Nein, ich möchte kein Online Trainingstagebuch…

Anscheinend ist in der Laufszene folgende Einstellung weit verbreitet: Ein guter Läufer braucht auch ein Online Lauftagebuch. Dieser Meinung bin ich überhaupt nicht. Denn ich bevorzuge es KEIN Online Tagebuch zu führen. Aber wie zeichne ich meine Daten dann auf und was sind die Gründe die gegen das Online Tagebuch sprechen aus meiner Sicht? Mehr dazu unten…

Trainingstagebuch - Lauftagebuch
Warum ich kein Lauftagebuch brauche…

Ein Lauftagebuch ist eine Aufzeichnungsmethode mit der man Daten aus dem Training und dem Wettkampf eines Läufers aufzeichnen kann. Sämtliche Laufaktivitäten werden in diesem online Tagebuch aufgezeichnet und dann auch ausgewertet. Es geht vorrangig um die Auswertung der Trainingsdaten, die man dann komfortabel (so ist das auf jeden Fall von den Anbietern beworben) ansehen und analysieren kann. Jedoch sehe ich trotz der kostenfreien Nutzung von Trainingstagebüchern im Internet das ganze etwas kritisch. Ich habe ein paar Punkte zum Thema Onlinetrainingstagebuch angeführt und auch Gründe warum ich das nicht so mache und wie ich meine Aufzeichnungen für das Training führe.

 

  • Kosten
    Der Kostenpunkt bei einem online Trainingstagebuch ist nicht da, denn die Trainingstagebücher sind kostenlos im Internet runterzuladen oder eben gleich online zu nutzen. Das ist wohl einer der Punkte warum ein Läufer überhaupt mit einem Trainingstagebuch startet. Denn wenn am Anfang die Hürde mit den Euros zu groß wäre, dann würden sich das wohl viele Läufer, Radfahrer, Triathlethen, Schwimmer und sonstige Sportler gut überlegen. Ich muss sagen, dass die Kostenseite für mich kein Argument ist. Denn nur weil es kostenlos ist bedeutet das für mich noch lange nicht, dass ich das auch brauche. Aber genau hier liegt der wunde Punkt vieler Sportler. Wenn es gratis ist, dann sollte man es doch auch nutzen. Von diesem Lockruf lasse ich mich nicht verleiten. Man sollte auch beachten, dass solche Trainingstagebücher nicht immer kostenlos sein müssen. Denn viele Firmen stellen am Anfang den Usern diverse Tools zur Verfügung, damit diese rege genutzt werden. Aber wenn dann genügend User dieses Werkzeug nutzen, dann beginnt der kostenpflichtige Teil. Ich weiß gar nicht ob ein Online Trainingstagebuch das nicht mehr kostenlos ist auch noch genutzt werden würde.

  • Zeitaufwand
    Nun kommt der Punkt warum ich eigentlich kein Trainingstagebuch im Internet nutze. Der Faktor Zeit ist mir zu kostbar. Ich sitze genug vor dem Notebook und möchte nicht auch noch Stunden damit verbringen meine Trainingsdaten einzugeben. Derzeit kostet mich das Eintragen der Trainingsdaten gerade einmal 1 Minute. Ich denke nicht, dass hier jemals eine Software oder ein online Trainingstagebuch mithalten kann. Denn alleine das Aufschalten des Computers kostet schon wesentlich mehr Zeit. Für mich ist der Faktor Zeit sehr wichtig. Denn mit 6 Kindern schaut man schon auf die Zeitfresser. Ich bin gerne bereit Zeit zu investieren (schließlich trainiere ich ja auch 6x die Woche), aber nur wenn es auch Sinn macht. Für mich ist der Nutzen nicht so groß damit ich mich für das Erfassen der Laufdaten in einem Trainingstagebuch entscheiden könnte. Wenn ich dann noch rechne wieviel Zeit mir die Analyse des Trainings kostet bei einer online Version, dann muss ich entweder eine Stunde pro Tag früher aufstehen oder eine Stunde pro Tag später schlafen gehen. Und das möchte ich nicht, denn das hätte Auswirkungen auf den nächsten Tag und auf meine Training. Mich wundert eigentlich hier auch "Runnersworld". Denn in einem Laufbuch wird empfohlen, dass man sich als Läufer nicht so sehr mit dem Computer beschäftigen soll (Foren, Tagebücher,…) aber auf der anderen Seite gibt es von RunnersWorld ein Trainingstagebuch mit dem Namen "Traininglog". Oder gilt die Ausnahme eben nur für Produkte von Runners World selbst?  Der Tipp für Läufer in dem Buch von Runnersworld hat schon seine Berechtigung. Jeder Mensch hat die gleichen 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Je mehr wir Läufer vor dem PC sitzen desto weniger Zeit haben wir für das aktive und passive Training. Man sollte nicht nur die fehlende Zeit für das Lauftraining, Schwimmtraining, Radfahrtraining, etc. sehen sondern auch die fehlende Regenerationszeit, die dem Körper fehlt. Ich selbst bin gestern etwas länger vor Facebook gesessen und habe heute nicht die gleiche Qualität im Lauftraining gespürt wie in den Tagen zuvor wo ich mehr ausgeschlafen war. Mir ist meine Zeit nicht wert vor den Trainingstagebücher zu sitzen.

