1:30 oder nicht? LCC Lauf 2010 Halbmarathon – mein Bericht

Heute (14.11.2010) lief ich den LCC Lauf in Wien. Das Jahresziel war 1:30 im Halbmarathon zu knacken und bis dato hatte ich es nicht erreicht. Beim Grazer Halbmarathon hatte ich "nur" 1:31:37 erreicht. Nun kam ich an jenen Ort zurück wo ich 2009 meinen ersten Halbmarathon in meinem Leben gelaufen bin (ohne kontrolliertem Training). Der LCC Lauf (Leopoldilauf) in Wien. Ein besonderer Ort für mich. Aber würde ich nach nur knappen 7 Monaten Lauftraining so eine Schallmauer knacken können? Oder war es einfach zu viel verlangt und die nächste Enttäuschung? Lies einfach weiter…. icon wink

lcc wasser
Der Griff nach der Wasserflasche…

 Update vom 19.11.2010: Der LCC Lauf 2010 war um 100 Meter zu lange! Hier der Beweis

Alle 43 Bilder vom LCC Lauf 2010 findest du in der Bildergallerie.

 

Der Vorabend
Nervosität gehört zum Sport dazu. Diesmal war diese Aufregung jedoch nicht so dramatisch. Ich selbst war bereits mit meinem Laufjahr zufrieden. Denn ich hatte mich mit nur 6 Monaten Training um stolze 10 Minuten im Halbmarathon verbessert. Der Grazer Halbmarathon war eine Enttäuschung damals. Tage später kam aber der Stolz und die Zufriedenheit. Darum schlief ich auch relativ schnell ein am Abend. Das war um 20.30 Uhr. Mein 3-jähriger Sohn Benedikt schlief um 21.00 Uhr ein. icon wink

Frühstück und Anfahrt
Tagwache war um 6.00 Uhr. Das war relaxt denn die Kids schliefen noch. Um 6.30 Uhr war es dann aus mit der Ruhe. Aber es war heute gar nicht so unruhig. Denn am Frühstückstisch haben wir gemeinsam eine tolle Zeit erlebt. Ich hatte meine Söhne Tobias und Michael neben mit in Umarmung. Das war ein herrliches Gefühl. Vor allem als die beiden sich umarmten. Mein Herz pochte. Aber nicht wegen dem Rennen. Denn auch das Zusammenpacken war dank der top Organisation von meiner Frau Angela prima. Wir fuhren pünktlich um 7.30 Uhr weg. Und es waren fast alle dabei. Nur Sophie war am Wochenende nicht da. Also 5 Buben und 2 Eltern… icon wink

Startnummer, Garderobe, Warten
Um 9.00 Uhr holte ich mir meine Startnummer und das ging echt flott. Durch meine Voranmeldung war nicht mehr viel zu erledigen. Die Garderoben sind gleich dort. Das ist ein echter Komfort bei diesem Wettkampf und den sieht man nicht so oft. Da könnte der Volkslauf in Tragöß sehr viel lernen. Ich hatte ja mein Renngewand bereits an. Kurzfristig in der Garderobe entschied ich mich mein kurzes Shirt gegen ein langes Shirt zu tauschen. Denn es hatte nur 5 Grad und es war sehr nebelig. Als ich aber dann einen (scheinbaren) Top Läufer mit kurzen Shirts sah wechselte ich wieder. Nicht wieder so warm anziehen wie beim LCC Lauf 2009. Nun hatten wir eine Wartezeit von 20 Minuten.

brooks wagerl

Auf dem Weg zum Aufwärmtraining mit meinem kleinsten Sohn

Aufwärmen, Startbereich
Um 9.40 Uhr ging es pünktlich zum Aufwärmprogramm. 15 Minuten einlaufen ohne Dehnen. Und danach empfing mich meine Angela im Startbereich. Denn nun zog ich meinen Trainingsanzug von Brooks aus. Der ist echt spitze gewesen. Damit hatte ich eine professionelle Ausstrahlung und ich fühlte mich wie ein Profi. Es war ja kalt. Und mit dem Trainingsanzug von Brooks war mir warm aber es sammelte sich der Schweiß nicht unter dem Anzug. Die Rennhose und das Rennshirt waren auch von Brooks. Vor allem die Rernnhose war top. Denn damit konnte ich große Schritte machen ohne dass es zwickte. Sicher auch ein Garant das richtige Material wenn man eine Bestzeit laufen will. icon wink  Im Startbereich geht es immer etwas hektisch zu. Auch bei mir kurz noch. Denn ich hatte noch meinen Brustgurt vergessen runterzugeben. Und dann war ich mir nicht klar ob ich Handschuhe anziehen soll. Ich nahm keine sonst hätte ich meinen Zwischenzeit-Zettel nicht so leicht aus der Tasche nehmen können.

lcc start fuesse
Die letzten Vorbereitungen vor dem Start

Der Start und der erste KM
Ich war in der zweiten Reihe. Mitten unter den top Läufern. Aber mittlerweile gehöre ich ja auch schon zu den 7% der besten Läufern bie Großereignissen. Nur fühlen tue ich mich noch nicht so. Dafür geht meine Entwicklung einfach zu schnell. Dennoch hatte ich mir vorgenommen den Start und den ersten Kilometer nicht zu vermasseln so wie in Graz und bei den anderen Läufen. Die Startposition war perfekt. Und auch der erste Kilometer war es aus meiner Sicht: 3 Minuten 55 Sekunden. Meine geplante Rundenzeit war 4:17. Also zu schnell. Aber das macht nichts. Denn ich halte seit Graz nichts mehr von der Meinung, dass man am Anfang lieber langsamer laufen soll. Den Rückstand den ich immer am Anfang eingefangen hatte konnte ich nie wieder aufholen. Und diesmal hatte ich nach Kilometer 1 bereits einen Vorsprung von 22 Sekunden auf meine Traumzeit von 1:30.

