Erlebnisbericht Teil II : Laktat-Stufentest Rad-Ergometer im Radlabor Freiburg

Heute melde ich mich vom zweiten Teil meiner Leistungsdiagnosen, die ich wiederum im Rad-und Lauflabor in Freiburg absolviert habe. Da ich in den letzten Jahren eigentlich recht viel Rad gefahren bin und mich dort auch deutlich stärker sehe war ich heute natürlich gespannt, was beim diesem Test jetzt herauskam.

 Jürgen am Rad...
Jürgen in Action beim Laktattest am Radergo

Wieder war meine Erwartungshaltung eine eher schlechte, da ich mich in den letzten 2 Wochen wieder verstärkt mit Kohlenhydraten ernähren musste, um bei den Test´s keine falschen Werte zu bekommen. Das hat dazu geführt, dass ich mich ernährungstechnisch ziemlich hab hängen lassen und leider auch wieder in einige Süßigkeitenattacken reingeraten bin. Kurzum…ich hab in den 2 Wochen glatt 2kg zugenommen, was mich mental ziemlich niedergedrückt hat.

Heute sollte dennoch die Wahrheit rauskommen, ob mein Wintertraining das ich so eisern durchgezogen habe schon erste Früchte trägt oder eben nicht. Denn eines ist klar…..schummeln ist bei diesen Leistungsdiagnosen nicht drin. Bestens vorbereitet durch viel trinken und langes ausschlafen machte ich mich wieder auf die knapp 200km nach Freiburg. Kaum angekommen ging es dann auch recht schnell los. Zuerst bekam ich wie schon letzte Woche den genauen Ablauf erklärt. Da entstand dann für mich schon gleich mal ein Schock, denn ich dachte eigentlich, dass der ebenfalls gebuchte VO2max-Test gemeinsam mit dem Laktat-Test stattfindet, doch jetzt sagte mir der freundliche Trainer, dass das jetzt erst mal der erste Test sein wird und später dann der zweite erfolgt. „Oh weh“ dachte ich mir. Nach diesem ersten Test werde ich so am Ende sein….und dann soll ich noch einen zweiten Test machen  ??? Unglaublich. Wenn ich dran denke wie ich mich letzte Woche nach dem Lauf-Test gefühlt hab…..na also da hätte ich keinen zweiten Test machen wollen.

Jürgen vor dem Test
Jürgen mit Lachen im Gesicht da der Test erst kommen sollte… ;-)

 

Also gut…..los gings bei 100 Watt. Die Trittfrequenz sollte ich zwischen 80 und 100 Umdrehungen halten. Das ganze wie auf dem Laufband dann immer drei Minuten je Belastungsstufe. Nach 3 Minuten ging die Belastung um 20 Watt hoch. 100Watt…..lächerlich…..war da irgendwo Widerstand spürbar…..Naja…egal…locker trat ich mit meiner „normalen“ 90er Trittfrequenz die 3 Minuten runter. Zur 120er, zur 140er zur 160er, ja selbst zur 180er war kaum eine Steigerung in der aufzuwendenden Kraft zu spüren. Allerdings zeigten sich jetzt erste Schweissperlen auf der Stirn…..also musste es doch Kraft kosten…..OK…. 200Watt…ja…jetzt merkte ich dann doch irgendwie schon deutlich was jetzt kommt. 220Watt….und die 3 Minuten fingen an sich seltsamerweise zu verlängern….240Watt…waren das jetzt nicht schon 4 Minuten ? 260Watt….wow…der Atem wurde kürzer…und die Zeit waren gefühlte 5 Minuten…..280Watt….Grenzwertig, aber ich konnte sie die 3 Minuten halten…..300Watt….ja hier scheiden sich die Geister…..ich war mir eigentlich sehr sicher die 300 Watt noch die vollen 3 Minuten getreten zu haben…..in meiner Auswertung fehlt dieser Messpunkt allerdings.