  • Datenschutz
    In den letzten Wochen kamen Google und Facebook in die Schlagzeilen mit dem Thema Datenschutz. Wenn man eine Traingstagebuch-Software runterlädt braucht man hier keine Bedenken haben. Aber wenn man jedoch ein online Tagebuch nutzt sollte man sich schon so seine Gedanken machen. Alle deine Trainingsdaten werden auf einem fremden Server gespeichert und liegen dort herum. Weißt du was zum Beispiel Lauftagebuch.de oder Runninglife.de mit deinen Trainingsdaten machen? Derzeit ist es sehr beliebt, dass man Daten von Usern verkauft. Nehmen wir mal folgendes Beispiel: Du trägst jeden Tag folgende Daten ein: Distanz der Strecke, Schuhe für den Wettkampf und das Training und wann du diese gekauft hast, Belastungsstufen von deinem Laktattest, deine geplanten Wettkämpfe, etc. etc. Nun könnte ein Anbieter der Trainingstagebücher hergehen und folgendes tun: Er schließ eine Kooperation (Werbevertrag) mit einem Laufschuh-Anbieter und kann dieser Firma genau schon im vorhinein sagen wann denn Läufer neue Schuhe brauchen. Aber auch könnten andere Werbepartner gewonnen werden damit man sagen kann wann ein Schwimmer eine neue Schwimmhaube, Radfahrer ein neues Rad,… brauchen. Vielleicht klingt das ganze etwas nach "Weltuntergangstheorie" von mir. Aber als E-Business Manager weiß ich leider genug schlechte Beispiele wie mit den Daten von Kunden derzeit umgegangen wird. Diese Art der Werbung kann sehr subtil sein und erfolgt nicht immer per Newsletter. Du solltest das auf jeden Fall wissen und dazu JA sagen aus vollstem Herzen. Denn mit der Nutzung des Online Portals für dein Sporttagebuch akzeptierst du vielleicht auch die Weitergabe der Daten an divese Hersteller wie Anbieter von Laufschuhen, Laufbrillen, Laufhosen, Laufshirts, Schwimmhauben, Rennräder, Schweißbänder, Tennisschläger,…
  • Communitygedanke
    Es klang am Anfang wirklich sehr verlockend für mich, dass ich als Mitglied in einem Online Trainingstagebuch auch gleich Mitglied einer großen Community von Sportlern (wie Radfahrer, Triathleten, Schwimmer, Läufer, Nordic Walker,..) bin. Jeder Mensch hat den Wunsch zu einer großen Familie zu gehören und genau hier setzen dann auch die Trainingstagebücher im Internet an. Es ist bestimmt nicht (immer) mit einem Hintergedanken verbunden, aber es hat schon ein Ziel. Der Läufer soll an dieses oder jenes Portal gebunden werden und dann so viele Freunde kennen, dass er auch sein Trainingstagebuch Tag für Tag weiterführt. Und ein Ausstieg aus dem Lauftagebuch würde dann schon schmerzhaft sein. Ich selbst mag auch gerne Communities und bin ja selbst bei Facebook dabei. Aber ich brauche keine Laufcommunity um ein Trainingstagebuch führen zu können. Für mich ist es auch ein Stück Stress, wenn ich Mitglied von einem online Tagebuch wäre. Denn irgendwie fühle ich mich dann auch verpflichtet, dass ich mit den anderen Läufen in Kontakt trete und vor allem meine Daten sauber warte. Und ich selbst mag es nicht so gerne, wenn ich in meiner Freizeit dann am Abend solche Verpflichtungen habe. Mir ist es wichtig, dass ich mein Training durchziehe, aber nicht die Sache mit dem Computer.

  • Datensicherung
    Gut, jetzt würde ich dann jeden Tag meine Trainingsdaten (auch Gewicht, Bauchumfang, Ausgangspuls, Ruhepuls,…) eingeben. Aber wie schaut es dann in 5 Jahren oder in 10 Jahren mit meinen alten Trainingsdaten aus? Habe ich dann überhaupt noch Zugriff auf meine Statistiken und Analysen der Trainings und Wettkämpfe der letzen Jahre? Na klar wirst du dir jetzt sagen. Aber so klar ist das gar nicht. Denn kein Trainingstagebuch der Welt kann dir versichern ob es diesen Service dann noch in 5 Jahren gibt. Natürlich werden die Lauftagebücher auch keine Unruhe reinbringen und auf deren Startseite schreiben: "Bitte geben Sie alle Trainingsdaten ein für die nächsten 12 Monate, denn danach gibt es diesen Service nicht mehr." Darum hat sich für mich dann auch die Frage gestellt wie ich denn nun meine Trainingsaufzeichnungen komfortabel und schnell exportieren kann? Da die Plattformen ja allesamt (großteils) online betrieben werden habe ich durch einen Excel Export aber nicht die gleiche Darstellung wie auf der Trainingstagebuch selbst. Und dann ist natürlich die Frage ob ich dann damit zufrieden bin. Aber auf jeden Fall würd ich von Trainingstagebüchern abraten, die keinen Datenexport bieten. Denn hier sitzt du dann voll in der Klemme, wenn es diesen Anbieter nicht mehr gibt. Das Thema Datensicherung ist für mich nach dem Zeitaufwand das nächste große Argument warum ich einfach kein Online Lauftagebuch nutzen möchte.

  • Motivation
    Ich habe jetzt mal überlegt warum einige Läufer, Triathleten, Schwimmer, Radfahrer, etc. ein Trainingstagebuch führen könnten. In diversen Laufforen ist zu lesen, dass es um die Motivation geht. Der Athlet erwartet sich durch die Auswertung und die Aufzeichnung der Trainingsdaten, dass die Trainingsmotivation länger aufrecht erhalten bleibt. Diese Argument kannte ich eigentlich gar nicht bevor ich es gelesen habe und sehe das auch sehr kritisch. Ich bin der Meinung, dass ein online Trainingstagebuch nicht für meine Motivation sorgen kann. Also wenn ich (Willi) nur oder großteils nur durch mein Online Trainingstagebuch motiviert bleibe und weiterhin laufen gehe, dann würde ich mir meinen Laufsport nochmal genau überlegen. Denn wie sollte ich dann einen Ultralauf oder einen Marathon laufen, wenn ich schon ein Online System brauche, das mich motiviert. Diese Art der Motivation wird nicht lange anhalten und ist gleich wie bei den Hometrainer-Kunden, die dann nach einiger Zeit den Hometrainer nur mehr dazu benutzen um das Gewand darauf aufzuhängen. Für mich gibt  es ganz andere Faktoren, die mich motivieren auch bei minus 16 Grad um 5 Uhr in der Früh bei Nebel und Wind laufen zu gehen. Aber auf keinen Fall ein online Tagebuch.

  • IPhone
    Es gibt ja auch schon Trainingstagebücher für das Iphone. Eines der wenigen Apps die kostenlos sind ist Pacemaker. Dann gibt es auch noch The Athlete’s Diary, iFitness, Swimm-Bike-Run. Wenn man GPS und Iphone verbinden möchte, dann ist man mit der App RunKeeper, die kostenlos ist gut bedient. Trailguru ist auch gerade bei den Triathleten Apps beliebt. Und dann wäre noch GPSies. Die Features bei den Apps hören sich ja verlockend an. Die gelaufenen Wege und Zeiten vergleichen, Fotos von der Strecke direkt mit dem IPhone aufnehmen und in der Community online stellen, Statistiken für Tag/Woche/Monat/Jahr, Intervalltrainings mit Splitzeiten aufzeichnen, Zeitvorgaben mit km/min Schnitt, Umrechnung in Meilen für internationale Wettkämpfe und dann noch Wettervorhersagen und Regenwahrscheinlichkeit. Aber warum nutze ich dann als Iphone-Freak diese (teils kostenlosen) Apps nicht? Ich möchte mein IPhone nicht beim Laufen mitnehmen. Denn es ist mir zu klobig und zu schwer. Ich möchte beim Laufen alleine sein und nicht noch Gewicht, das ich eigentlich nicht brauche, mitschleppen. Zukünftig werde ich bei meinen Nachtläufen im Wald aber ein mobiles Endgerät mitnehmen. Denn mir geht es da um die Sicherheit und wenn eben etwas passiert. Aber hier werde ich auch nicht mein Iphone mitnehmen sondern ein kleineres Handy. Ich habe mal im ersten Halbmarathon überlegt meine gekaufte App zum stoppen und Aufzeichnen der Rundenzeiten einzusetzen. Aber spätestens als ich vor dem Lauf meine Bauchtasche montierte merkte ich, dass jedes Gramm mehr mich einfach stört und dann beim Laufen behindert.

