Mein erster Halbmarathon beim LCC Leopoldilauf 2009

Spät aber doch habe ich mich jetzt durchgerungen um den Erfahrungsbericht zu meinem ersten Halbmarathon in Wien beim LCC Lauf (Leopoldilauf) am 15. November 2009 neben dem Wiener Ernst Happel Stadion. Es war mein erster Wettkampf in meiner noch sehr jungen Läuferkarriere in dem ich viele Fehler gemacht habe, aber dennoch ein zufriedenstellendes Resultat erreicht hatte.

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Der Zieleinlauf bei meinem ersten HM in meinem Leben

Eingentlich wollte ich diesen Erfahrungsbericht schon vor langer Zeit schreiben. Aber gut Ding braucht anscheinend auch Weile. Etwas ärgere ich mich jetzt über mich selbst, da ich bestimmt nicht mehr so viele Details weiß wie noch knapp nach dem Halbmarathon. Aber vielleicht ist das ja auch gar nicht schlecht, denn die wichtigen Sachen habe ich bestimmt noch im Kopf und werde ich so schnell nicht mehr vergessen.

Warum der LCC Halbmarathon?
Die Frage ist ganz leicht beantwortet. Ich wollte eigentlich schon im April beim Wien Marathon (Halbmarathon) mitmachen. Danach hatte ich mein Ziel auf den Grazer Halbmarathon verschoben. Aber aufgrund einer Krankheit (es war Übertraining) konnte ich an beiden Laufveranstaltungen nicht teilnehmen. Und deshalb entschied ich mich für den LCC Leopoldilauf in Wien. Denn das war im Jahr 2009 der letzte offizielle Halbmarathon den man laufen konnte. Und ich wusste, wenn ich den nicht laufe, dann werde ich meine Motivation nicht über den Winter bringen und sogar eventuell mit dem Laufen ganz aufhören. Die Anmeldung schickte ich ganz spät aber um mir anscheinend noch ein Hintertürl offen zu lassen. Aber im Nachhinein bin ich sehr froh darüber, dass ich beim LCC Halbmarathon gestartet bin. Denn sonst würde ich jetzt nicht diesen Laufblog schreiben.

Vorabend
Kennst du das Gefühl, wenn du nicht weißt was du tun sollst? Aber am Vorabend vor dem LCC Lauf war das nicht weil ich nichts zu tun hatte sondern weil ich aufgeregt war. Es war zwar keine Nervosität so wie am nächsten Tag aber doch ein Stück Aufgeregtheit. Der Vorabend war ganz besonders für mich. An diesen erinnere ich mich noch gerne zurück. Da habe ich die Tasche mit einer Packliste aus dem Internet gepackt. Und ich habe die Tasche glaube ich 10 mal wieder aufgemacht und kontrolliert ob ich nicht doch noch was vergessen habe. Ich wollte sicher gehen, dass ich alles eingepackt hatte für meinen ersten Halbmarathon in meinem Leben. Ich war so aufgeregt, dass ich gar nicht recht einschlafen konnte. Und genau das war ein Problem im Kopf. Denn ich wusste, dass der Schlaf das wichtigste Regenerationsmittel vor einem Wettkampf ist. Und die Tage davor hatte ich genug Schlaf getankt, aber nicht in der Nacht davor. Zum Glück hatte ich damals den Tipp gelesen, dass man 2 Wochen vor dem Wettkampf genug Schlaf tanken soll, denn die Tage kurz vor dem Lauf könnten mit weniger Schlaf über die Bühne gehen.

Nervosität vor dem Wegfahren
Ich kann euch sagen meine Familie hatte es bestimmt nicht leicht mit mir beim Wegfahren. Am liebsten wäre ich schon um 4 Uhr in der Früh weggefahren damit ich ja nicht den Start versäume. Denn es hätte ja sein können, dass ein Stau auf der Autobahn ist. Gut, wir hatten eine Anreise von rund 120 Kilometern, aber wenn ich um "meine Zeit" weggefahren wäre, dann hätten wir eine Stirnlampe gebraucht da es zu diesem Zeitpunkt noch dunkel gewesen wäre. Ich denke die Nervosität gehört zum Sport dazu. Auch bei vielen Fussballmatches war ich vor dem Match nervös. Nervös ist man normalerweise nur wenn man den Wettkampf auch ernst nimmt. Und das habe ich bestimmt getan. Im Nachhinein muss ich mich bei der Geduld meiner Frau Angela bedanken, die mich sehr gut kennt und weiß wie ich auf gewisse Situationen reagiere. Aber wenn man da eine Frau hat, die das Laufen ohnehin nicht so mag gibt es bestimmt vor dem Rennen einen Streit.