blick start
Lächeln am Start tut einfach gut

Unehrliche Läufer
Nun erlebte ich bei Kilometer 2 bis 4 etwas das ich bis dato nicht kannte. Betrug im Sport. Rund 15 Läufer hatte ich selbst beobachtet dabei. Es ging da um eine Linie die man in einer Kurve laufen sollte. Die Linie befand sich in der Straßenmitte. Die Kurve zog nach links und dort ging es dann auch weiter. Diese 15 Läufer kürzten ab und liefen nicht in der Straßenmitte sondern ganz links um Meter zu sparen. Ich selbst hatte hier auch überlegt was ich nun tun sollte. Denn ich wollte der Gruppe hinterherlaufen. Aber nicht mit mir. Niemals werde ich im Sport betrügen. Lieber erreiche ich meine Ziele nicht. Einfach unfassbar. Kann so ein Läufer dann noch ruhig schlafen wenn er herumposaunt wie toll seine Zeit war? Schade, dass es solche Läufer gibt…

Familientreffpunkt 1 bei KM 3
Das erste Mal hatte ich meine Familie. Hier hatten wir vereinbart, dass mir meine Frau immer das Wasser reicht. Aber ich wollte hier noch kein Wasser da ich es nicht für notwendig gehalten hatte. Aber der Anblick meiner Familie war schon aus der Entfernung eine positive Stärkung im Kopf. Nach den Betrügern ein paar Meter zuvor nun so eine positive Sache!

Spitzenreiter lief mir entgegen
Bei cirka 5 Kilometern macht man eine Wende und läuft zurück. Gesamt läuft man 3 x 7 Kilometer und die 3. Runde ein bisschen länger wegen der fehlenden 197 Meter. Der Spitzenreiter war bei der Wende vorbei und ich konnte ihn beobachten. Wie vor einem Jahr war der Wunsch auch einmal da vorne zu laufen wieder da. Aber meine Zeit ist noch nicht gekommen.

1. Runde in 29:51 Minuten
Die erste Runde lief ich wie geplant in knapp unter 30 Minuten. Geplant waren eigentlich 30 Minuten. Aber durch den schnellen ersten Kilometer hatte ich den Vorteil, dass ich immer schneller war als ich eigentlich müsste. Und das ist schon ein super Gefühl das auf jeden Fall aufbaut. Ich fühlte mich echt gut und das Tempo war gleichmäßig. Kurz vor dem Ende der ersten Runde trank ich das erste Mal Wasser das mir meine Frau reichte.

Die zweite Runde: Emotionen
Diese Runde war wie die erste. Es wurde betrogen, ich lief mein Tempo und ich fühlte mich gut. Ich war voll im Plan. Teilweise war es ein Vorsprung von 25 Sekunden auf meine Traumzeit. Ich nun bekam ich auch das Gefühl: "Willi, heute schaffst du das!" Alleine wenn es ich das jetzt streife kommt mir die Gänsehaut. Das sind so tiefe Emotionen die ich nicht beschreiben kann. Ich wollte für meine Familie laufen. Meine Kinder hörte ich bei Kilometer 8 von der Entfernung sagen: "Hey, der Papa kommt schon." Das sind einfach Worte die so unter die Haut gehen dass ich den Tränen nahe war. Nichts mehr in der Welt ist eine größere Anerkennung als meine Familie. Jedoch wusste ich dass der Weg noch lange ist und ich auch jetzt nicht unbedingt in Tränen ausbrechen sollte. Ich lief die Runde 2 in 29:51. Genau die gleiche Zeit wie Runde 1.

lcc tempo
Tempomacher RunningWilli…

Wo ist der Einbruch?
Jetzt befand ich mich in Runde 3. Mein Traumziel von 1:30 vor Augen. Die Frage die mich beschäftigte. Wie lange dauert es noch bis ich einbreche? Ich bemerkte auch noch, dass die Läufer vor mir mehr geschafft waren als ich. Und ich begann zu überholen. Aber war das nicht riskant, denn was ist wenn ich einbrechen würde? Dann wäre alles umsonst gewesen. Oft glaube ich selbst nicht so an mich. Aber heute war es anders. Ich sagte mir: "Willi, wann wenn nicht heute." Und ich wurde immer überzeugter, dass das heute mein Tag werden sollte. Ich rannte auch für die vielen Podcast Hörer und Hörerinnen da draußen und die Leser von RunningWilli. Denn ich möchte ja mit meiner Geschichte zeigen, dass man mit tollem Training in kurzer Zeit viel erreichen kann. "Also Willi, du bist auch eine Motivation für viele da draußen." Ich bin mir ziemlich sicher, dass die neuen Laufschuhe die Mizuno Wave Precision 11 dafür auch gesorgt haben. Denn damit laufe ich einfach mit weniger Energieverbrauch. Bereits im Training hatte ich mit dem Mizuno Wave Ultima 2 so tolle Erfahrungen gesammelt, dass ich dann ohne Einlaufen mich entschlossen hatte den neuen Laufschuh im Rennen zu tragen. Danke an Mizuno für diesen tollen Laufschuh!

Familie wurde größer
Nicht dass meine Familie eine kleine Familie wäre… icon wink Aber die wurde jetzt noch größer. In der dritten Runde stießen meine Mama, Sepp und Herbert dazu. Es ist schon einfach sehr schön wenn man weiß, dass sich jemand für einen interessiert. Und dieses Gefühl bekam ich beim Anblick der großen Familie. Danke an auch alle. Vor allem Herbert hatte mich in Runde 2 mit einem Handschlag sehr motiviert. Danke. Dennoch muss ich gleich auch sagen, dass meine Angela und die Kids die allergrößte Motivation ist… icon wink

Fair Play mit Wasserflasche
Noch immer dachte ich über den Betrug nach der in jeder Runde stattgefunden hatte. Ich wollte ein Zeichen von Fair Play setzen. Und darum hatte ich bei Kilometer 17 meine Wasserflasche in die Läufergruppe hinter mir gereicht. Die Skepsis war groß. Denn warum reicht ein "Konkurrent" eine Flasche. Aber wir laufen doch alle zusammen und miteinander. An dieser Stelle seit gesagt, dass jeder Läufer und jede Läuferin ein Sieger war.

