Leistungsanalyse auf der Laufbahn (Feldtest)

Ich hatte die erste Leistungsanlayse (Laktattest) auf der Laufbahn. Dieser Feldtest hat sehr viel Spaß gemacht. Zumindest bevor ich die 18 km/h für 800 Meter gelaufen bin…. . Ein paar Eindrücke und Infos wie ich diesen ersten Laktattest im Freien erlebt habe.

 

Augen zu und durch hieß es beim ersten Feldtest in meinem Leben

Ungewohnt
Der heutige Feldtest auf der Laufbahn war ungewohnt. Ich hatte zwar schon einige Laktattests hinter mir aber noch nie so einen. So einen? Bis dato hatte ich alle meine Leistungstest immer auf dem Laufband absolviert. Und nun heute das erste Mal auf der Laufbahn. Das war ein ungewohntes Gefühl. Ein Gefühl von Unsicherheit. So wie wenn man zu einem Wettkampf fährt und nicht weiß wie gut man ist und wo das Rennen überhaupt ist.

Traineranweisung
Vor dem Beginn haben wir in Ruhe besprochen wie denn der Test abläuft. In Prinzip ganz einfach. Wir beginnen mit 6 km/h die ich für 800 Meter laufe. Dann folgt die Blutabnahme und die nächsten 800 Meter allerdings mit 8 km/h. Das Spiel geht dann wie folgt weiter 10 km/h, 12 km/h, 14 km/h, 16 km/h. Und wenn ich es schaffen würde auch noch 18 km/h für 800 Meter.


Das Messprotokoll von mir am Anfang

Tempo bestimmen
Aber wie kann man sein richtiges Tempo bestimmen? Da gibt es zwei Hilfen. Mein Trainer hat mir bei 6 km/h gesagt, dass ich für 100 Meter 60 Sekunden brauchen darf. Und da ja auf der Laufbahn alles abgemessen ist tut man sich hier leichter. Die zweite Hilfe war aber meine neue Polar RS800CX. Denn die habe ich vor dem Test auf km/h Anzeige umgestellt. So konnte ich genau sehen wie schnell ich lief.

Zu schnell aber richtig
Wie fast jeder Läufer bin ich zu schnell weggelaufen. Nach ein paar Metern war ich schon viel schneller als 6 km/h. Na gut da geht man ja auch nur eigentlich. Aber aufgrund meiner Polar RS800CX habe ich es geschafft im ganzen Test immer auf den Punkt genau zu laufen. Falls ich zu schnell oder langsam gewesen wäre hätte mein Trainer genau diese Zeiten notiert um eine gezielte Auswertung zu haben. Gemessen wurde der Laktat mit dem mobilen Latatmesser Laktat Scout.


8 km/h macht echt Spaß noch…

Ab 14 km/h geht’s los
Immer mehr wurde das Gehen zum Laufen. Und dann bei 14 km/h merkte man, dass das schon ein gutes Tempo ist. Aber der Respekt vor der Uhr ist oft zu groß. Wenn du meine Fotos ansiehst merkst du dass es eben immer anstrengender wurde. Wie gut hat es da getan, dass mein Trainer mich immer wieder aufmunterte. Das ist wie Balsam auf die angeschlagene Seele.

18 km/h war das Ende
Also bei 18 km/h konnte ich rund 400 Meter etwas über 18 km/h laufen. Aber in der zweiten Runde (400 Meter bis 800 Meter) kam der Einbruch. Hier konnte ich mein Tempo nicht mehr ganz halten. Hier dachte ich schon ans Aufgeben, ehrlich. Aber das kann ich ja nicht machen. Geschnauft habe ich wie eine Dampflok. Die Sprinterin neben mir hat mich schon von 50 Meter gehört….. ;-)


Jetzt geht’s ans Eingemachte….

 

Höchtslaktat
Am Ende hatte ich einen Laktatwert von 8,9. So hoch ist der Wert wenn ich eben auslaufe. Apropos auslaufen. Ich durfte dann 2 lockere Runden machen. Ach wie war das schön nach dieser Belastung. In dieser Runde drängten sich die Fragen auf: Wie war mein Laufstil? Habe ich mich verbessert? Wie wird meine Zielzeit im nächsten Rennen sein? Was ändert sich nun im Training?