Familie Prokop unterwegs
Das schönste an meinem ersten Halbmarathon war das gemeinsame Erlebnis mit meiner gesamten Familie. Bis auf meine Tochter Sophie waren alle mit an Board und teilten die Stunden vor, beim und nach dem Halbmarathon. Die kleinen Buben waren auch ein Anker für mich. Denn bei der Abholung der Startnummern im Ernst Happel Stadion begleitete mich mein Sohn Marcel (8 Jahre), der mit seinen Fragen und seiner Unbefangenheit mir den Druck und die Nervosität genommen hatte. Dank dafür Marcel! Es ist schon eine außergewöhnliche Sache, wenn sich eine Familie gemeinsam zu einem Wettkampf begibt. Aber wenn diese Familie dann auch noch 5 Kinder (denn Sophie fehlte ja) mit dabei hat schauen schon sehr viele Läufer auf einen und die Familie. Ich dachte in diesem Momente an die vielen einsamen Männer, die den Lauf so wie ich liefen aber ohne dass die eigene Familie davon etwas mitbekam. Aber so ein Wettkampf ist doch eine ideale Möglichkeit, dass man gleich gemeinsam etwas unternimmt. Oder denke nur ich so?

Grübeln und Bedenken
Nun waren es noch rund 1 Stunde bis zum Start und die Zeit schien überhaupt nicht zu vergehen. Mit jeder Minute, die ich mich dem ersten Start in einem Halbmarathon näherte, kam ich mehr und mehr ins Grüblen. War ich denn gut genug vorbereitet? Werde ich mich etwa mit meiner Leistung genieren müssen? Wie werde ich die Distanz von 21,1 km wohl überstehen? Wie wird es mir mit dem Hunger und dem Durst im Lauf selbst gehen? Warum bin ich eigentlich so dumm und fahre am Sonntag in der Früh nach Wien um mich dann zu schinden, wenn die anderen gemütlich im Bett liegen und dann genussvoll ihr Frühstück einnehmen. Kennst du auch diese Gedanken? Es war einfach schon eine belastende Zeit vor dem Start. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich diesen Halbmarathon im Geiste schon mindestens 10 mal gelaufen bin.

Ohne Pulsuhr, Aufwärmen und Dehnen
Eigentlich kann man nicht viel mehr falsch machen als ich vor dem Start. Ich bin ohne Pulsuhr angereist (das war eine gute Entscheidung im Nachhinein zugegebenermaßen). Dann habe ich mich nicht aufgewärmt und auch nicht gedehnt. Warum eigentlich nicht? Ich erinnere mich noch daran, dass es noch rund 25 Minuten bis zum Start waren. Viele Läufer liefen langsam auf und ab und dehnten sich – nur ich nicht. Ich stand mit einem Kind in der Hand neben der Laufstrecke. Hätte ich keine Laufbekleidung angehabt und meine Startnummer gut sichtbar montiert, dann hätte niemand gedacht, dass ich da heute mitlaufen würde. Vom Fußball her wußte ich, dass das Aufwärmen und das Dehnen wichtig sind. Aber mein Kopf sagte mir, dass ich es nicht machen soll. Aufgrund der steigenden Nervosität dachte ich mir, dass mir ein "unprofessioneller Schritt" vielleicht ganz gut tun könnte. Und so war es auch. Da ich nicht gut aufgewärmt war machte ich mir auch keine allzu großen Hoffnungen, ,dass das heute ein gutes Ergebnis werden könnte.