So oder so…..bereits bei den 280Watt war ich voll im roten Bereich und als die Trittfrequenz dann unter die 75 U/min kam (=Abbruchkriterium) und der Widerstand raus war drehte sich alles. Ich war total, ja wirklich total an meine Leistungsgrenze gegangen. Kein Blatt Papier passte mehr dazwischen. Nach kurzem Treten mit wenig Widerstand erholte sich mein Puls und mein Kreislauf wieder. Leider hatte ich den Fehler gemacht, meine Trinkflasche zu vergessen….was mir nicht mehr passieren wird. Ich bekam danach zwar etwas zum trinken aber während dem Test hat mir doch was gefehlt.

Im dritten Teil werde ich euch dann über die Auswertung des Test´s berichten und…..den abschließenden VO2max-Test, der mich nochmals an das absolute Limit brachte. Wer fragen zu diesem Test, oder dem hat, wie ich das Labor dort so erlebt habe, darf gerne einen Kommentar hinterlassen.

Bis zum nächsten Mal
Euer Running-Cycling-Jürgen

Über Willi Prokop

Mein Name ist Willi Prokop. Ich bin 33 Jahre und habe 6 Kinder gemeinsam mit meiner Frau Angela. Neben meinem Job als Manager laufe ich. Seit kurzem bin ich Autor des E Books "Wie ich 1:24 im Halbmarathon in 2 Jahren laufen konnte - Die Running Willi Methode". Ich freue mich, dass du meinen Laufblog besuchst. Mehr Über Mich gibts hier. Wenn du nichts mehr verpassen willst kannst du gratis neue Beiträge per e-Mail erhalten. Run ON! Willi

22 Antworten auf Erlebnisbericht Teil II : Laktat-Stufentest Rad-Ergometer im Radlabor Freiburg

  1. Christian Nürnberg sagt:

    Hi Jürgen

    toller Bericht !
    Kann zwar nicht mitreden und habe keine Erfahrung wie sich die Wattzahlen am Ergometer anfühlen dein Bericht kann aber sicher einen gewissen eindruck vermitteln .

    Gruß Christian

  2. Jürgen sagt:

    Hi Christian,

    danke für die Blumen. Ja, was die Wattzahlen angeht bin ich eher durchschnittlich, denke ich, aber trotzdem…..jeder hat bei sowas eben so seine eigene Grenze und weh tut es an der einfach immer gleich, denk ich mal. Die Ausbelastung, also an die absolute obere Grenze des machbaren, ist sowohl physisch als auch psychisch ein echter Prüfstein und fordert schlichtweg “alles” von dir.
    viele Grüße nach Nürnberg…..aus dem sonnigen Kraichtal

    Jürgen

  3. Wolfgang sagt:

    Hallo Jürgen,

    danke für Deinen Bericht, fand ich echt interessant! Das Video zu Teil 1 auch, aber: mein Gott sind die Leute dort noch jung!!! Ich komme mir mit Mitte 50 richtig alt vor… Zum Glück aber nicht lange, denn das Joggen und Radfahren (letzteres leider meist nur im Urlaub) machen mir viel Freude und danach fühle ich mich meistens super gut. Ich laufe immer so meine 10 oder 16 km-Runden und das vor allem für die Seele, also zum Ausgleich. Mit dem Fahrrad mache ich fast jedes Jahr einige Kurzurlaube und fahre dann auch schon mal 100 bis 180 km am Tag, eben solange mein Hinterteil es aushält :) . Sowohl Rennrad wie Tourenrad, je nach Strecke. Dein Niveau erreiche ich so natürlich nie, trotzdem interessiert mich Dein Laktat-Test-Erlebnis. Ich habe dazu auch einige Fragen an Dich: Was kostet so was eigentlich? Was hat es Dir gebracht außer der Bestätigung, gut trainiert zu haben; machst Du jetzt etwas anders als vorher? Bekommt man irgendwelche Ergebnisse oder sogar einige Trainingsempfehlungen mit? Wie lange dauert es ab dem Erstkontakt, dort den Test zu machen?

    Schon mal Dank im voraus für Deine Antworten und weiterhin viel Freude beim Trainieren!