  • Streckenanzeige Google Map
    Für viele ist der große Clou, dass man seine gelaufenen oder gefahrenen Strecken aufzeichnen und danach eben am PC ansehen und analysieren kann. Da sieht man dann genau in der Google Map wo man trainiert hat und wie eben der Streckenverlauf war. Diese Aufzeichnungen sind recht ansehnlich, aber dennoch brauche ich das nicht. Ich habe gewisse Laufstrecken, die sich nicht großartig unterscheiden. Warum sollte ich dann meine Daten per GPS aufzeichnen und danach auswerten? Für mich ist es nicht interessant ob ich nun 20 cm weiter links oder rechts gelaufen bin. Bei mir wäre der GPS Routenverlauf relativ unspannend, denn meine Laufstrecken sind großteils ähnlich und dann wäre es nicht wirklich interessant, dass dann auch noch online zu betrachten. Vielleicht macht es mehr Sinn, wenn man die Laufstrecken öfters wechselt oder eben ein Trailrunner ist wo man dann genau sieht durch welche Wälder und Bäume man geflitzt ist. Der Arbeitsaufwand steht für mich in keinem Verhältnis zu dem geringen Nutzen, den ich dadurch haben würde. Wenn ich jedoch mehre im Gebirge unterwegs wäre oder mehr Vielfalt aufgrund der Laufstrecken hätte, dann würde ich das eventuell nutzen und interessant finden.

  • Statistiken und Analysen
    Der Hauptgrund für viele ein Online Trainingstagebuch zu führen ist wohl, dass man aufgrund der detaillierten Statistiken gute Auswertungen machen kann. Man kann dann genau sehen mit welchem km/h Schnitt man läuft. Oder man kann schauen wieviele Kilometer neue Laufschuhe halten und wann man voraussichtlich wieder neue braucht. Auch kann man eventuell sogar Regenerationsphasen und Trainingsreize ablesen. Ich selbst bin davon dennoch nicht ganz überzeugt. Aus meiner Sicht braucht man als Läufer eigentlich nicht viele Werte, die für das Training wichtig sind. Ich bin ein Sporlter und kein Statistiker. Was mache ich denn dann mit den Trainingswerten? Was bedeutet das dann für die anstehenden Trainings? Ich selbst wüsste nicht was ich dann ändern soll, wenn ich merke, dass mein km/h Schnitt gestern langsamer war als heute? Denn es gibt ja noch wesentlich mehr Faktoren, die das Training beeinflussen. Da ist auch die körperliche Verfassung, das Sreckenprofil, das Wetter, der Boden, die Laufschuhe… ausschlaggebend. Ich sehe mich als Sportler, der das Training durchführt.

  • Einsteiger und Profis
    In manchen Blogs wird ja davon geschrieben, dass ein ambitionierter Läufer (Sportler) oder eben ein Profi unbedingt ein online Tagebuch braucht. . Ich sehe das gerade umgekehrt. Denn als ich noch ein Laufanfänger war habe ich gerne mit Statistiken und Diagrammen herumgespielt. Denn damals war der Trainingsumfang nicht so hoch wie heute und ich hatte für "diese Spielereien" wesentlich mehr Zeit. Jetzt wo ich mit einem Leistungsumfang von 6,5 Stunden pro Woche (Tendenz steigernd) trainiere habe ich für diese Dinge keine Zeit mehr. Jetzt müsste ich ja eigentlich als Einsteiger und Anfänger gelten… Einsteiger oder Profi – es gibt keinen Typ, der das online Tagebuch haben muss. Es ist Geschmackssache und das bleibt es. Auch top Athleten können ohne einem online Trainingstagebuch ihre Leistungen voll erbringen und dabei erfolgreich sein. Das sollte man unbedingt wissen, denn sonst fühlt man sich ja fast verpflichtet ein Lauftagebuch zu führen. Es sind oftmals auch die Argumente der Anbieter selbst, die eben wollen, dass die Läufer dort ihre Daten eingeben.

  • Handschriftlich am Besten
    Jetzt habe ich erklärt was denn aus meiner Sicht die Argumente gegen ein Online Trainingstagebuch sind. Aber wie arbeite ich denn nun? Ich habe meinen Trainingsplan als word Dokument  den ich Woche für Woche bekomme. Den nutze ich gleich für meine Trainingsaufzeichnungen. Da gibt es dann fast jeden Tag eine Zeile für den Ausganspuls zum Eintragen. Den Trainingsplan für jede Woche drucke ich mir aus und hänge ich mir an meine Pinnwand zu Hause. Dort trage ich dann meine Hakerl für erledigte Trainings ein. Wenn ich eine ganz wichtige Mitteilung habe, die ich dann dort verewigt haben möchte schreibe ich die drauf. Das war vor einigen Tagen als ich einen Muskelkater bekam. Da habe ich mir eingetragen wann der begonnen hat und wann der Muskelkater wieder weg war. Für mich ist das die zeitsparendste Möglichkeit Überblick über mein Lauftraining zu erhalten. Nach einer erfolgreichen Laufwoche nehme ich den Trainingsplan runter und ordne diesen in meine Trainingsmappe ein. So habe ich auf einen Blick alle meine wichtigen Werte zusammen und brauche auch keinen PC fast dazu. Ich brauche auch nicht einmal eine Datensicherung. Gut, meine Aufzeichnungen sind nicht ganz handschriftlich, da ich ja die meisten Daten direkt im Word-Dokument eingetragen habe und nur Ergänzungen mit der Hand dazuschreibe. Aber wichtig ist mir, dass ich die Ergänzungen nicht mit dem Computer schreibe, denn das wäre mir zu umständlich. Ich komme mit dieser Art des Trainingstagebuchs sehr gut zu recht.

  • Top Lauftagebücher
    Für die Fans unter euch, die ein Trainingstagebuch nutzen wollen möchte ich hier die top Anbieter anführen, die ich aus dem Bericht von LaufHannes.de entnommen habe. Dort ist sehr übersichtlich und schön angeführt wer die top Lauftagebücher sind: SportTracks wird als Luxusprogramm bezeichnet. Das Trainingsprogramm ist kostenlos und hat jede Menge an Funktionen zu bieten. Der größte Vorteil ist, dass man Trainingsdaten von der GPS Uhr (Garmin, Polar) übernehmen und eben importieren kann. Diese Software wird meist anstatt der hauseigenen Garmin Software verwendet, da diese fehleranfällig ist. Dann hätten wir noch trainingstagebuch.org im Angebot für die besten Trainingstagebücher. Der Name hört sich ja gut an und man kann auch von GPS Laufuhren die Daten importieren. Es besticht durch seine Ausführlichkeit und dadurch, dass man die Trainingsdaten für Freunde und Bekannte öffentlich machen kann. Ganz am Anfang meiner Laufkarriere habe ich da meine Daten eingetragen und wollte, dass man Freund immer das kontrolliert damit ich motiviert bleibe. Aber diese Motivation hat nicht lange angedauert. RunnersWorld hat dann noch ein Trainingstagebuch. Dies ist geeigneet für den Laufeinsteiger da es nicht so ausführlich ist. Der Vorteil liegt aber vielleicht genau in der Einfachheit, denn bei anderen Sporttagebüchern kann einen die Datenmenge schon einmal erschlagen – gerade als Laufanfänger. Dann gibt es noch lauftagebuch.de wo der Name natürlich Programm ist. Für das Design wurde aber anscheinend nicht viel Geld ausgegeben, denn das ist nicht gerade ansprechend. Wichtige Daten kann man eingeben (auch Laufschuh) und dann per Export als Text-Datei ausgeben. Ich hatte auch dieses Trainingstagebuch am Anfang genutzt, aber begeistert hat es mich nicht. Dann kommen wir zu einer Software, die Rosesoft Lauftagebuch heißt. Das ist kein online Trainingstagebuch sonder eben eine Software. Viele Auswertungsmöglichkeiten sind in diesem Trainingsprogramm enthalten. Man kann aber keine Daten von GPS Uhren importieren und das Design ist solala. Der Vollständigkeit halber möchte ich hier in der Auflistung auch das Excel-Lauftagebuch von Uli Sauer erwähnen. Dazu kommen wir jedoch etwas weiter unten.