Die schnellen ersten 7 Kilometer
Endlich: 10, 9, 8, 7. 6, 5, 4, 3, 2, 1 – go! Und auf einmal liefen alle Läufer und Läuferinnen los. Ich befand mich genau in der Mitte des Feldes und konnte kaum ausweichen nach links und nach rechts. Das Tempo schien mir gefühlsmäßig zu hoch von mir und auch von den anderen. Doch genau das wollte ich ja nicht, dass ich am Anfang ein zu hohes Tempo lief. Aber nun spürte ich was es bedeutet im Wettkampf zu sein. Die Atmosphäre und die rund 2.000 Läufer und Läuferinnen neben mir sorgten für eine andere Stimmung als etwa im Training. Und darum fiel es auch viel schwerer zu bremsen. Als ich nach einem Kilometer auf meinen Durchgangszettel am Handgelenk schaute merkte ich, dass ich jetzt schon rund 30 Sekunden zu langsam war. Aber ich glaube nicht, dass es an der Geschwindigkeit lag sondern eher an dem Zettel, der einfach eine unrealistische Zeit für den ersten Halbmarathon oben hatte. Spätestens nach Kilometer 4 ließ ich den Zettel beiseite und konzentrierte mich auf mein Rennen. Wir liefen in 3 Runden zu je rund 7 Kilometer. Ich hatte eine für mich passende Läufergruppe gefunden, die mir von der körperlichen Verfassung und dem Alter gut erschienen. Ich blieb am Tempo der Gruppe dran. Aber von Kilometer 6 bis Kilometer 7 merkte ich, dass die noch einen Zahn zulegten. Aber warum nur? Die Gruppe lief durch das "Ziel" der ersten Runde und ….. – stoppte dann. Was machen die denn jetzt? Mir deutete ein Ordner, dass ich links davon einlaufen soll beim Zwischenziel. Ein paar hundert Meter weiter wußte ich warum. Diese Grupppe hatte sich zum 7 km Rennen angemeldet und das war ja nun zu Ende. Sch….e dachte ich mir. Ich hatte den größten Fehler gemacht den ein Läufer in einem Wettkampf (noch dazu im ersten) machen kann. Ich lief viel zu schnell. Nun begann im Kopf ein Spiel (Schaffe ich den Halbmarathon oder nicht?) Denn das Anfangstempo war einfach viel zu hoch.

Kein Essen möglich – Trinken zu wenig
Ich hatte in meiner Brusttasche einen Energyriegel mit. Denn ich las in einem Läuferbuch, dass man auf jeden Fall Kohlenhydrate tanken sollte um nicht an Leistung im Rennen zu verlieren. Ich hatte echt genug solche Eiweissriegel mit. Aber ich brachte diese nicht runter. Ich konnte unmöglich laufen und gleichzeitig diese Riegel essen. Mein Mund war zu trocken und Schuld daran war, dass leider nur alle 7 Kilometer eine Verpflegungsstelle war. Das empfand ich als viel zu wenig. Zum Glück hatte ich noch meine kleinen Trinkflaschen in der Brusttasche drinnen. Aber diese behinderten mich beim Laufen so, dass ich gleich 2 Flaschen von 4 Trinkflaschen nach ein paar Kilometer entfernt hatte. Mittlerweile war ich vollkommen ausgetrocknet im Mund und wusste nicht wie das nun weitergehen würde. Ich war nicht vorbereitet was es hieß einen Wettkampf zu laufen.

Noch 6 Kilometer
Das Rennen verlief eigentlich relativ gut. Ich hatte meine Phasen wo es lief bei mir und etliche Phasen wo ich mir schon wirklich schwer getan hatte. Nach der zweiten Zwischenzeit war ich noch immer gut in der Zeit. Eigentlich lief ich schon voll auf der Reserve, aber mein Wille und meine Einstellung halfen mir das durchzuziehen. Und das war auch mein Trumpf. Ich wusste, dass ich dieses Tempo auf normaler Weise nicht mehr durchhalten würde. Aber dennoch wusste ich auch, dass ich mich absolut überwinden kann. Ich kann über meine Grenzen gehen. Und genau das musste ich auch um meine angestrebte Zeit im Ziel zu erreichen. Ich erinnere mich an die Schmerzen der letzten 6 Kilometer. Genau 6 Kilometer vor dem Ziel begann ein böser Kampf in mir. Meine Füße sagten nein und wollten nicht mehr laufen. Aber mein Ehrgeiz sagte ich muss weiterlaufen. Die ersten 14 Kilometer über sah ich die Hinweistafeln der Kilometeranzeigen nicht richtig. Aber nun schaute ich schon von weiter Entfernung auf die Anzeigetafeln. Aber diese wollten und wollten einfach nicht erscheinen. Es war ein Kampf, der echt am Limit war.

