflaster will ich demnächst meine 10er PB pulverisieren
Grüße aus Kiel, Marek
Hi Willi,
noch ein kleiner Nachtrag. ich finde es ist völlig in Ordnung, wenn jemand Wettbewerb ausschließlich auf Bestzeit läuft. Jeder hat seine Motivation, und weiß was für IHN wichtig ist, und an deiner Einstellung ist natürlich überhaupt nichts krank.
Meine Motivation ist vor allem zu Laufen um gesund zu bleiben und etwas für die Gesundheit zu tun, und da muss man sehr aufpassen weil sie sich mit der Motivation ständig Bestzeiten zu laufen ins Gehege kommt. Wenn man es konsequent zu Ende denkt, führt das ewige Streben nach Bestzeiten nicht nur an die Leistungsgrenze sondern auch an die gesundheitliche Grenze. Das ist dann ein ziemlicher Eiertanz, beides zu bekommen. Man sagt ja auch es ist gesund für einem Marathon zu trainieren, ihn dann aber nicht zu laufen
.
Ich wundere mich trotzdem unheimlich, dass du überhaupt keinen Wettbewerb läufst in diesem Jahr. Stelle ich mir recht öde vor. Wettbewerbe sind das Salz in der Suppe des Läufers. Ich denke du wirst über die Monat so viele Fortschritte mit dem neuen Trainer und Training machen, dass ne 10er PB locker drin sein müsste ohne besondere Vorbereitung. Das gäbe dir dann vielleicht auch etwas Motivation
So bist du eine “Wundertüte” und man weiß gar nicht so richtig, was in dir steckt
. Ich finde eine gelegentliche Leistungskontrolle als Wettbewerb ist recht wichtig, um zu sehen ob man sich verbessert.
Aber du hast vielleicht durch entsprechende Tests und eine Laktatanalyse andere Möglichkeiten festzustellen, ob das Training richtig anschlägt.
Alles gute hierfür
; Marek
Hi Philip,
sorry nun hätte ich dein Kommentar fast übersehen, dass hier noch meine Antwort fehlt.
Gratulation! Ich finde es immer wieder beeindruckend welche Anfahrtsstrecken manche Läufer auf sich nehmen. Aber so ein Ereignis ist bestimmt eine Motivationsspritze für die nächsten Jahre. Gut so! Du untertreibst aber anständig. Denn du hast einen tollen Lauf hingelegt. Eine wahre Punktlandung. Das ist eine wichtige Voraussetzung wenn man das Beste rausholen will. Was meine ich? Ich meine, dass du so eine gute Taktik laufen kannst. Denn das hat mir auch lange gefehlt und ich behaupte, dass ich da noch immer Potential habe. Du hast das super hinbekommen.
Du bist also wenn man das Wetter wegrechnet mit gutem Abstand unter 4:00 gelaufen. Das ist prima. Gerade die Vorbereitung auf die Hitze ist so wichtig. Ich habe da bestimmt nicht so einen Vorteil. Denn ich trainiere um 4.30 Uhr. Und da sind die Temperaturen angenehm. Und wenn ich dann bei Hitze starten würde wäre ich das wohl nicht gewohnt.
Dein Kommentar hatte ich schon gestern gelesen. Und seit dem geht mir eines durch den Kopf: Ich werde doch wohl einen Sommerevent planen. Aber wie und wann und wo und mit welchem Ziel weiß ich noch nicht. Aber du hast bestimmt auch recht damit. Und wenn es nur eine mentale lange Trainingseinheit wird. Das würde ja auch schon reichen. Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die Mehrheit hier mich gerne bei einem Wettkampf sehen würde…
Oder täusche ich mich da?
Run ON!
Willi
“Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die Mehrheit hier mich gerne bei einem Wettkampf sehen würde… ”
Ganz und gar nicht
Uups da fehlte mir beim Zitieren von dir der Nachsatz “Oder täusche ich mich da?”, und darauf bezog sich mein “Ganz und gar nicht”. So könnte man es falsch verstehen, lese ich gerade.
Klar wollen wir einen Wettkampf sehen
Dann gibt es wieder was zu feiern (oder zu Lachen
. Kein Sorge, wir werden dich entweder feiern oder ganz dolle trösten. Du kannst nur gewinnen
. Wettkämpfe haben nicht nur wegen PB Angriffen ihren Sinn, und so ein “Trainingswettkampf” wäre auch nicht verkehrt. Man muss ja nicht unbedingt anhalten, wenn doch ne PB “droht”, auch wenn sie nicht geplant war. Man kann hierbei bei unter Wettkampbedingungen Nahrungs und Getränkeaufnahme testen, und deren Verträglichkeit, bei den längeren Distanzen, bevor es dann zu den Saisonfinalläufen geht.
Grüße aus Kiel, Marek
Hi Marek,
alles klar. Kenne mich aus.