  • Software vs Online Tagebuch
    Grundsätzlich sollte man sich als Sportbegeisterer Mensch entscheiden ob man das Trainingstagebuch per Software oder online nutzen möchte, wenn man das schon tun will. Ich würde hier auf jeden Fall die Software Version empfehlen, da hier die Daten dann nur auf meinem Rechner liegen und nicht auf einem fremden Server. Außerdem sollte man auch bedenken, dass das Internet ausfallen kann. Wenn man gerade die Trainingsdaten ausführlich eingegeben hat und dann speichern möchte ist alles weg. Das wäre mehr als ärgerlich. Die Trainingstagebuch Sofware hat noch einen Vorteil, dass man nicht das Kabel für das ADSL legen muss. Bei mir zu Hause muss ich immer erst den ADSL Router aufdrehen und das LAN-Kabel anstecken und verlegen, das wir kein WLAN wollen. Wenn ich dann noch die Zeit für das Aufdrehen vom PC messe ist für mich der Zeitaufwand viel zu groß. Natürlich hat aber auch jedes online Trainingstagebuch seine Vorteile gegenüber einer Software. Bei Geschäftsreisende kann es sein, dass man den PC nicht immer mit hat und seine Daten dann nur online eingeben möchte von jedem Internet-Cafe der Welt. Hier wäre natürlich der Vorteil bei der online Versioin wesentlich größer.

  • Excel Tagebuch beeindruckt
    Nun möchte ich kurz eine Trainingstagebuch-Software vorstellen, die viele Läufer einfach lieben. Es ist das Excel Trainingstagebuch von Uli Sauer.  Hier gibt es gleich zum Einstieg die grobe Unterteilung in Laufen und Radfahren. Man kann beide Daten eintragen und getrennt auswerten. Es gibt wohl kaum ein zweites Lauftagebuch das so ausführlich ist wie das von Uli Sauer. Hier wurden seit Jahren viele Erfahrungen und Anregungen von Läufern reingesteckt und die jetzige Version braucht sich vor keinem Lauftagebuch verstecken. Man kann das ohnehin ausführliche Trainingstagebuch mit einer kleinen Excel Datei erweitern. Der kostenlose Download nennt sich Zeittabellen und sorgt dafür, dass man die Durchschnittszeiten errechnen kann und Zeittabellen erstellen kann. Die vielen positiven Rückmeldungen von Sportlern (nicht nur Läufer, sondern auch Radfahrer) sind einfach überzeugend und sorgen für viel Spaß bei Personen, die gerne ihr Lauftraining oder Radtraining elektronisch aufzeichnen wollen. Ich finde gut daran, dass es eben ein Exel ist. Denn mit Excel kann heutzutage fast jeder umgehen und diese Datei könnte man einfach weitermailen und hat man großteils schon installiert und braucht kein extra Programm zu kaufen. So wie ich gesehen habe werden Anregungen, die man auch jetzt noch mailt eingearbeitet, wenn diese eine Aufwertung des Trainingstagebuchs darstellen. Aber diese Version braucht eigentlich keine Ergänzungen mehr.

  • Online Tagebuch doch?
    Ganz am Schluss stellt sich für mich noch die Frage ob ich niemals ein online Tagebuch nutzen werde. Das kann ich nicht ausschließen aber auch nicht bejahen. Denn es könnte ja sein, dass sich meine Bedürfnisse ändern und ich dann eine genauere Aufzeichnung der Trainingsdaten brauche.  Vielleicht würde sich das ganze auch ändern, wenn ich mein Training mit einer GPS Pulsuhr kontrolliere, aber auch das ist ja derzeit nicht notwendig bei mir. Ich bin zufrieden und bin gespannt auf meine Weiterentwicklung, die ich morgen bei der ersten Leistungsdiagnostik erfahren werde.

 

Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass jeder Läufer seine Vorlieben und Eigenheiten hat. Es gibt kein richtig und falsch. Es ist nicht richtig oder falsch, wenn du seit Jahren ein online Trainingstagebuch nutzt. Es ist wichtig ,dass man herausfindet was zu meiner persönlichen Situation passt und was eben nicht passt. Man muss auch den Mut haben gegen den Strom zu schwimmen. Das bedeutet gerad für mich, wenn mir auch hunderte Läufer empfehlen, dass ich dieses oder jenes machen soll werde ich es nicht tun, wenn ich nicht davon überzeugt bin und es eben nicht zu meinem Lebensstil passt.

Frage an dich: Hast du ein Trainingstagebuch? Welches und warum nutzt du das Trainingstagebuch? Warum nutzt du kein Trainingstagebuch?

Lg

RunningWilli

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25 Antworten auf Nein, ich möchte kein Online Trainingstagebuch…

  1. Soulrunner sagt:

    Ich nutze nur 1-2-sports kurz wenn ich am Tag online bin.
    Ansonsten habe ich ein kleines Büchlein wo ich seit Jahren meine Trainingsienheiten nur mit Datum/Umfang/Höhenmeter eintrage. Zeit spielt schon da keine Rolle mehr für mich und schon garnicht die Durchschnittswerte beim Puls etc.
    Alles ganz simpel gehalten.
    Ich habe auch seit Jahren keine Trainingspläne mehr.
    Aber meine Einstellung dazu kennst ja jetzt sicher schon. :-)

    Geiler Artikel übrigens und ich muß sagen sie sind soooo lang das ich teilweise nur überfliege weil na ja die liebe ZEIT, du kennst das ja! :-)

    LG
    Marco

  2. Bernd sagt:

    Das Dir die Zeit zum Eingeben Deiner Trainingsdaten in ein Online-Tagebuch fehlt, das kann ich gut verstehen. Neben dem Beruf 6 Kinder, dann Laufen unter einen Hut zu bringen ist eine große Leistung. Dazu kommen ja noch Deine Blogbeiträge die es in ihrer Ausführlichkeit mit Artikeln in (Fach-)Zeitschriften oder sogar Buchkapiteln schon aufnehmen können. Die zu schreiben kostet sicher eine Menge Zeit. :-)

    Ich nutze derzeit 1-2-sports, aber ohne Angaben zu Ausrüstung. Außerdem für das Radfahren eine einfache Tabelle die wie ein Fahrtenbuch aussieht.