Aufgeben?
Und nun 2 Kilometer oder 3 Kilometer vor dem Schluss kam der Tiefpunkt in diesem Rennen. Ich dachte ernsthaft daran diesen Lauf aufzugeben. Ich konnte einfach nicht mehr und meine Füße (vor allem die Oberschenkel) waren sehr schwer. Irgendwie kann ich diese dramatische Situation gar nicht recht beschreiben. Es ist so als ob dir jemand mit einem Messer langsam die Arme aufschlitzen möchte. Es ist ein Gefühl da, dass man eigentlich davon laufen will. Aber ein anderes Gefühl (der Stolz und der Ehrgeiz) sagen nein. Es ist ein Kampf. Kurz schoss mir durch den Kopf was denn nun meine Kollegen und all die Leute da draußen sagen würden, wenn ich nun aufgeben würde. Und was würde es für mich bedeuten für die weitere Läuferkarriere wenn ich nicht einmal einen Halbmarathon laufen könnte? Ich wusste nun, dass das Aufgeben mir mehr Schmerzen bereiten würde als die körperlichen Schmerzen in diesem Lauf. Kurz nach den Gedanken an eine Aufgabe sah ich von weiter weiter Entfernung meine Frau Angela. Und nun hatte ich auf einmal wieder diese Kraft im Herzen und diesen Willen, dass ich das nun durchziehen werde. Ich werde meine Familie nicht enttäuschen und als Verlierer hier aus dem Rennen aussteigen. Nein, das werde ich nicht.

Der Zieleinlauf
Nun hatte ich noch rund 1 Kilometer zu laufen. Ja, es war fast geschafft. Wobei einen Kilometer in dieser Verfassung zu laufen ist wie 60 Kilometer in halbwegs guter Verfassung zu laufen. Ich wollte unbedingt schneller laufen als ein Freund von mir, dessen Bestzeit bei meiner nun geplanten Endzeit war. Das würde sehr knapp werden, denn ich hatte noch einen Polster von rund 1 Minute und ich wusste nicht was da noch alles passieren hätte können. Knapp vor dem Ziel sah ich nun meine Frau. Hoppala. Aber sah ich die nicht schon 2 oder 3 Kilometer vor dem Ziel aus weiter Entfernung? Dachte ich damals. Aber im Nachhinein war das meine Psyche, die mir half diesen bösen Lauf zu überstehen. Das Bild mit meiner Familie gab mir einen Ruck und nun kurz vor dem Ziel war der Stolz schon zu spüren. Ja, ich habe euch nicht enttäuscht! Ich bin noch immer unterwegs und das mit einem ganz respektablen Tempo. Meine Frau klatschte und machte Fotos von mir. Ich war stolz auf meine Familie und wusste, dass die mich gleich umarmen werden. So noch rund 200 Meter. "Willi, gib Gas nur mehr 200 Meter" rief meine Frau. Dann noch 50 – 30 – 20 Meter und der Zieleinlauf. Sofort hörte ich mich nach meiner Zeit um. Aber diese dürfte gar nicht so schlecht gewesen sein, denn die vielen anwesenden Vereinsläufer klatschten und die Veranstalter hatten von mir Kenntnis genommen.

Meine Zeit
Gut, nun zum wichtigsten Teil für mich in diesem Rennen. Habe ich es geschafft einen Freund von mir auszubooten und deren Bestzeit bei meinem ersten Halbarathon gleich zu überbieten? Nun die Zeit für meine ersten 21,1 Kilometer: 1 Stunde 41 Minuten und 48 Sekunden. Ja, ich hatte es geschafft. Denn die Bestzeit meines Freundes lag bei 1 Stunde und 43 Minuten. JUUUUUUUUHUUUUUU! Ich konnte es kaum glauben. Mein erstes Rennen – so viele Fehler vor dem Rennen und im Rennen selbst und icht habe so einge gute Zeit. Kurz vor dem Ziele hatte ich mir gesagt, dass ich nie in meinem Leben mehr einen Halbmarathon laufen werde. Das Erlebnis Marathon war für mich sowieso für immer erledigt. Und nun Monate danach denke ich an einen Ultralauf (also 2 oder 3 Marathonläufe auf einmal) nach. Meine Zeit werde ich nie vergessen. Wenn du mich um 3 Uhr früh aufweckst und mich nach meiner Zeit im ersten Halbmarathon fragst werde ich die die Antwort geben können. 1:41:48. Diese Zeit war ein guter Beginn meiner vielleicht neuen Läuferkarriere. Wie ich nachher recherchierte wollen die meisten Halbmarathonläufer beim ersten Rennen eine Zeit unter 2 Stunden erreichen. Und dann lief ich mit einigen Fehlern 1:41:48 – nochmals 1:41:48. Es ist so schön das zu lesen. Und all die Schmerzen waren vergessen – ich war so glücklich. Meine Familie war neben mir und freute sich mit mir.