Ja, es geht um Erfahrungen die man machen muss. Und egal wie diese sind -- man profitiert davon. Aber leider ist ja mein Fuß noch nicht ganz ok. Ich habe ja diese Ansatztendinose der Hamstrings (siehe hier: http://www.runningwilli.com/gesundheit/ansatztendinose-hamstrings-so-nicht-behandeln/ ). Und morgen habe ich meinen ersten lockeren Lauf nach 4 Wochen Laufpause. Werde ich sehen wie das wird. Aber wenn ich fit bin und laufen darf dann wäre so ein Wettbewerb schon wieder eine Sache. Denn sonst gibt’s ja wirklich nix mehr zu lachen hier….
Run ON!
Willi
Hi Willi,
zu der Anfahrtszeit vom Rennen in Ottawa muss ich sagen: Das waren für mich zwei Stunden. Ich habe von Ende Dezember bis heute mein Auslandssemester in Montréal gemacht, daher der etwas ungewöhnliche Ort für das Event. Aber laufen können die hier ja auch
Nur zum trainieren war es etwas ungewohnt, da im Winter die Temperaturen in etwas anderen Bereichen liegen, als wir das aus Europa gewöhnt sind. Zudem liegt hier dann ne Menge Schnee rum, so dass Laufen nahezu unmöglich ist. Musste daher bis Ende März mein Training in die Halle verlegen
Ich muss das jetzt mal wirklich sagen, womöglich hast du es jedoch auch schon von anderen gehört: Ich habe einen riesen Respekt davor, dass du regelmäßig jeden Morgen um 4:30 auf der Matte stehst und dein Training absolvierst. Vllt liegt es daran, dass ich Student bin und daher meine Abende meistens etwas länger mit lernen (oder auch anderen Sachen) verbringe. 4:30 wär mich definitiv zu früh. Ein Rennen gegen 7 Uhr morgens liegt mir da schon eher.
Hallo an alle
also ich kann nun zu gestern sagen Temperaturen sind schon sehr entscheidend ,
bzw ob man sich und seinen Körper darauf eingestellt hatt.
Ich persönlich hatte es leider nicht aber aus erfahrung wird man schlauer bin leider meist abends gelaufen oder sehr sehr früh am morgen die Trainingszeiten eines Nachtschichtlers eben.
Gestern war ja der Metropolmarathon wo ich den ersten Halbmarathon gelaufen bin
und es war mir persönlich viel zu warm ich hatte die letzte woche schon getrunken, getrunken und getrunken aber nach den erste 3 km stellte sich schon starker Durst ein und habe bis zum Ziel fast keine bis auf die letzten 2 keine Versorgungsstelle ausgelassen und teilweise gleich 2 Becher nehmen müssen ab und an musste es auch laufen sein da mir schwindlig war. Im Ziel angekommen stand auf der Temperaturanzeige 29 grad hmm den Krankenwagen habe ich auf der Strecke auch des öfteres gesehen.
Alles im allen war es eine Erfahrung und bin trotzdem zufrieden angekommen im am Ende des 2 Drittels der knapp 1490 Finisher.
Oh man sieht jetzt auch schon wie Groß das Shirt war ein leichter farblicher unterschied lol
Das nächste mal Einheiten bei hohen Temperaturen als vorbereitung denke das dann der Körper besser damit klar kommt und den Trinkrucksack mitnehmen finde ich persönlich leichter als Becher trinken .
Temperaturen müssen aber kein Hinderniss für bestzeiten sein kommt halt immer darauf an wie man sich darauf eingestellt hatt der erste war mit einer Zeit von 1:15 wieder drin beim Halbmarathon und 2.42 beim Marathon.
@Jürgen wie ist es bei Dir gelaufen ( sorry gefahren)
Ach Willi
habe ich noch vergessen hätte noch ein Thema
Training nach dem Wettkampf und wie helf ich den Muskeln sich am besten zu regenerieren.
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Hallo Philip,
du bist echt ein ehrlicher Kerl….
Hast du da im Studio trainiert? Oder meinst du eine normale Turnhalle aber wie kann man da gut trainieren? Umso toller finde ich es, dass du trotz widriger Umstände dann so einen tollen Marathon gelaufen bist. Prima!
Danke für dein Lob. Es freut mich, wenn ich dich dadurch vielleicht ein kleines bisschen auch motivieren kann. Da ich ja jetzt mit dem Ergometer trainiere war das 4:30 mal die Beginnzeit. Heute war es bereits 4:14 Uhr. Naja viel mehr Spielraum ist da nicht mehr, aber 4:00 Trainingsbeginn könnte sich mit dem Schlafrhythmus noch ausgehen….
Vor allem im Sommer ist ein Rennen um 7 Uhr prima, aber gibt’s wo was überhaupt?
Run ON!
Willi
Hallo Christian,
herzlichen Glückwunsch zu deinem ersten Halbmarathon! Aber so einfach kommst du mir nicht davon.
Ich brauche auf jeden Fall ein (oder mehrere) Bilder und einen kleinen Erfahrungsbericht (Vor dem Lauf, der Lauf selbst und die Zufriedenheit,…).