Noch 3 Kilometer
Jetzt wurde es immer realistischer. Denn ich konnte es gar nicht fassen, dass ich nur mehr 3 Kilometer hatte und noch immer im Plan war. 3 Kilometer noch und dann könnte der Traum – mein Traum in Erfüllung gehen. 3 Kilometer noch und das konsequente Training hätte eine Bestätigung. 3 Kilometer noch und der Einsatz und die Qualität meines Trainings hätte die Bestätigung. 3 Kilometer noch und die "Erfolgsgeschichte RunningWilli" hätte eine Fortsetzung. 3 Kilometer noch und ich würde eine Schallmauer durchbrechen. 3 Kilometer noch und ….

197 Meter zu viel
Die 3. Runde hatte einen Unterschied. Diese war um 197 Meter länger weil man ja auf die Gesamtdistanz von 21,197 KM kommen musste. Aber diese 197 Meter hatte ich nicht einberechnet im KM Schnitt. Nun wusste ich also, dass ich zulegen müsste um mein Traumziel zu schaffen. Ich schaltete einen Gang höher und verließ die "Fair Play Gruppe". Jetzt schoss es durch den Kopf: "Nicht noch mal so knapp am Traumziel vorbei, das darf heute nicht passieren." Warum nicht? Ich wollte ja nicht auf Druck laufen. Aber ich fühlte mich noch gut. Als "Beweis" dafür diese Situation 2 Kilometer vor Schluss:

Überholen gibts nicht
2 Kilometer vor Schluss fährt ein Fahrrad mit einem Trainer vorbei mit den Worten "Hopp Hopp nicht mehr lange. Schau’ auf deinen Schritt." Aber die Worte waren nicht für mich. Sondern für dessen Athlet. Als ich kurz nach links blickte erschrak ich. Der Läufer wollte mich überholen? Der war ja fix und fertig. "Willi, das kann nicht sein. Denn du bist ja noch viel besser drauf." In diesem Moment erhöhte ich für die letzten 1,5 Kilometer das Tempo. Nun ging es an das Eingemachte. Ich lief nicht am Anschlag aber so dass ich mir wünschte dass es bald aus wäre. Die letzten Meter und meine Familie merkte dass ich gut drauf war und Läufer um Läufer überholte.

Zieleinlauf – die Zeit
Ich konzentrierte mich voll auf den Zieleinlauf. Diesmal wollte ich nicht durch einen Fehler zu früh stehenbleiben und lief voll über alle Linien die dort nur waren drüber. Es war bestimmt weiter als gedacht, aber mir egal. Und die Zeit? Keine Ahnung. Ich wusste dass es knapp war. Denn nach dem Zieleinlauf war es knapp nach 1:30. Hatte ich es geschafft? Keine Ahnung. Es schien mir wirklich knapp. Meine Familie fragte mich sofort, aber ich wusste es nicht. Das Gefühl sagte mir: "Ja, du hast es geschafft."

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Kurz vor dem Ziel….

Duschen und meine offizielle Zeit
Ich ging duschen und 4 Buben waren dabei. Als ich davon erzählte, dass ich 6 Kinder hatte waren die Augen in der Garderobe auf mich gerichtet. Prima! Aber was war mit der Zeit? Ich ging raus und Angela sagte mir: "Ich weiß deine offizielle Endzeit. Willst du Sie wissen?" icon wink Ich mache es kurz:

1:29:53

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Das offizielle Ergebnis vom LCC Halbmarathon

Yeah!!!!!!! Ich hatte es geschafft. Mir stehen die Tränen in den Augen wenn ich das jetzt schreibe. Echt. Es ist für mich der Lohn der konsequenten Arbeit – des Trainings in den letzten 7 Monaten. Ohne diesem Training würde ich niemals dort stehen. Niemals. Sofort ging ich zu der offiziellen Endtabelle die dort hing. Der Blick ging nicht auf meine Zeit sonder auf den ersten Platz: Wolfgang Wallner in nur 1:11:12. Und dann der Blick auf meine Zeit. Yeah!!!!

Hier kannst du das offizielle Endergebnis sehen. Und hier die offizielle Detailanalyse vom Lauf.

lcc geschafft
Der LCC Lauf 2010 ist geschafft…

Perfekte Taktik
Ich bin nicht oft mit mir zufrieden das muss ich schon sagen. Aber heute war ich schon unter dem Lauf mit mir zufrieden. Weil ich hatte meine Taktik auf 1:30 ausgerichtet. Und ich lief mit Reserven immerhin 1:29:53. Mit minimalstem Aufwand hatte ich meine Traumzeit erreicht. Und das machte mich stolz. Denn es zeigt davon, dass ich nun auch mehr Erfahrung habe um ein Rennen so punktgenau zu taktieren. Denn auch Sebastian Vettel hatte seinen Weltmeistertitel heute punktgenau gemacht. icon wink

Ich habe den LCC Lauf mit dem Adidas MiCoach (mein treuer Begleiter…) aufgezeichnet. Die genaue Online Adidas MiCoach Analyse gibts hier. Dort habe ich eine Gesamtzeit von 1 Stunde 39 Minuten. Denn ich habe den Adidas MiCoach ein paar Minuten vor dem Start und ein paar Minuten nach dem Ziel erst aufgedreht bzw. abgedreht. icon wink

micoach lcc
Die genaue Analyse mit dem MiCoach ist wichtig. So kann ich das Rennen genau analysieren.

Essen
Nun fuhren wir mit den Kids und meiner Frau zum Essen ins Restaurant. Und ich esse gerne. Nach dem Wettkampf gibt es einen großen Vorteil: Du kannst essen was du willst. Nun werde ich mal diesen Tag und den Abschluss eines aufregenden Jahres genießen.

Ich hoffe ich konnte dir einen Einblick in diesen Halbmarathon geben. Nun möchte ich aber meine Erfahrungen weitergeben an: DICH. Und das wird zu allererst beim Laufcamp für Anfänger passieren. Denn jeder Läufer und jede Läuferin da draußen kann das schaffen. Wer wünscht sich nicht in nur 7 Monaten die Schallmauer von 1:30 im Halbmarathon zu knacken? icon wink Ich sehe es als meine Aufgabe, dass ich nun dir weiterhelfe, wenn du es willst.