Mein Ergebnis auf das ich jetzt echt stolz bin (Offizielle Ergebnisliste hier)
 willi lcc lauf ergebnis

 

Der Stolz der bleibt
Wie lautet ein so treffender Spruch: Der Schmerz geht der Stolz bleibt. Und davon kann ich ein Lied singen. Zwar hat der Schmerz noch etliche Wochen (Muskelkater) gedauert, aber der Stolz ist bis heute geblieben. Dieser erste Lauf war so wichtig für mich. Ich bin meinem damaligen "Sportarzt" dankbar, dass er gemeint hat ich soll mich gut vorbereiten, denn der erste Lauf ist der wichtigste für die Motivation. Obwohl so viel schief gelaufen war und mein Training davor alles andere als optimal war…. Was heißt eigentlich obwohl. Gerade weil alles nicht so gut verlaufen ist bin ich heute noch mehr stolzer auf diese (meine) Leistung. In meiner Altersklasse wurde ich schließlich auf Platz 40 gereiht und gesamt war ich Platz 105. Das bei knapp 2000 Läufern, die gestartet sind. Viele wurden aber gar nicht in die Ergebnisliste eingetragen, da die das Zeitlimit von 2:30 nicht geschafft hatten. Siegerin im Lauf war Eva Maria Gradwohl, die erst kürzlich durch ihren Rücktritt für Neuigkeiten gesorgt hatte. Nun freue mich auf alle weiteren Erlebnisse und Ergebnisse. Aber diesen ersten Lauf werde ich mein ganzes Leben nicht mehr vergessen. Nun weiß ich auch, dass ich weit über meine Grenzen gehen kann. Ich werde keinen Halbmarathon aufgeben, denn ich habe diesen schwierigesten Lauf in meinem Leben geschafft. Nun kann es nur besser werden….!

Tipp: Wer ein Buch zum Thema Halbmarathon sucht wird bestimmt in dieser Liste fündig.

Lg

Weiterführende Links:
Willis Ergebnis beim LCC Leopoldilauf 2009
Der Laufclub LCC Wien
Ergebnisliste des LCC Laufs nach Altersklassen (ohne mir da ich Platz 40 bin…)

 

 

Bilder sagen mehr als tausend Worte:

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11 Antworten auf Mein erster Halbmarathon beim LCC Leopoldilauf 2009

  1. dot8 sagt:

    Deinen ersten Lauf vergisst Du nie!
    Ich kann dir noch jedes Detail vom Hamburg Marathon von 2003 erzählen!
    Dieses Jahr bin ich bereits 4 Marathons gelaufen, ich muss oft überlegen wo überhaupt ;-)

  2. Renate sagt:

    Hallo Willi!
    Gratulation! Ich weiß welch tolles Gefühl es ist wenn man ins Ziel läuft, auch wenn man dazwischen ans aufgeben denkt. Ich hab vor 3 Jahren zu laufen begonnen. Mein erster HM war der Welsch und dann im Vorjahr der ganze in Graz. Heuer bin ich meinen zweiten M in Salzburg gelaufen. Meine Zeit war 4.42. Zwar nicht so hervorragend, aber ich habs geschafft. In Graz ist der nächste Ganze.
    Danke für Deinen tollen Bericht und weiter so..
    Keep on running
    Lg Running Renate

  3. Eddy sagt:

    Wie recht Du hast, wie recht Du hast: der Stolz bleibt in der Tat für immer und lässt Dich alle Qualen bald vergessen. Vor allem Wettkämpfe mit Bestzeiten wirst Du Dich immer wieder gern erinnern. Herzlichen GLückwunsch: Zu Deiner Leistung, Deinem Bericht und den tollen Bildern!

  4. Hannes sagt:

    Mein lieber Willi, auch wenn es sehr nachträglich ist: Respekt und Glückwunsch für diese Leistung! Beim ersten Halbmarathon so eine Zeit hin zu legen ist toll – gerade wenn man deine ganzen Fehler betrachtet. Für die Motivation war es wohl wirklich genau das Richtige. Super!