Antworten
Und (fast) alle Antworten konnte mir mein Trainer wie aus der Pistole geschossen geben. Ein Profi eben. Mein Laustil ist ökonomisch. Ich belaste den Vorfußbereich mehr. Dadurch wirken mehr Kräfte auf meine Muskulatur ein. Da ich eine starke Beinmuskulatur habe ist das kein Problem. Denn dieser Laufstil ist sehr schnell. Und da ich nun seit Wochen hohe Umfänge laufe ohne Probleme kann ich das so weiterhin tun. Eigentlich wurde mir immer gesagt, dass mein Laufstil schlecht ist. Schön zu hören, dass es anders ist. Ob ich mich verbessert habe konnte man noch nicht sagen da dies aufgrund der Rohdaten nicht seriös gewesen wäre. Aber was man erkennen konnte war, dass ich in der Grundlagenausdauer einen hohen Puls laufen kann. Meine Zielzeit war auch noch nicht klar für das nächste Rennen. Und im Training wird sich was ändern. Denn nun habe ich aktuelle Werte. Vor allem sind das Werte die eben für draußen richtig sind. Und die man nicht umrechnen muss vom Laufband nach draußen.


Duschen hat noch nie so viel Spaß gemacht…

Testergebnis
Nun warte ich gespannt auf mein Testergebnis. Aber ich soeben gesehen hatte in den Mails brauche ich nicht lange warten. Denn das Ergebnis ist schon da! Unglaublich wie schnell mein Trainer arbeitet. Und als ich den Test aufgemacht hatte staunte ich nur. Denn da drinnen standen so viele Werte und Tipps wie ich das noch nie gesehen hatte. Also das ist mehr als professionell! Ich habe mich jedoch entschieden mein Testergebnis nicht zu veröffentlichen. Das mache ich aus persönlichen Gründen da ich nicht ganz so gläsern sein will, sorry…..

Es war eigentlich ein Tag mit schlechtem Wetter. Aber dank meines Trainers ein Tag den ich nicht so leicht vergessen werde. Danke dafür!

Alle Fotos die mein Trainer von mir gemacht hat kannst du hier ansehen.

Run ON!

Willi

Über Willi Prokop

Mein Name ist Willi Prokop. Ich bin 33 Jahre und habe 6 Kinder gemeinsam mit meiner Frau Angela. Neben meinem Job als Manager laufe ich. Seit kurzem bin ich Autor des E Books "Wie ich 1:24 im Halbmarathon in 2 Jahren laufen konnte - Die Running Willi Methode". Ich freue mich, dass du meinen Laufblog besuchst. Mehr Über Mich gibts hier. Wenn du nichts mehr verpassen willst kannst du gratis neue Beiträge per e-Mail erhalten. Run ON! Willi

4 Antworten auf Leistungsanalyse auf der Laufbahn (Feldtest)

  1. und, wie ist dein resümee bezüglich feldtest vs laufband test?
    vor allem da ja oftmals leute die sonst nie auf dem laufband trainieren nur diese möglichkeit haben, so einen test zu absolvieren

    und reichten die 800m aus, um entsprechend in fahrt zu kommen?

  2. david sagt:

    hi,
    sag mal in wieweit unterscheiden sich denn Deine da festgestellten pulszonen vom den ermittelten auf dem laufband, mit der faustformel und von der polar ownzone? sind die frequenzen sehr unterschiedlich?

  3. RunningWilli sagt:

    Das ist schwer zu sagen. Aber was der Unterschied ist:

    - Hohe Geschwindigkeiten sind auf der Laufbahn leichter zu rennen
    - Spaßfaktor ist größer
    - Geschwindigkeiten für den Trainingsplan sind dann genau richtig weil eben draußen gemessen wurde

    800 Meter reichen auf jeden Fall aus. Denn meistens startet man zu schnell und hat schon mehr als die nötige Geschwindigkeit auf den ersten 70 Metern.

    Run ON!
    Willi

  4. RunningWilli sagt:

    Also nach der Faustformel und der Ownzone mache ich gar nix.

    Die ermittelten Laufband Zonen waren niedriger. Also draußen darf und soll ich schneller laufen. Das wird sich nun auf den neuen Trainingsplan auswirken. Denn jede 5 Herzschläge merkt man sehr wenn man vorher was anderes gewohnt war. Und wer quält sich schon gerne….

    Run ON!
    Willi