Alle 43 Bilder vom LCC Lauf 2010 findest du in der Bildergallerie.

Run on!

Willi

29 Antworten auf 1:30 oder nicht? LCC Lauf 2010 Halbmarathon – mein Bericht

  1. Herbert sagt:

    Hallo Willi,

    nochmals herzliche Gratulation zu deiner heutigen erreichten 1:30 HM Grenze.
    Knapp, aber wohlverdient. Sehr gleichmäßige 3-Runden. Super!!!!

    Dein nächstes Ziel mit 1:25 wird bei deiner peniblen Vorbereitung und deiner morgendlichen Laufdisziplin, sicher kein allzu großes Problem bedeuten.

    Nachdem ich ja heute fast deine komplette Familie kennen lernen durfte, kann ich nur
    wiederholten Respekt und Hochachtung aussprechen.

    Diese kinderreiche Familie und deine sportlichen Leistungen neben dem beruflichen Aufwand
    unter einen Hut zu bringen, ist für mich einfach bewundernswert.

    Wir werden einander sicher bei irgendeinem Bewerb wiedersehen, bis dahin lese ich eifrig deine News.

    Also dann, alles Gute, viel Spaß und eine vor allem verletzungsfreie Zeit wünsche ich dir.

    Alles Liebe

    Ciao, Herbert

  2. Helmut Szenti sagt:

    Super Willi, 1.41 hätt i ned gschafft! (glaub ich) wannst lauftraining brauchst haun wir wieder auf die Filzkugel!

    Szenti

  3. Laufhannes sagt:

    Herzlichen Glückwunsch, dass du diese Schallmauer so punktgenau übertroffen hast! Da glaube ich dir gerne, dass das ein großes Ding für dich war!

    Wobei ich deine Meinung bezüglich des langsamen Starts nicht so ganz verstehe. Du konntest die verlorene Zeit nie wieder aufholen? Man soll ja auch keine Zeit verlieren, man soll aber im gewünschten Rahmen bleiben – dann verliert man keine Zeit ;-)

  4. Tobi sagt:

    Meinen herzlichen Glückwunsch Willi,

    ich trainiere jetzt auch seit ca. 7 Monaten mit Trainer und Plan, bin von dieser Zeit aber noch ein gutes Stück entfernt.

    Zu der Linie:
    Eine Markierung zeigt bei einem Marathon eigentlich die Ideallinie an. Von der Linie abzuweichen wäre also Selbstbetrug!

  5. Supermario72 sagt:

    Wow – Willi – das ist ja der Hammer! Glückwunsch! Echt Klasse! Unter 1:30h – suuuuper! Wenn Deine Entwicklung so weiter geht, wirst Du wohl bald mal auf dem Treppchen stehen.

    Alles Gute weiterhin!

    Grüße aus Köln!
    Mario

  6. Alf sagt:

    Moin Willi, bin eben auf deine Webseite aufmerksam geworden, weil ich auch mit dem Gedanken spiele, nächsten Jahr die 1:30 zu knacken, nachdem ich ca. 3 Jahre lang keinen einzigen Meter gelaufen bin ;)

    Mache ich aber davon abhängig, wie ich durch den Winter komme. Jedenfalls eine schöne Sache, dein Lauf. Herzlichen Glückwunsch, auch zu deiner großen Familie ;)

  7. Chris sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zu dieser Punktlandung! Deine kleinen Fehler finde ich immer sehr menschlisch. Linien, 197 Meter vergessen.
    Ich habe mal bei einem Marathon eine Läuferin auf das Abkürzen angesprochen. Ihre Aussage war, dass sich das locker mit den Extrametern vom Überrunden wieder ausgleichen würde. Ich finds trotzdem nicht gut, vor allem nicht für mich selbst.
    Allerdings :”Denn damit laufe ich einfach mit weniger Energieverbrauch.” Die Grenze zwischen Anstand & Betrug muss man für sich selbst setzen.
    Wen jucken aber an so einem Tag die anderen, das war DEIN Tag.

  8. michi sagt:

    du bist ein wahnsinn, ich möcht ja jetzt nicht sagen: hab ich dir’s nicht gesagt!!
    lg michi

  9. Klaus sagt:

    Hallo Willi, Gratulation zu deiner neuen Bestzeit. Vor allem weil der HM ja, wie du schon bemerkt hast, um 100m zu lang war (21197m statt 21098m). So gesehen kannst ja nochmals fast 25 Sek. abziehen ;-)
    Ich habe gestern auch am HM teilgenommen. Auch mit neuer pers. Bestzeit!
    LG
    Klaus

  10. Ramona sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zu deiner Leistung, Willi!

  11. Christian sagt:

    Hallo Willi. Ich war derjenige, dem Du die Wasserflasche als erstes gegeben hast. Danke dafür und Gratulation zu Deinem Fortschritt. Bezüglich der Linie: Die Markierungen waren zur Absperrung aufgestellt, da die linke Seite für den Verkehr freigegeben war. Wenn da jemand links der Hütchen gelaufen ist wurde meiner Meinung nach die Laufstrecke dadurch nicht verlassen. Die Ersparnis wenn man hier die Ideallinie sucht würde ich mal großzügig mit 6 metern annehmen. Das wären dann bei 16 km/h ca. 1,5 sek.
    Ob man das als Betrug sieht? Im Hobbybereich? Aus meiner 20 Jährigen Erfahrung kann ich Dir sagen dass Du solche Situationen immer wieder erleben wirst.
    Anders hätte es sich verhalten, wenn jemand z.B. in der dritten Runde die zusätzlichen 100 meter bei der Wende im Prater ausgelassen hätte. Das wäre Betrug gewesen.
    Ich wünsche Dir alles Gute beim Training, vielleicht sieht man sich ja mal wieder…
    Sportliche Grüße
    Christian

  12. RunningWilli sagt:

    @Herbert: Es war für mich eine Bereicherung, dass du dort gewesen bist. Ich habe eine neue Motivation durch den Handschlag mit dir erlebt. Danke dir dafür! Danke auch für dein Lob. Vor allem das mit der Familie gefällt mir natürlich sehr. Uns selbst ist das nicht immer so bewusst. Danke dass du die Freizeit auch mit RunningWilli “verschlägst”.