    Wolfgang

  4. Jürgen sagt:

    Hallo Wolfgang,

    freut mich sehr, dass Dir mein Bericht gefallen hat. Gerne möchte ich Dir auch Deine Fragen beantworten. Du….die Leute dort sind nicht alle jung…..und mit Mitte 50…..da ist man doch noch frisch….oder ? Ich bin vor knapp 10 Jahren den Ötztaler Radmarathon gefahren und da haben mich noch über 70-jährige am Berg platt gefahren. Man sieht also, was mit viel Training und viel Willen auch im hohen Alter noch geht. Gerade beim Laufen oder Radfahren ist man lange jung. Was Du da so alles machst zollt ja auch absoluten Respekt. 10- oder 16km Runden zu joggen…..wow….und bis zu 180km Radfahren….also das ist auch aller Ehren wert. Überleg Dir mal wieviele, auch viel jüngere, dazu in der Lage sind. Ich weiß ja sehr gut was es heißt so lange auf dem Drahtesel zu sitzen und daher…..meinen Respekt.
    Du meinst dass Du mein Niveau so nie erreichst ? Also zum einen finde ich dass auch Du ein sehr hohes Niveau hast, bei dem was Du so schreibst und zum anderen kommt es immer drauf an was man sich für Ziele setzt. Derjenige wie Du, der solche Leistungen vollbringt und das ganze voll und ganz für die Seele macht, dem ist genauso zu gratulieren wie vielleicht jemandem wie mir, der sich irgendwelche anderen Ziele gesetzt hat und dafür hart trainiert. Ich wünschte mir manchmal etwas weniger Verbissenheit und mehr Lockerheit zu haben, so wie Du sie doch hast. Sei glücklich und froh darüber. Für Dich ist der Sport wirklicher Spaß, oder ? Siehst Du….da hast Du mir was voraus. Bei mir ist vieles kein Spaß….vor allem nicht im Training. Manches Training kostet viel Überwindung und immer wieder gerät man in Phasen, wo es schlecht läuft und wo man dann auch schnell unzufrieden wird. Aber aus Leuten wie Dir sollte ich mir ein Vorbild machen und mal etwas Druck rausnehmen……aber es ist so schwer über seinen eigenen Schatten zu springen.

    Jetzt aber zu Deinen Fragen. Ich glaub zu Preisen kannst Du Dich am besten selbst mal auf der Seite vom Radlabor schlau machen. Da siehst Du dann auch gleich was die da so alles anbieten. Ich habe hier z.B. die Kombination aus Rad-und Lauf-Laktatstufentest gebucht….zusammen noch mit dem VO2max-Test, was dadurch etwas billiger war. Insgesamt aber ist das ganze natürlich nicht ganz billig. Die Seite heißt übrigens http://www.radlabor.de.
    Zur Auswertung meiner Test´s möchte ich noch nicht zu viel schreiben, weil dies ein eigener Bericht geben wird auf den Du schon gespannt sein kannst. Was ich jetzt mit dem Test anders mache ist ganz klar das, dass ich jetzt zum einen mit einem Trainer trainiere und das eben je nachdem was dran ist, in den “richtigen” Pulsbereichen. Seinen “roten” Bereich genau zu kennen bringt natürlich sowohl im Training als auch im Wettkampf viel, weil man weiß, wo man zurücknehmen muss oder wo noch “Gas” möglich ist. Das selber zu “fühlen” ist zumindest für mich schwierig. Beim Test bekommt man ein recht ergiebige Beratung und Auswertung mit. Auch wie man am besten künftig trainiert bekommt man gesagt. Da ich mir aber vom Radlabor jetzt einen Trainer gebucht habe, muss ich mich darum nicht weiter kümmern….sondern nur machen was der mir sagt. Aber wie gesagt….dazu möchte ich zu späterem Zeitpunkt mehr sagen.
    Vom Ablauf her. Ich habe dort einfach auf der Internetseite die Laktattests gebucht….terminvorschläge gemacht die dann von dort fixiert wurden und dann bin ich hingefahren….und los gings. Vorher gibts eine kurze Einweisung und Beratung und dann gehts los. Die Leute sind alle sehr nett und erklären einem viel. ABER und das finde ich auch sehr gut, sie sagen Dir auch ehrlich ins Gesicht wenn sie sehen, dass das was Du willst nicht zu erreichen ist. Das kann wehtun, kann aber auch vom hohen Ross runterholen. Bei mir war da auch ein Stück Ernüchterung dabei, aber ich fands trotzdem super dass man mir nicht das blaue vom Himmel herunter versprochen hat, sondern einfach ehrlich war.
    Ich hoffe ich konnte Dir ein bischen Deine Fragen beantworten….der Rest erfolgt wie gesagt in Kürze.
    Ich wünsche Dir ebenfalls alles Gute und weiterhin soviel Spaß an Deinem Training.