    Ebenso beeindruckend finde ich aber auch, wie du nun doch sehr lange danach das alles noch so genau schildern kannst. Da ist einiges hängen geblieben ;-)

  5. cecile sagt:

    Der erste Lauf ist etwas besonders aber eigenlich sind alle Läufe, die man finisht, toll! Danach fühlt man sich immer grandios! Unkaputtbar! als Gewinner.. egal welche Zeit! Man hat sich selbst im Kampf gestellt und dieser Kampf gewonnen!

  6. RunningWilli sagt:

    @dot8: Ja, du sprichst mir aus dem Herzen. Finde ich echt lustig wie du das geschrieben hast. :-)

    @Renate: Danke dir. Nach diesem Gefühl wird man süchtig. Auch wenn die Schmerzen groß sind will man dieses Gefühl des Sieges wieder und wieder spüren. Wir sehen uns dann in Graz – dort laufe ich den Halbmarathon. :-) Ich werde auf jeden Fall dran bleiben!

    @Eddy: Die Bestzeit war entscheidend für die weitere Motivation. Darum starte ich lieber an weniger Läufen und laufe dann aber Bestzeiten. :-) Danke für dein Lob.

    @Hannes: … wie die Zeit vergeht… Ja, ich kann wirklich zufrieden sein mit dem ersten HM. Und diese Fehler werde ich großteils beim zweiten HM in Graz nicht mehr machen. Ja, dieser Lauf ist bei mir gespeichert. Und wenn du mich um 2 Uhr früh aufweckst kann ich dir alle Details erzählen – aber wahrscheinlich ist da auch der Stolz dabei. ;-)

    @Cecile: Unkaputtbar :-) Ja, der Kampf über sich selbst kann einem nur gewinnen lassen. Aber das gilt nicht nur für den Wettkampf sondern auch im ganz normalen Alltag. Hier kann man bereits gut trainieren und sich über Hürden des Kopfes wagen. Dann wird man immer stärker und stärker.

    Euch allen DANKE!

    Lg
    RunningWilli

  7. stefanolix sagt:

    Bei welcher Bestzeit stehst Du denn heute? Ich hatte meinen ersten HM Anfang 2008 mit 41 Jahren und ca. 1:40h — zwei Jahre später bin ich zum ersten Mal ganz knapp unter 1:30h geblieben.

  8. Mario sagt:

    Hallo Willi,

    was für ein Artikel! Echt Klasse geschrieben! Habe zwischendurch Tränen lachen müssen – vor allem die Passagen mit der 7km-Laufgruppe und Deinen Energieriegeln. Aber kein Auslachen – nein, vielmehr echtes Mitgefühl! Stehe selber kurz vor meinem ersten “Halben”. Am 09.08. hier in Köln direkt vor der Haustür. Mal schau’n, wie’s laufen wird. Zwei Dinge habe ich ja jetzt schon gelernt – auf die Zwischenziele achten und keine Energieriegel! ;-) Aber Deine Endzeit – ein Knaller, für’s erste Mal! Glückwunsch noch nachträglich! Super Einstieg! Grüße aus Köln! Mario

  9. RunningWilli sagt:

    @Stefanolix: Danke für dein Kommentar. Ich kann dir nicht sagen wo ich derzeit beim Halbmarathon stehe. Mein erster und letzter war im November 2009. Der nächste findet dann am 10. Oktober 2010 in Graz statt. Da kann ich dir dann mehr sagen. Prima Zeit für den ersten HM. Man sieht, dass du vor dem HM und die Zeit auch danach gut trainiert hast. Denn sonst wärest du auch danach nicht unter der Schallmauer von 1:30 geblieben. Gratulation dazu!

    @Mario: Danke für dein Lob. Es freut mich vor allem, dass du dabei Spaß hattest, denn das ist ja das Wichtigste dabei. Ich habe es absolut nicht als Auslachen empfunden. Ich bin schon gespannt auf deine Eindrücke nach deinem ersten HM in Köln. Man sieht du bist absolut lernfähig… ;-)

    Lg euch beiden

    RunningWilli

  10. Marlies sagt:

    Wow ein toller Bericht :-D

  11. RunningWilli sagt:

    Hi Marlies,

    nun bin ich aber neugierig. Was genau hat dir an dem Bericht gefallen?

    Willi