    @ Helmut Szenti: Warte nur wenn ich auch lerne den Ball beim Tennisspielen zu treffen? ;-)

    @ Laufhannes: Danke für deine netten Worte. Von deiner Bestzeit bin ich (noch) entfernt. Das mit dem Start ist so: Wenn man am Anfang zu langsam startet (also weiter unter der Richtzeit pro Kilometer) dann wird es schwierig diese Zeit aufzuholen. Darum sollte man eher ein Risiko eingehen und den ersten Kilometer etwas zu schnell laufen. So wars auf jeden Fall bei mir gut.

    @ Tobi: Danke schön. Mein Sohn der mich im Rennen bestärkt hat heißt auch Tobi! Die Linie war in diesem Fall aber die Markierung. Und diese Markierung trennte die Läufer vom Verkehr. Als Ideallinie wären wohl Markierungshütchen nicht so toll… ;-)

    @ Supermario72: Deine Kommentare sind immer sehr aufbauend. Ich möchte doch niemals im Leben auf dem Treppchen stehen…. hihi

    @ Alf: Danke dass du hier vorbeigeschaut hast. Wenn du dich konsequent mit einem gezielten Trainingsprogramm vorbereitest dann steht dem nichts im Wege. Aber das muss schon ein top Programm sein. Der Winter kann eine tolle Sache für einen Läufer sein. Dazu werde ich in meinen Podcasts noch so einige Tipps geben. Danke auf meine Familie bin ich auch echt stolz.

    @ Chris: Dein Kommentar ist sehr authentisch. Dich habe ich sogar im Podcast über den Audio Laufbericht erwähnt. Für mich ist ein Meter auch ein Betrug. Ich sehe das wie du. Ich könnte da nicht ruhig einschlafen da ich mich ja selbst betrogen habe.

    @ Michi: Du bist MEIN Hellseher…

    @ Klaus: Dein Eintrag hat mich echt beschäftigt. Denn ich hatte eigentlich einen Ziffernsturz wegen der 21197 Meter. Das war so nicht geplant. Warum denkst du dass der Lauf um 100 Meter zu lang war? Leider hat mich der Veranstalter vom LCC lauf nicht zurückgerufen denn ich wollte den darauf ansprechen.

    @ Ramona: DANKE.

    @ Christian: Prima, dass du hier bei mir reinschaust. Es war für mich ein Erlebnis mit der Wasserflasche. Es war ein Erlebnis von Zusammenhalten. Schön, dass du das auch so positiv erlebt hast. Ich selbst muss mich wohl bei den nächsten Rennen auf solche “Betrügereien” einstellen. Aber ich finde auch dass ein Meter zu viel ist. Ich könnte nicht ruhig einschlafen. Welche Läufe planst du im nächsten Jahr? Ich habe gesehen, dass du die 1:30 um 4 Sekunden verpasst hast. Bist aber eher im Triathlon zu finden oder?

    An alle: DANKE für eure Einträge bis jetzt. Denn ihr stärkt mich dadurch sehr.

    Run on!

    Willi

  13. klaus sagt:

    Hallo Willi, nun nachdem ein Marathon über 42195m geht muss ein halber eben über 21098m gehen. Das wurde in der Streckenbeschreibung des LCC auch so beschrieben.
    “die fehlenden 97,5m werden in der dritten Runde angehängt…” Als ich zur dritten Wende gekommen bin ist es mir sofort aufgefallen dass das mehr als 50m sein müssen. Im Ziel hat mein Laufcomputer dann 21210m angezeigt. Dies hat sich danach auch beim heranzoomen der GPS Daten bestätigt. Es waren fast 200m anstatt 100m.
    LG Klaus

  14. Steffen sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zu dieser Fabelzeit! Das hast du gigantisch gut gemacht, und es war sauspannend es als Bericht zu lesen.
    Danke, das du mich mit auf die Reise genommen hast!

    Herzliche Grüße ins schöne Nachbarland,
    Steffen

  15. Seppi sagt:

    Hallo Willi,

    späte Antwort, aber doch, habe nicht so viel Zeit wie Du -:)))

    Nochmals Gratulation von Deiner Mama und mir zu Deiner persönlichen Rekordzeit, Deiner Leistungssteigerung in so kurzer Zeit, und dass Du jetzt um 14 Sekunden besser bist als ich.

    Du bist auf dem richtigen Weg ein überdurchschnittlicher Läufer zu werden, wobei Dir Deine Familie sehr hilft, die nötige Kraft, Motivation gibt und du deine Mitte findest.
    Dass ist wichtig wenn es vielleicht einmal nicht so richtig “läuft”.
    Deine Entscheidung den ersten Kilometer über Deiner Sollzeit zu laufen war richtig, es ist immer gut und fast immer richtig, intuitiv zu Entscheiden, das zu tun was Dein Körper fühlt, Deine Seele entscheidet!!!
    …..so wie im Leben, jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich, entscheidet wer und was für ihn gut ist.

    Pass auf Dich und Deine Familie auf, trainiere brav und verletzungsfrei weiter!
    Wir freuen uns über Deine Erfolge vom ganzem Herzen,
    senden Euch liebe Grüsse,
    Seppi und Deine Mama (Bussi)

  16. Wolfgang sagt:

    Hey Willi,
    klasse gemacht! 1:29:53! Das ist zwar außerhalb meiner Reichweite, aber deine Beiträge sind trotzdem eine prima Motivation für mich.
    Ich hatte auch einen schönen persönlichen Erfolg beim Frankfurt Marathon zum Saisonende und im Moment denke ich, dass das durch den ganzen Winter trägt …
    Weiter so und run on!
    Wolfgang

  17. fubek sagt:

    Hallo Willi,

    herzlichen Glückwunsch zur 1:30h! Ich habe gerade Deinen Podcast gehört und freue mich sehr für Dich. Deinen Podcast höre inzwischen öfters bei meinem Lauftraining, motiviert immer sehr. Bitte mehr davon ;-)

    Schönen Gruß, Fubek

  18. RunningWilli sagt:

    @ Klaus: Wird ja immer spannender das Ganze. Kannst du mir einen Screenshot von den GPS Daten wo man das erkennen kann mailen an willi.prokop@gmail.com? Der Verantstalter hat mich trotz Ansage auf der Mobilbox nicht angerufen… ;-)

    @ Steffen: Danke für deine schönen Worte. Vor allem das mitnehmen auf die Reise hat mir besonders gefallen.