    Jürgen

  5. Wolfgang sagt:

    Hallo Jürgen,

    Hab vielen Dank für Deine Antworten und die Ermutigungen! Hat gut getan und wird mich beim Laufen motivieren. Ich bin schon sehr auf Deinen 3. Teil gespannt und werde das vielleicht auch mal irgendwann mitmachen… Da ich jetzt unterwegs bin und vom iPhone schreibe, was doch etwas mühsam ist, nur noch kurz herzliche Grüße an Dich und “Run on”!
    Wolfgang

  6. Wolfgang sagt:

    Hallo Jürgen,

    ich bin`s nochmal. Da ich auf Reisen war und nur mein iPhone dabei hatte, habe ich mich neulich kurz gefaßt. Ich möchte Dir aber noch mal ganz herzlich für Deine ausführliche Antwort danken, ich habe mich sehr darüber gefreut und kann damit wirklich etwas anfangen! Deshalb bin ich auf Deinen 3. Bericht auch sehr gespannt. Laß Dir bitte nicht mehr so viel Zeit damit :)

    Was meine Motivation angeht, da hast Du völlig Recht: Sport ist für mich Freude und Spaß. Klar, dass es auch bei mir solche und solche Tage gibt. Aber ich genieße das Laufen oder Radfahren in der Natur einfach sehr. Für mich ist das ein entspannender Ausgleich zu meinem Beruf und eine wunderbare Gelegenheit, mit mir allein zu sein. Keiner will dann etwas von mir…

    Und wenn ich mal ehrgeizig werde beim Laufen, dann bin ich selbst der Antreiber und kein anderer. Und umgekehrt, wenn mir nach einem ganz langsamen Dahintrotten zumute ist, gibt es niemanden, der drängelt. -- Bei Dir, so höre ich aus Deinen Worten heraus, ist das wohl etwas anders, denn Du scheinst Dir selbst oft ziemlichen Streß zu machen. Warum eigentlich? Traust Du Dir selbst nicht so ganz und meinst, ohne Druck bleibst Du nicht dabei? Machen Dir Laufen und Radfahren, denn nicht auch ohne “Leistungs-”Erfolge schon Freude? (Wenn die Frage nicht zu persönlich ist.)

    Auch wenn das jetzt vielleicht etwas kontraproduktiv wirkt: meine Bewunderung dafür, dass Du den Ötztal Marathon gefahren bist!!!!!! Ich habe mal vor einiger Zeit einen Fernsehbericht darüber gesehen: Wahnsinn, das würde ich in hundert Jahren nicht schaffen! Mir ist noch in Erinnerung, dass einige Teilnehmer im Interview sagten: “Das schafft man nur mit 20.000 -- 30.000 Trainingskilometern im Jahr”. Na vielen Dank kann ich da nur sagen; wie bekommt man das denn im normalen Leben mit Beruf, Familie usw. hin???

    So lieber Jürgen, das war`s für heute von mir. Nochmal vielen Dank für Deine Hilfe und vielleicht bis bald :)