  3. Raketenfrau sagt:

    Als ich vor 2 Jahren anfing mit dem Laufen, habe ich mich bei einer Community (www.jogmap.de) angemeldet. Neben der Möglichkeit, dort seine Läufe eintragen und auswerten zu können, war mir der Erfahrungsaustausch in den Foren am Wichtigsten.

    Nach einigen Monaten legte ich mir einen Garmin Forerunner zu und benutze seit dem SportTracks als Tagebuch-Software. Ich muss also “nur” den Rechner anmachen (mach ich eh fast täglich, da ich ja auch blogge etc.), meine Uhr “anklemmen” und den Lauf importieren. Mittlerweile kann ich dann mit einem weiteren Klick diesen Lauf auch nach jogmap senden… Im Prinzip müsste ich das aber nicht mehr.

    Mit SportTracks kann habe ich unendlich viele Analysemöglichkeiten, was ich -- für mich persönlich -- sehr spannend finde. Ich möchte oft Läufe mit ähnlichen Läufen vergleichen oder auch die Entwicklung meiner Herzfrequenz bei bestimmten Trainingseinheiten beobachten.

    Sicher kann man das auch mit Papier und Stift erledigen, aber da ich nun mal diese GPS-Uhr habe und ich auch sonst gern Dinge am PC ausprobiere (bin Programmiererin), ist das für mich die 1. Wahl.

    Grüße,
    die Raketenfrau

  4. Nils sagt:

    Super Artikel. Endlich mal jemand der sich mit dem Thema auseinander setzt.

    Als Entwickler und Betreiber von Trainingstagebuch.org möchte ich kurz auf ein paar Punkte (nicht alle) eingehen, warum ich u.a. 2006 selber mit der Entwicklung von Trainingstagebuch.org begonnen habe.

    Dich werde ich wohl nicht mehr überzeugen können, aber vielleicht ein paar andere Leser.

    Warum Online?
    Ich möchte anderen meine Trainingsdaten einfach zugänglich machen. Das geht super mit einem Online-Trainingstagebuch. Bei Trainingstagebuch.org bist du nach der Anmeldung übrigens „Privat“ und keiner kann deine Daten einsehen.

    Zeitaufwand
    Wenn du Web-basierte Software nutzt musst du dich um nichts kümmern. Du kannst dich einfach auf deinen Sport und deine Ziele konzentrieren. Wir kümmern uns um die Sicherheit, Verfügbarkeit, Backups, Upgrades und den ganzen „Computerkram“. Du kannst in Ruhe trainieren und die Natur genießen, wir machen den Rest.

    Datensicherung
    Mit herkömmlicher Software, speicherst du deine Daten auf deinem Laptops, USB-Laufwerke, oder tragbarer Festplatte. Es ist nicht so sicher, wie es sich anhört. Laptops werden gestohlen, Computer nur selten gesichert, und es ist unwahrscheinlich dass du die Zeit hast deine ganze Software auf dem neuesten Stand zu halten. Wenn du unser Web-basiertes Online-Trainingsportal benutzt, werden deine Daten täglich gesichert und die Software wird automatisch immer aktualisiert. Im Hintergrund arbeiten leistungsstarke Enterprise Server in einem Hochsicherheitsrechenzentrum für dich!

    Ich bin selber Sportler und verwende meine Software selber jeden Tag. Ich speichere alle meine sensiblen, vertraulichen Daten auf den gleichen Servern.

    Wir bieten natürlich auch einen Export deiner Daten an, was leider nicht alle Mitbewerber bieten.

    Datenschutz
    Datenschutz ist mir privat sehr wichtig, deshalb steht auch folgendes in der Datenschutzbestimmung:
    “In keinem Fall wird Trainingstagebuch.org Ihre personenbezogenen Daten zu Werbe- oder Marketingzwecken Dritten zur Kenntnis geben oder diese sonst wie an Dritte weitergeben.”

    Du kannst Trainingstagebuch.org auch anonym nutzen. Ich will z.B. nicht deinen Namen oder Adresse wissen.

    Wie gesagt, nur ein paar Punkt… Als Entwickler und Betreiber stehe ich natürlich 100%tig hinter meinem Produkt und kenne keinen Grund gegen ein Online-Trainingstagebuch oder gar gegen die Dokumentation des Trainingsforschrittes :-)

    Viele Grüße
    Nils

    P.S.: Und ja – ich brauche weniger als 1min für die Dokumentation. Mein Mac ist (fast) immer an. Garmin Edge angeschlossen und TCX-Datei einfach in den Trainingstagebuch-Uploader gezogen – Fertig :-) Und so was kommt dabei raus: http://trainingstagebuch.org/file/chart/329232 Das mach mal handschriftlich ;-)

    Mit der Vorlagen-Funktion knackst du sicher auch die Zeit noch.

  5. Eddy sagt:

    Ich plane (auch aus beruflichen Gründen), die diversen Online-Tagebücher demnächst mal gegenüber zu stellen, miteinander zu vergleichen und zu bewerten. Da hab ich Deinen Beitrag natürlich mit Interesse gelesen!

    Die anderen haben es zwar schon gesagt, aber ich muss es auch noch einmal wiederholen: mit diversen Programmen ist der Zeitaufwand für die Pflege eines Trainings-Logbuches beinahe nicht zu messen. Und es muss auch nicht regelmäßig gepflegt werden, wenn man z.B. einen Forerunner nutzt. Das Gerät speichert die Daten so lange, bis er das nächste mal an den PC angeklemmt wird. Wann auch immer…

    Und nun mal Hand aufs Herz: sag uns doch mal, wie lange Du am Laptop sitzt, bis einer Deiner Marathon-Blogbeiträge fertiggestellt ist… Versteh mich dabei aber bitte nicht falsch: die Beiträge sind wirklich super zu lesen und sehr gut recherchiert. Wirklich eine Spitzenleistung, die man nur selten findet!

  6. Chris sagt:

    alle paar Tage schliesse ich die Forerunner 405 an den Rechner an und Garmin Connect zieht isch automatisch die Trainingsdaten. Aufwand? Fast gleich null, dafür hübsche Bildchen.