    @ Seppi: Pensionisten haben doch viel Zeit oder? ;-) Danke für dein Lob. Aber vielleicht holst mich ja wieder ein? ;-) Ja die Entwicklung ist sensationell da hast du recht. Was außergewöhnlich heißt werden wir noch sehen in den nächsten Monaten aber ich habe noch Luft nach oben das denke ich auch. Die Familie ist mein Antrieb und meine Insel. Es läuft nicht immer alles so wie man will (zum Glück). Werde ich machen!

    @ Wolfgang: Herzlich willkommen hier bei Runningwilli.com! Was war dein Erfolg beim Frankfurt Marathon? Würde mich sehr interessieren. Der Winter ist immer so eine Sache aber mit deiner Motivation packst du das auf jeden Fall. ;-)

    @ Fubek: Hallo im Blog von mir! Freut mich dass du meine Podcasts als Motivationsspritze beim Training hörst. Was wären denn Themen die dich noch interessieren würden?

    Euch allen Danke für die netten Worte

    Run On!

    Willi

  19. Christian sagt:

    Hallo Willi.
    Ich werde diesen Winter wieder die LCC Eisbärlauf Serie (3 Läufe a. 21 km) machen.
    Ein Silversterlauf muss natürlich auch sein :-)
    Ansonsten die nächsten Monate viel Schwimmen und Kräftigung und Dehnen forcieren ( Das kommt ja eh immer zu kurz.)
    Nochmal kurz zu Strecke abkürzen:
    Streng nach Reglement ist auch Verpflegungsannahme abseits der offiziellen Labestationen und Begleitung eines Läufers zu Fuss oder per Rad nicht erlaubt.
    So mancher Maraton Läufer wurde deswegen schon disqualifiziert.
    Du siehst: Im “Hobbybereich” verschwimmen die Grenzen etwas zwischen Legalität und Betrug.
    Ich würde mich freuen Dich wieder mal bei einem Lauf zu treffen.

    Train well…
    Christian

  20. Markus sagt:

    Hallo Willi,
    Gratulation ! Nach nur 7 Monaten Lauftraining eine ganz super Leistung.
    Was ist Dein nächstes Ziel ? Schneller oder länger Laufen ?

    Gruß aus Deutschland
    Markus

  21. Gerd sagt:

    Hallo Willi,

    erst einmal herzlichen Glückwunsch zum erreichen deines Ziels Sub-1:30 Stunde im Halbmarathon. Tolle Leistung! Freut mich, dass es dir gelungen ist. Nochmal eine Steigerung, und das trotz zwischenzeitlicher Motivationsprobleme. Habe ich dir ja gesagt, am Jahresende kommen oft genug Überraschungen heraus. Wenn man das ganze Jahr über gut trainiert hat, dann kann man auch ruhig schon mal eine kurze Verschnaufpause einlegen. Denn das Gute ist, man hat die Kilometer vom vielen Training in den Beinen. Manchmal hat man zuvor vielleicht ein bisschen zuviel des Guten gemacht, und geht nicht ganz topfit in die Rennen. Dann kommt eine kleine Ruhepause, und plötzlich geht doch noch was. So wie ich das zwischen den Zeilen lese, wolltest du eigentlich schon beim letzten Halben die 1:30 knacken. Liege ich da richtig? Da du ja erst in den frühen 30er bist, sehe ich für dich auch noch genügend Steigerungspotential. Vor allem wenn du an deiner Schnelligkeit regelmäßig arbeitest. Ein Super-Training, und dabei auch noch spielerisch
    sind die kenianischen Diagonalen. Dieses Training habe ich mal in meinem Blog beschrieben. Man geht am besten auf einen Rasenplatz, eine größere Parkwiese tut es auch, und läuft sich erst einmal ein paar Runden warm, anschließend Dehnen, und los geht es. Man geht auf eine Ecke, sprintet locker (90 bis95 %) diagonal über den Rasen bis zur anderen Ecke, läuft dann entlang der Seitenauslinie (falls es ein Fußballplatz ist) bis zur anderen Ecke, und sprintet wieder locker diagonal bis zur Ecke auf der anderen Seite des Platzes, erneut gefolgt vom lockeren Joggen an der Seitenauslinie bis zur nächsten Ecke. Die Profis machen das teilweise mehr als eine Stunde lang. Das wäre natürlich zu hart, und ein Anfänger kann mit 20 Minuten anfangen, und dann später auf 30, 40 und 45 Minuten steigern. Das macht Spaß, und bringt unheimlich was. Je mehr Grundschnelligkeit du hast, desto mehr überträgt sich das nachher auch auf die Langstrecke. Wer zum Beispiel die 100 Meter in 25 Sekunden läuft, wird zum Beispiel im 5000 oder 10000 Meter oder bei irgendwelchen anderen längeren Strecken nie vorne dabei sein. Du hast ja selbst gesagt, inzwischen bist bei der 7 Prozent Marke angelangt. Mein Ziel waren immer die ersten 5 Prozent. Egal wie groß der Lauf war, inklusive Berlin und New York. Das bezieht sich natürlich immer darauf, dass man auch fit ist wenn man an den Start geht. Ich habe einige Läufe hinter mir, wo ich einfach nur aus Spaß gelaufen bin, oder auch mal den Hasen gespielt habe um einen Freund unter die 4 Stunden Marke im Marathon zu ziehen. Zu meinen guten Zeiten vor ein paar Jahren noch, konnte ich ohne Training den Marathon unter 3:30 Stunden laufen. Da haben mir selbst nach mehreren Wochen Pause die vielen Trainingskilometer über die Jahre geholfen.
    Die letzten zwei Jahre waren dagegen echt frustrierend. Letztes Jahr die Achillessehne, und jetzt seit mehr als zwei Monaten das Knie. Ätzend. Habe jetzt die Ergebnisse meiner Kernspin. So richtig habe ich das noch gar nicht verstanden. Es sieht jedenfalls nach weiteren Wochen Frust aus.
    So, und jetzt lies mal, was ich noch unten drunter geschrieben habe, von wegen Betrug.