Mit der Zeit von 2:22 kannst du absolut zufrieden sein. Ich bleibe dabei. Du wirst bei gleicher Fitness im Herbst einiges aufholen an Minuten. Der Vorteil von deinem Rennen für dich war, dass du durchgehalten hast. Und das bei den Temperaturen! Prima! Ich hoffe nur, dass du nun keine Extrarechnung für die vielen Getränke im Rennen bekommst. Jetzt weiß ich warum du wegen dem Trinkrucksack gefragt hast?
Erst heute in der Früh beim Training habe ich an nächstes Jahr gedacht. Ich laufe da mit dem Jürgen in der Staffel beim Kraichgau Triathlon mit. Und da wird es bestimmt auch sehr heiß und schwül. Da muss ich unbedingt meine Trainingszeiten ändern. Zumindest am Wochenende muss ich dann zur Wettkampfzeit 11 Uhr Vormittag laufen. Denn sonst wird es eine böse Überraschung geben.
Und wie geht es nun bei dir weiter mit deinen sportlichen Zielen?
Run ON! & Gratulation!
Willi
Das Video ist cool. Hatte ich vor 14 Tagen gefunden. Ja so regeneriert man wirklich nach einem Marathon.
Run ON!
Willi
Hi Willi,
die Kanadier sind ganz gut auf ihre Winter eingestellt. Speziell die größeren Städte. Ich hatte das Glück, an einer sehr großen Uni zu studieren (Université de Montréal), welche u.a. eine Uni-Klinik hat und, was ja ganz typisch für Amerika, auch das Zuhause vieler Elite-Sportler ist. Dementsprechend war das Angebot an Sport-Facilities sehr gut (jedenfalls für meine Zwecke).
Gelaufen bin ich auf einer Art Rundbahn in der Halle. Rundenlänge: ca. 200 Meter. Da ich eigentlich Duathlon mache, war ein Fitnesstudio mit Rollen natürlich ganz hilfreich. Einerseits fürs Zweirad, andererseits auch, um, wie du schon in einem deiner letzten Podcast berichtet hast, um einzelne Muskelpartien zu stärken, um Verletzungen vorzubeugen (habe speziell im Nackenbereich Defizite).
Während meiner letzten zwei Wochen vor dem Marathon habe ich versucht, regelmäßig das Training auf 7 Uhr zu legen (zu dem Zeitpunkt natürlich schon draußen), um mich einerseits an die Zeit zu gewöhnen (der Lauf war auch um 7), andererseits, was ja auch dein Hauptgrund ist, um noch was vom Tag zu haben
Grüße aus Achim (back in Deutschland),
Philip
Danke für deinen Bericht hier. Hört sich spannend an. Und willkommen zu Hause!
Run ON!
Willi
Kleine Anmerkung zu meinen kommenden Zielen.
16.07. Halbmarathon am Altmühlsee mit anderer vorbereitung und Ausrüstung!
Evtl. bei dem Wolfsman Run mitmachen wenn genug bekloppte mitmachen und mein Chef auch
( 10km Dreck und hindernisse anschließend Rock Abend!
Halbmarathon bei Indoor Marathon in Nürnberg finde ich auch mal was anderes!
Es werde schon was finden im nächsten Frühjahr geht’s auf HM bestzeitfindung und möchte dann auch mal den ganzen laufen aber ohne hauruckzeitsetzung ! Erst mal den Körper langsam ranführen und mich selber kennenlernen dabei .
Bericht werde ich dir zusammenstellen.
Hut ab!
An Jürgen werde ich wohl in Sachen Textlänge nie rankommen könnte Autor werden
Marek,
Du spricht mir aus der Seele! Wettkämpfe sind das Salz und riesige Motivation, Gänsehaut pur -- auch ohne Bestzeiten. Ich habe kürzlich mit einem äußerst erfolgreichen Ironman “trainiert” und er erzählte, dass er auch nur ein, zwei Wettkämpfe p.a. absolvierte. Das Fieber, die Aufregung etc. wollte er nicht verbrauchen, trivialisieren.
Für mich schwer verständlich, denn jeder Wettkampf schult ungeheuer (Hitze, Aufregung beim Start, Harndrang, Strategie und Taktik und die mentale Einstellung etc. pp.). Wenn ich -- trotz schlauer Berater und Bücher -- meine ersten Wettkämpfe (10er, HM und M) anschaue und die heutigen: Was für ein Unterschied -- wie viel höher der Genuß Bestzeiten (in Relation zum Trainingsstand, man wird auch älter) abzuliefern -- welch Genuß mit Zuschauern zu kommunizieren, Musik und Stimmung wahrzunehmen -- alles Dinge, die man erst lernen und erfahren muß.
Der Ironman hat sich allerdings auch erst über Jahre hochgearbeitet an die Spitze und erst dort die Wettkämpfe reduziert!
So -- dann wende ich mich dem Training für Basel (besonders viel Musik an der Strecke) im Herbst wieder zu!
Keep on running
Wolf