  7. RunningWilli sagt:

    @Soulrunner: Das mit dem Büchlein kann ich gut nachvollziehen. Ich dachte mir schon, dass die Zeit für dich kein Thema ist, denn du läufst ja für die Seele. Wie oft trainierst du eigentlich und analysierst du dein Training auf irgendeine Art und Weise? Deine Einstellung kenne ich! :-) Danke für dein Lob wegen den Artikeln. Genau das passt so. Wenn dich ein Artikel voll interessiert wirst du ihn lesen. Ansonsten bleibt ja beim Drüberfliegen auch schon viel hängen. Das mit der Zeit kommt mir bekannt vor :-)

    @Bernd: Danke für dein Lob wie ich das alles unter einen Hut bringe. Dein Lob betreffend meiner Beiträge hat mich echt gefreut und bestärkt mich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ja, das schreiben kostet genug Zeit. Aber es ist meine Leidenschaft und ich möchte eben nicht “irgendwelche” Artikel schreiben sondern welche, die ihr alle gerne lest. Warum nutzt du 1-2-3 nicht für das Radfahren?

    @Raketenfrau: Danke für deine Erfahrungen. Was ist der große Unterschied von jogmap zu 1-2-3? Mich hat gewundert, dass du nun trotz Garmin FR auch zusätzlich die Daten noch in jogmap einspielst. Was machst du dann mit den Erkenntnissen aus der Auswertung? Stellst du dann das Training um? Danke für deine Erfahrungen.

    @Nils: Wie bist du denn so schnell auf meinen Blog und diesen Eintrag gekommen? Danke für dein Lob obwohl er ja nicht ganz das aussagt was du eigentlich dir wünschen würdest. ;-) Mich kannst du wohl nicht mehr überzeugen, aber Leser eventuell schon noch, wenn nicht eh schon die meisten Leser mit einem Trainingstagebuch arbeiten. Danke für deine informativen und gut nachvollziehbaren Zeilen. Ich denke aber nicht, dass man so schnell und einfach mein Standardtraining eingeben kann. Ich selbst laufe zum Beispiel 20′ Hf 115-120, 20′ Hf 120-125 und dann noch Hf 125-130. Bei Intervalleinheiten kommen dann noch 3 Einheiten dazu. Wie soll man denn das eigeben bwz. automatisch gleich von der Pulsuhr übernehmen können? Die Frage ist immer was man dann mit den Daten macht. Was bringt es mir, wenn ich weiß ich habe mich vor 1 Jahr gut gefühlt? Es kommt doch nun darauf an, dass man im Training etwas ändert. Und genau hier muss man eigentlich mit einem kompetenten Trainer arbeiten, denn alleine kann man das Training bestimmt nicht umstellen. Und diese Vorlage geht auch mit meinen Intervalleinheiten? Danke für deine netten Zeilen. Du hörst dich auf jeden Fall sehr sympathisch an. Wenn ich mir das mal anders überlegen sollte, dann werde ich das bei dir ausprobieren. Wobei ich habe ja noch einen alten Account bei dir. :-)

    @Eddy: Das passt ja gut zusammen. Wenn du deinen Bericht fertig hast stelle hier bitte dann den Link rein, damit wir den alle lesen können. Das mit den Marathonbeiträgen ist so eine Sache. Ich sitze cirka 4-5 Stunden pro Beitrag. :-) Ich habe dich schon gut verstanden und danke dir für das Lob. Solche Zeilen sind immer sehr aufbauend -- DANKE!

    @Chris: Mit welcher Software oder Online Portal arbeitest du?

    Lg und danke an euch alle

    RunningWilli

  8. cecile sagt:

    Früher habe ich alle Daten von meiner Garminuhr auf dem PC übertragen. Da muss man nix machen. Einfach, unkompliziert. War auch ganz neu! Jetzt gebrauche ich nur die Garmin, wenn ich die Strecke nicht kenne, sonst eher selten.
    Kennst du 3stepsup. Ist eine Homepage für Triathleten, wo man sein Trainingsplan kostenlos führen kann. Ist ganz nett gemacht. Bin aber meisten abends zu faul, mich nochmal am PC zu setzen. Ich habe sowieso selten einen Trainingsplan mehr als 2 Monaten geführt…
    Zur Zeit für die Mitteldistanz führe ich mal wieder ein Tagebuch, hilf mir das Trainingspensum zu überblicken und zu planen. Da kommen zu vielen Einheiten auf einander. Ich habe eine Tabelle und schreibe per Hand die Daten. 3Sek. Aufwand! Reicht ja!

  9. Gerd sagt:

    Also mir ist schon klar warum Du keine Zeit für ein Trainingstagebuch hast.
    Dein Blogbeiträge sind ja so ausführlich, da bleibt definitiv keine Zeit! ;-)
    Ich bin ein Fan von Statistiken und Datensammlungen. Das ist ein Hobby von mir und entsprechend wird es gemeinsam mit meinem Sport ordentlich gepflegt. Aber man muss schon einen außergewöhnlichen Bezug zu Tabellen und Grafiken haben um es so ausführlich zu machen wie ich. Ansonsten sollte man die Zeit wirklich zum Laufen verwenden.
    Oder zum Bloggen. ;-)

  10. Raketenfrau sagt:

    Was der Unterschied zwischen 1-2-3 zu jogmap ist, kann ich dir leider nicht sagen, da ich 1-2-3 nicht kenne.

    Dass ich die Daten trotz SportTracks jetzt noch nach jogmap übertrage, liegt eigentlich nur daran, dass ich mit jogmap begann, ein Online-Trainingstagebuch zu führen -- noch bevor ich eine Garmin Uhr hatte. Dort sind also wirklich ALLE meine Läufe gespeichert; die Daten liegen auf einem Server, d.h. ich kann mich von überall einloggen und mal eben meine Laufdaten einsehen, wohingegen meine mit SportTracks analysierten Daten ja nur zu Hause auf dem Rechner verweilen.

    Generell schaue ich mir bei längeren Läufen die einzelnen Kilometer-Zwischenzeiten an und/oder die Herzfrequenz. Ich vergleiche dann mit ähnlichen Läufen, um festzustellen, ob ich mich verbessere (also z.B.: Kann ich mittlerweile schneller laufen bei gleichbleibender Herzfrequenz?). Mache ich Intervalltraining, dann nutze ich die Garmin-Trainingsfunktion und kann dann m.H. von SportTracks die einzelnen Intervalle besser auswerten. Und letztlich will ich natürlich auch Vergleiche mit Vormonaten, Vorwochen etc. anstellen.

  11. Heidi sagt:

    Ich gebe zu -- in der Zeit, in der ich einen Artikel der vorliegenden Länge schreibe, habe ich online meine Daten vom letzten halben Jahr eingegeben -- bei 5x/Woche Training. Dauert bei 1-2-sports ungefähr 1 Minute.
    Trotzdem ein interessanter Artikel, jedoch habe ich den Schluss aus Zeitgründen nur noch überflogen ;-)

  12. Laufhannes sagt:

    Mein lieber Willi, wenn ich ehrlich bin, habe ich Schwierigkeiten, bei deinen langen Beiträgen durchzuhalten.

    Grundsätzlich ist es bei den Lauftagebüchern sicher wie bei allen anderen Online-Diensten: Manche nutzen alles online, andere halten sich dabei raus. -- Jeder wie er will?