    Es ging da um eine Linie die man in einer Kurve laufen sollte. Die Linie befand sich in der Straßenmitte. Die Kurve zog nach links und dort ging es dann auch weiter. Diese 15 Läufer kürzten ab und liefen nicht in der Straßenmitte sondern ganz links um Meter zu sparen.

    Hallo Willi, das ist ganz legitim, und kein Betrug. Die Linie ist “gelegt” worden, um die Strecke zu vermessen. Das heißt, wenn man genau an der Linie entlang läuft, dann erreicht man die genaue Streckenlänge je nachdem wie lang das Rennen ist. Hier eben Halbmarathon. Die Strecke wird immer so vermessen, dass sowohl der Startraum als auch der Zielraum groß genug ist, um die Läufer und ihren Anhang auch alle aufnehmen zu können. Würde man jedes Mal die direkte Linie nehmen, käme man meinetwegen irgendwo mitten in einem Wohngebiet heraus. Da würden die Anwohner uns Läufer steinigen. Deshalb ist der direkte Weg oft auch kürzer, als einfach der Linie hinterher zu rennen. Mit dieser Taktik den kürzesten Weg zu nehmen, sind schon große Marathonsiege errungen worden wie etwa in New York. Das hat nichts mit Betrug zu tun, sondern mit Cleverness. Es steht nirgendwo, dass man der Linie folgen muß. Klar ist, dass man nicht ein Taxi nimmt um zuerst im Ziel zu sein. Doch solche Mittel schneller zu sein, sind vollkommen legal und werden von (fast) allen Läufern genutzt. Hoffentlich in Zukunft auch von dir. Denn da gewinnst du noch einmal ein paar Sekunden. Das hat alles etwas mit Lauf- und Rennerfahrung zu tun.

    und die 3. Runde ein bisschen länger wegen der fehlenden 197 Meter

    Da ist dir ein kleiner Fehler unterlaufen, es sind 97,5 Meter und nicht 197 Meter, da der Halbmarathon genau 21,0975km lang ist. 3x7km Runde=21km plus 97,5m,

    viele Grüße und mach weiter so!!!!

    Gerd

  22. M a r e k sagt:

    Na das liest sich ja wie ein Krimi. Glückwunsch zur sub90 auf dem Halben. Das ist auf jeden Fall ein Meilenstein. Ich habe das auch (zu meiner Überraschung) dieses Jahr gepackt. Da kanns nur weiter nach oben gehen in 2011!

  23. Wolfgang sagt:

    Hi Willi,
    soeben habe ich bei iTunes eine positive Rezension abgegeben (wie gewünscht :-)) “Willi holt alle von der Couch”.
    Du hattest gefragt, was mein positives Erlebnis beim Frankfurt Marathon war:
    Vorweg: ich bin so einer, der extreme Probleme damit hat, dran zu bleiben: ich bin ein bis drei Monate im
    Jahr ziemlich motiviert, dann mache ich aber wieder gar nichts … und immer wieder muss ich bei Null anfangen :-(
    Dieses Jahr hat ganz gut begonnen Mitte Februar bis ca. Mai dann einen Halbmarathon in Heidelberg (bergig) in 1:59.
    Dann habe ich mich Anfang Juli für den Frankfurt Marathon Ende Oktober angemeldet und ich peilte 3:55 an (erster Marathon).
    Leider dann Filmriss: ich habe NICHTS mehr gemacht! Warum, weiß ich selbst nicht.
    Drei Wochen vor dem Marathon Ende Oktober habe ich mich gefragt: was jetzt (drei Monate kein Training!)?
    Dann meine Idee: ich nehme gegen alle Vernunft teil und reduziere meine Ziele: Ziel ist teilzunehmen und falls möglich
    anzukommen. Durch die reduzierten Ziele habe ich mich plötzlich ganz frei und leicht gefühlt.
    Was für ein Unterschied: statt demotiviert geloost mit angepassten Zielen alles gewonnen. War klasse Wetter und
    ich bin schön konstant gelaufen … 4:21.
    Also: meine Ausgangslage hatte sich ja eigentlich gar nicht geändert (kein Training), aber meine Einstellung dazu und das war der
    Schlüssel zum Erfolg.
    So, ist jetzt ein wenig lang geworden, aber ich wollte ja auch den Punkt rüberbringen …
    Deine Winterlaufserie ist jetzt natürlich wieder die Hammer-Idee. Ich werde Sie hören und den Winter durchlaufen …
    Run on, Wolfgang

  24. RunningWilli sagt:

    @Christian: Alles klar du bist ja ein Vielläufer. Bärenkalt dann ;-) Ja das kommt bei mir auch manchmal zu kurz. Das mit der Verpflegungsannahme wusst ich nicht. Und die Begleitung mittels Fahhrad ist ja wirklich bei jedem Rennen. Ja die Grenzen verschwinden. Aber mir persönlich geht es um MEINE Leistung. Und ich könnte mich nicht in den Spiegel schauen wenn ich die Strecke bewusst abkürze. Ich freue mich auch dich zu treffen. Aber bitte hinter mir… ;-) Run On!

    @ Markus: Danke für deine Glückwünsche. Ich möchte die nächsten 3 Jahre schneller werden und erst dann auf längere Distanzen gehen. Schön dass du so aktiv reinschreibst hier bei mir – das freut mich sehr. ;-)

    @ Gerd: Schön wieder von dir zu lesen. Das mit der Überraschung hattes du gesagt, ja stimmt. Bei mir war es der große Druck den ich mir in Graz selbst gemacht hatte. Da passieren dann auch so “Hoppalas” wie mir eben passiert sind damals. Ja ich wollte für mich persönlich in Graz schon die 1:30 knacken. Ich spüre auch selbst, dass ich noch “ausbaufähig” bin. Und die beste Zeit ist ja so mit 40 bis 45 wie man an den Spitzenläufern bei den HMs sieht. Ja die Schnelligkeit ist ganz wichtig. Die wird immer Woche für Woche trainiert.
    Deine Enttäuschung kann ich gut nachvollziehen. Du hast ja Talent und vor allem auch die Lust zu laufen. Wenn man so ein Handicap hat dann wird man bestimmt auch “grimmig”. Gibt es da keine Möglichkeit einen schnelleren Heilungsprozess zu machen?