    Den Community-Gedanken finde ich dabei nett, wobei ich inzwischen genügend “Lauf-Community” habe, in der ich mich bewege. Von daher bleibe ich bei meinem privaten Lauftagebuch. Zwar auch webbasiert, aber selbst entwickelt und ohne andere dabei. Wie jeder einzelne letztlich seine Läufe auflistet -- da findet sicher jeder seine eigene Methode.

  13. RunningWilli sagt:

    @Cecile: Ich glaube nicht, dass ich meine individuellen Intervalleinheiten von der Garmin auf den PC übertragen kann. Bin auch zu faul mich wegen dem Training an den PC zu setzen. Trainingstagebuch habe ich ja auch handschriftlich -- und das reicht doch.

    @Gerd: Ja, das ist der Grund :-) Ich laufe lieber als dass ich Statistiken mache.

    @Rakentenfrau: Hoffentlich gibt es den Server noch lange sonst hast du deine Daten gehabt ;-) Die genaue Trainingssteuerung selbst durchzuführen halte ich für nicht möglich. Oder besser gesagt kommt es wohl auch auf die Ziele hat an.

    @Heidi: Aber die Eingabe von Intervalleinheiten mit Gehpausen wird dann schon schwieriger sein.

    @Laufhannes: Als Sportler hältst du bestimmt durch :-)

  14. Hallo Willi,

    wow, ein super Artikel.

    Wie du in meinem Artikel sicher gelesen hast, bin ich als Bodybuilder absoluter Fan von Trainingstagebüchern.

    Ob nun Online oder Offline. Beide sind gleichermaßen gewinnbringend und motivierend für den Sportler.

    Ich fühle mittlerweile seit gut 12 Jahren Trainingsbücher und bin mehr als zufrieden damit.

    Der wahre Vorteil liegt darin, dass man sich selbst besser kennen lernt und stehts progressiv bleibt. Es vergeht kein Training in dem ich nicht versuche besser zu sein als beim letzten Mal. Der Mensch ist faul…ich ganz besonders ;-) aber wenn ich mich meiner eigenen Leistung geschlagen geben muss, dann ärgert mich das.

    Letztendlich ist es eine Glaubensfrage und eine Frage der Ziele. Sicher geht es auch ohne…nur mit wenig Disziplin wirds dann irgendwann eng mit der Motivation und schnell hört man auf, wenn man keine Erfolge SIEHT. Und diese sieht man einfach anhand von Zahlen…auch noch nach Jahren.

    Beste Grüße

    Thomas

  15. RunningWilli sagt:

    @Thomas: Danke für dein Lob. Ja, ich habe in deinem Blog gelesen, dass du ein Fan von Trainingstagebüchern bist. Ich denke, dass es ja nicht darum geht ein Tagebuch zu führen sondern vielmehr darum, dass man Lehren aus diesen Aufzeichnungen ziehen kann. Ich selbst habe früher alles aufgeschrieben, aber welche Lehren habe ich daraus gezogen? Keine. Denn ich bin kein Laufcoach und kann demnach auch mein Training nach den Aufzeichnungen nicht anders steuern. Der Kennenlernprozess stimmt auf jeden Fall. Dass du faul bist würde mich jetzt aber stark wundern. Aber wie du schon richtig gesagt hast, jeder Mensch hat einen inneren Schweinehund. Und die top Sportler überwinden denn halt tausend mal öfters als der nicht Sportler. Die Ziele und Erfolge sind wichtig. Ich selbst überwache ja meine Ziele.

    Lg
    RunningWilli

  16. Petra sagt:

    Ich trage meinen Sport bei http://www.Sportics.net ein.

    Ein sehr schönes Online-Tagebuch und ich kann deine Meinung zwar nachvollziehen, aber nicht teilen.
    Ich hab dort die Möglichkeit auch motiviert zu werden, denn das Sportics-Team denkt sich immer wieder neue Spiele aus um ihre Nutzer zum Sport zu motivieren.
    Und da ich zu den Freizeitsportlern gehöre ( die hier wahrscheinlich nicht so angesprochen werden ) ist das für mich einfach ideal.
    Aber auch für Profis ist dort einiges zu holen unter anderem auch die Geräteanbindung verschiedenster Geräte sowie die Möglichkeit jemanden live beim zB laufen oder Rad fahren zu verfolgen ( oder eben auch nicht wenn man es nicht möchte ), man kann auch ein Fitnesstagbuch führen und ich glaube auch Laktatmessungen aufzeichnen.
    Ich fühle mich nicht mehr so alleine.
    Von mir gibt es ein deutliches Pro für ein Online-Tagebuch.
    LG Pedi

  17. RunningWilli sagt:

    Hallo Petra,

    sorry für die späte Antwort. ;-)

    Bei deinen Zeilen spürt man richtig die Motivation die da rüber kommt. Und genau darum sehe ich das Online Tagebuch gut (bei dir). Denn wenn es dich motiviert dann hat es seinen Sinn.

    Etwas nachdenklich haben mich jedoch diese Wörter von dir gemacht: ….Und da ich zu den Freizeitsportlern gehöre ( die hier wahrscheinlich nicht so angesprochen werden ) …. Das tut etwas weh für mich. Denn ich möchte gerade den Laufanfänger eine informative Seite bieten damit die Motivation für das Laufen erhalten bleibt. Schade, dass das Gefühl bei dir nicht so rüberkommt. Anfänglich habe ich die Beiträge eher für die Fortgeschrittenen geschrieben aber seit ein paar Wochen sind diese eher für Anfänger.

    Darum meine Fragen: Was fehlt hier bei Runningwilli? Was wünscht du dir?

    Lg
    Willi

  18. xx-well.com sagt:

    Gerne möchte ich auf das neue Trainingstagebuch von xx-well.com hinweisen: https://training.xx-well.com/tagebuch

    @Willi: Einen kostenlosen Testzugang gibt es gerne von mir.

  19. RunningWilli sagt:

    Hallo,

    was bringt mir das Trainingstagebuch?

    Lg
    Willi

  20. Mario sagt:

    Hallo Willi,

    ich finde, ein Trainingstagebuch ist für einen ambitionierten Sportler einfach Pflicht. Zum einen hiflt es, die eigene Leistungsentwicklung immer im Blick zu behalten und zum anderen kann ich so auch immer wieder bestimmte Trainingsergebnisse mit denen der Vergangenheit zu vergleichen.

    Beispiel: Ich habe mir für den aktuellen Tag einen Tempolauf über 15km mit Herzfrequenzkontrolle vorgenommen. Das angestrebte Tempo soll nicht langsamer als +15Sec. als mein nächstes Halbmarathontempo sein. Derartige Läufe habe ich in meinem derzeitigen Trainingszyklus bereits 4x absolviert. Ich checke mein Trainingstagebuch und sehe, dass meine beste Zeit hier bei 1:… h liegt und dabei eine durchschnittlich HF von 165bpm hatte. Damals lief ich eine Pace von 4:… min/km. Seitdem sind 3 Wochen Training vergangen. Heute möchte ich diese Zeit in jedem Fall unterbieten. Dabei sollte die HF aber möglichst nicht höher als beim letzten Mal liegen. Also werde ich mit einer Pace von 4:… min/km angehen und ab km8 nach Möglichkeit auf 4:… min/km anziehen.