    Wegen der Linie nochmals. Es war keine Ideallinie die da angezeigt wurde. Es war die Absperrung. Also die Strecke wurde links für den Verkehr freigegeben und rechts und nur rechts durfte man laufen. Die Ideallinie hole ich mir sonst schon. Aber das war “Betrug”. Sorry, klingt hart aber war so. Ja mir ist ein Fehler unterlaufen wegen der 197 Meter. Aber dem Veranstalter auch. Ich habe eine GPS Aufzeichnung von einem Läufer wo man genau sehen kann dass die Wende um fast 100 Meter zu lange war. Das war auch mein Gefühl, denn ich war laut Plan immer 25 Sekunden voran und dann am Schluss trotz Sprint nur mehr 7 Sekunden. Also könnte ich rund 25 Sekunden eigentlich abziehen…. ;-) Ich mache weiter so!

    Hier der Beweis dass der Lauf um 100 Meter zu lange war:

    @ Marek: Schön wieder von dir zu lesen. Ja das ist ein Meilenstein. Schön, dass wir beide den geschafft haben. Welche Zeit war es genau bei dir? Wo bist du den gelaufen? Ja auf 2011 freue ich mich auch schon.

    @ Wolfgang: Deine Nachricht hat mich sehr beeindruckt. Du nimmst dir so viel Zeit um mir zu schreiben. Danke dafür. Ich habe daraus diesen Podcast gemacht:

    Euch allen recht herzlichen Dank für die tollen Kommentare und

    Run on!

    Willi

  25. Christian sagt:

    Na da bin ich ja mal gespannt auf die LCC Antwort.
    Ich hab mir eigentlich 3 km vor dem Ziel auch gedacht dass es locker unter 1:30 ausgeht und war dann bei km 20 etwas verwundert dass mir 20 sek fehlen würden. Ich gab dann nochmal alles und lief den letzten km unter 4:00 aber leider: 4 sek. über 1:30.
    Für mich eigentlich schwerwiegend, da ich mich für den NEW YORK Marathon nächstes Jahr qualifizieren wollte. Mit einer Zeit unter 1:30 hätte ich mich direkt beim Veranstalter anmelden können. :-(

  26. Merlin sagt:

    Hallo Willi,

    Gratulation zu deiner Top-Leistung, 1 Jahr nach dem Leonhardi-Lauf so eine Zeit hinzulegen!
    Mir ging es übrigens am gleichen Tag ähnlich beim Trentino Halb-Marathon.
    Ich habe (ohne vorherige Ausdauererfharung) vor ca. 10 Monaten angefangen mit Laufen und wollte zunächst unbedingt einen Marathon unter 3:30 im April schaffen (ich war während des Trainings krank und schaffte dann nur 3:53). Also war nun mein Jahresziel bis Oktober unter 1:40 bei einem Halbmarathon, was ja ca. unter 3:30 bei einem Marathon entspricht. Leider wurde ich Ende 09 wieder krank, so dass ich beim München-HM am 10.10. trotz Vollgas (181 Durchschnittspuls bei 190 Maxpuls) die 1:40 um 38 sek. verpasste. Ich kam auch nach 3 Tagen Nachdenken nicht drüber hinweg, dass es so knapp war und wählte mir 4 Wochen später gleich den nächsten HM. Auch ich lief diesmal eher schneller los (ohne das Gefühl zu haben, zu schnell zu sein) mit 4:18, 4:25 Zeiten (Vorgabe war 4:35) und ich kann bestätigen, dass es ein geiles Gefühl ist, wenn man nach 5,6 KM auf die ausgedruckte “Marschtabelle” am rechten Arm schaut und schon mehr als 1 Min. vor Plan ist. Da läuft es sich dann wie von selbst. Das harte Training hatte sich gelohnt und so lief ich (auch ohne am Schluss alles zu geben) in 1:36:08 ein. Ein riesiges Glücksgefühl stellte sich ein, davon zehre ich noch an Weihnachten unter`m Christbaum!

    LG Merlin

  27. Xandria sagt:

    Lieber Willi,
    habe gerade Deinen Bericht gehört und gratuliere Dir zu der super Leistung!!!!!!
    Ich gratuliere Dir auch zu Deiner tollen Einstellung zur Ehrlichkeit!
    Das macht auch, so glaube ich, Deinen Podcast (neben den Informationen) so hörenswert.
    lg
    Xandria

  28. RunningWilli sagt:

    @Christian: Es ist eine Antwort gekommen an einen Läufer. Siehe hier: . Echt tragisch diese Sache. Ich selbst war auch etwas verduzt dass ich so knapp unter 1:30 gelaufen war da ich ja eigentlich laut meiner Marschtabelle besser unterwegs war. Das mit NY kapiere ich nicht ganz warum man da eine 1:30 braucht. Aber schreibe mal hin an den LCC die sollen dir eine Bestätigung aushändigen das ist möglich.

    @Merlin: Vielen Dank für dein Lob und deine aufbauenden Worte. Deine Geschichte ist eine echte Motivationsstory. Du hast nie aufgegeben und dafür wurdest du so belohnt. Diese Renntaktik ist besser und diese werde ich auch nächstes Jahr einsetzen. Echt eine top Zeit die du da gelaufen bist – Gratulation! Ich denke das reicht sogar bis Silvester ….. ;-)

    @Xandria: DANKE!!! Ehrlichkeit ist mir echt wichtig. Denn der größte Betrug den wir alle möchten können ist der Selbstbetrug. Danke für dein Feedback. Ich freue mich sehr dass mein Podcast so ehrlich rüberkommt denn das ist für mich die größte Freude wenn du das so denkst. DANKE!

    Run On!

    Willi

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