    Diese Recherchen und Planungen kann ich ohne ein vernünftig geführtes Trainingstagebuch doch gar nicht machen. Okay, wenn ich immer nur meine “Runden um den Block” laufe, ohne spezielle Anforderungen und ohne Wettkampfambitionen, dann brauch ich wohl keine Trainingstagebuch. Aber ansonsten finde ich, gehört es dazu.

    Und jetzt mal “Hand aufs Herz” lieber Willi -- Du willst uns doch nicht ernsthaft weis machen wollen, dass Du -- als der “Oberperfektionist” ;-) -- Deine Leistungen nicht irgendwo qittierst, aufschreibst, festhältst! Du leistest Dir einen “Privattrainier” und trainierst nach einem individuell abgestimmten Trainingsplan und dokumentierst Deine Ergebnisse dann nicht!? NEVER! ;-)

    Ich führe meine Trainings- und Wettkampfdokumentationen unter http://www.trainingstagebuch.org .

    Grüße aus Köln
    Mario

  21. RunningWilli sagt:

    Hi Mario,

    am Treffendsten finden ich den “Oberperfektionist”… ;-) Meine einzigen Aufzeichnungen derzeit sind handschriftlich auf den ausgedruckten Trainingsplänen. Und seit ein paar Tagen nutze ich den Adidas MiCoach wo ich aber rein nur die KM aufzeichne.

    Ich bin doch bis jetzt auch gut damit gefahren -- oder gelaufen…. ;-)

    Lg
    Willi

  22. Jürgen sagt:

    Hallo Willi,

    wie konnte ich nur diesen zwar schon etwas älteren, aber für mich sehr wichtigen Beitrag bisher übersehen.
    Als absoluter Fan von Statistiken, Grafiken und Auswertungen kann ich mir ein Training ohne Dokumentation eigentlich nicht vorstellen. Ich bewundere Leute wie ein Freund von mir, der zwar jetzt nicht mehr, aber jahrelang ohne Tacho und ohne Pulsuhr auf dem Rad trainiert hat. Also ich muss gestehen…..ich könnte das nicht. Für mich ist das nicht nur Bestätigung sondern auch ein Stückweit Geschichte für mich. Ich finde es z.B. ab und an sehr interessant in alten Trainingstagebüchern von mir zu lesen wie damals trainiert habe.

    Die Frage Online-Tagebuch hat sich mir bisher nie gestellt…da ich gar nicht wusste dass es sowas gibt. Als alter Excel-Hase mache ich meine ganze Statistik mit selbst erstellten Excel-Statistiken, wo ich mir immer mal wieder auch von anderen Statistiken, wie z.B. jetzt von Uli Sauer Anregungen hole, was man vielleicht auch noch auswerten könnte. Gerade in der vom Uli…..die hat mich so begeistert, dass ich mir ja fast durch den Kopf gehen lasse, von meiner guten alten eigenen Datei abzukommen und auf seine umzuschweifen und diese ggf. noch ein bischen auszubauen……….ABER…….das muss jetzt alles erst ein bischen in mir “reifen”, denn auch die Online-Platform “Trainingstagebuch.org” hat mich auf einen ersten Blick ganz schön überzeugt. Als Besitzer eines Garmin-Forerunners 305 und eventuell bald des Garmin-Edge ist es sehr verlockend hier die Daten einfach reinzuspielen und dann so viele Informationen so schnell parat zu haben. Aktuell nutze ich für den Forerunner die Software “Sporttracks” die aber leider nicht mehr kostenlos erhältlich ist und ich weiß nicht ob ich die neuere Version bezahlen möchte. Eigentlich finde ich die letzte noch als Freeware herausgegebene Version schon sehr gelungen. Die Software von Garmin ist wirklich absoluter Schrott. Als wie eine Firma wie Garmin, die sich auf dem Gebiet von GPS eine solch lumpige Software leistet ist mir unverständlich…..zumal sie sich bei z.B. Sporttracks ja genügend Anschauungsunterricht nehmen könnten, wie man sowas aufbaut.
    Egal. Die Onlineversion würde ich auf jeden Fall auch anonym, also ohne Name, Adresse etc. machen wollen, weil mir Datenschutz auch sehr wichtig ist. Aber genauso wichtig wäre mir, die Daten auch zu mir nach Hause auf meinen Rechner exportieren zu können. Vielleicht würde ich parallel Sporttracks und die Online-Variante benutzen….

    Wo nehme ich die Zeit her…..hm…..also grundsätzlich mal…..ich habe natürlich keine 6 Kinder….ja ich habe gar keine und kann daher Deinen Standpunkt nicht zu viel Zeit in diese Auswerterei zu stecken voll nachvollziehen. Du weißt ja dass ich das von Dir eh absolut bewundernswert finde, wie Du das alles schaffst. Ich glaube ich und 6 Kinder…..das hieße kaum Sport und Gewichtszunahme ohne Ende…..ich könnte das nicht so wie Du……wenn ich dann wohl auch sehr unausgeglichen wäre, aber die Belastung wäre mir zu hoch. Was ich dann vielleicht machen würde…..das wäre eben ohne jede Statistik, vielleicht sogar ohne Pulsuhr einfach so zu laufen um ab-und-zu mal den Kopf frei zu kriegen…….aber richtig trainieren…..das ginge nicht.
    Vom Aufwand der Auswertung……nun….ich sitze abends, wenn meine Frau fernsieht oder früher wie ich ins Bett geht schon gerne mal am PC und “tippe z.B. Kommentare auf Willi´s Seite rein” oder werte eben meine sportlichen Aktivitäten aus, Mache mir Gedanken über Trainingspläne und informiere mich über dies und das zu meinem Sport.
    Da macht es mir dadurch nichts aus da mal länger dranzusitzen, weil ich weder ein Fernsehkucker noch ein früh-ins-Bett-Geher bin.

    Ja, also von mir gibts daher ein eindeutiges “Pro” zur Trainingsdokumentation, die ich bisher mit meinem eigens erstellten Excel-Sheet mache, aber ich bin durch Deinen Beitrag ins Überlegen gekommen, ob ich nicht doch mal die Online-Variante probiere.

    viele Grüße
    Jürgen

  23. Hi Jürgen,

    hast du gewusst, dass Haile niemals ein Trainingstagebuch geführt hat. Nicht am PC und auch nicht auf einem Blatt Papier? Das hat er in einem Interview in der Kronen Zeitung gesagt… ;-)

    Run ON!
    Willi

  24. Jürgen sagt:

    hi Willi,

    …..da hat er aber was verpasst…..grins….Nee…aber so sind wir halt alle unterschiedlich. Mir machts einfach Spaß und mich motiviert es auch ein Stück, aber ich kann alle verstehen, die damit so gar nichts anfangen können.
    Gruß
    Jürgen

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