    Wolfgang

  7. Jürgen sagt:

    Hallo Wolfgang,

    nun…..also mit der Veröffentlichung meines dritten Teils……das liegt gerade nicht an mir….. Den habe ich Willi bereits am 5.3. geschickt……aber er ist bisher nicht dazu gekommen ihn zu veröffentlichen. Aber sicher macht er das in den nächsten Tagen noch. Er handelt von dem VO2max-Test……Es wird somit noch einen 4.ten Teil geben, der sich dann mit dem Thema Auswertung und Training beschäftigen wird.
    Dass Dir meine Antwort gefallen hat freut mich natürlich sehr. Deine Art zu trainieren hat mich auch so immer mal wieder zum Nachdenken gebracht. Gerade im Moment bin ich wieder ziemlich niedergeschlagen, weil ich gestern einen recht heftigen Sturz mit dem Fahrrad hatte, bei dem ich seitlich in ein Auto gekracht bin. Wie durch ein Wunder bin ich bis auf (schmerzvolle) Prellungen heile geblieben. Aber der Gedanke, dass ich jetzt mein Training einige Tage aussetzen muss, macht mir durch meinen Druck den ich mir selbst auferlege, natürlich viel Streß. Aber so bin ich halt. Es ist nicht so einfach sich da so schnell zu ändern. Aber Deine Vorgehensweise wird mir auf jeden Fall im Hinterkopf bleiben und vielleicht gelingt es mir auch eines Tages lockerer zu sein. Im Moment hab ich einfach sehr hohe Ziele, also für mich hohe Ziele, von denen ich weiß, dass ich vielleicht nicht mehr viele Jahre vor mir habe, um diese zu erreichen. Man wird ja nicht jünger. :-)
    Aber ich brauche momentan einfach diesen Druck, weil ich das Training so nicht durchstehen könnte. Und was den Ötztaler angeht……Also 20.000 -- 30.000km……also das halte ich für totalen Blödsinn……vielleicht wenn man ihn gewinnen will…..ja, ok. Aber ich wollte ankommen….was schwer genug ist/war…..Und da reichen bis zum Start auch 4000-5000km wenn man die Jahre zuvor auch schön trainiert hat. Man sollte halt schon vorher mal den einen oder anderen Alpenpass gefahren sein, weil das für mich “Flachlandtiroler” mit den Anstiegen hier nicht zu vergleichen ist. Überhaupt, sich die Kraft in einem Pass so einzuteilen, dass man gut drüberkommt…..das muss man einfach trainieren….aber nicht mit 30.000km….
    Du fragst, ob mir Laufen und Radfahren nicht auch so Freude bereiten. Nun, das ist ein zweischneidiges Schwert. Ich liebe es grundsätzlich Sport in der freien Natur zu machen. Aber…..ich unterscheide unter Sport und dem lockeren Rumfahren-/laufen. So hab ich auch schon etliche große Mehrtagestouren gemacht (z.B. 1400km in 12 Fahrtagen von Flensburg nach Füssen)…..was auf seine Art auch anstrengend war…..aber einfach Genußradeln war. Da schau ich nicht auf den Tacho, sondern auf die Natur. Wenn ich aber Sport mache, dann will ich das so professionell wie möglich machen. Und da macht dann, weil man einfach auch viel an und über seine Schmerzgrenze gehen muss, nicht wirklich immer Spaß. Aber die Belohnung für diese Schinderei holt man sich dann im Wettkampf ab und das wiegt die Schinderei tatsächlich locker auf. Das ist mein Antrieb. Dieses Adrenalin im Wettkampf das ist einfach…..mit Worten nicht beschreibbar. Aber von nix kommt halt nix…..Von daher hoffe ich jetzt nicht zu lange auszufallen.

    OK, Wolfgang, dann wünsche ich Dir mal eine schöne Woche und hab weiter so viel Spaß bei Deinem Training.
    bis bald mal wieder

    Jürgen

  8. Wolfgang sagt:

    Hallo Jürgen,

    das war ja eine sehr schnelle Reaktion! Erst mal wünsche ich Dir gute und rasche Gesundung und Erholung! Das war natürlich Pech -- aber auch Glück, wenn Du bedenkst, was alles hätte passieren können… Hoffentlich hattest Du einen Helm an. Die Autofahrer sind mit Rennradfahrern häufig total überfordert.

    Ich hoffe, Willi hat bald Zeit, Deinen Teil 3 rauszubringen. Danke an Dich, dass Du ihn fertiggestellt hast!

    Gruß Wolfgang

  9. Jürgen sagt:

    Hallo Wolfgang…..tja….bedingt durch den Unfall hab ich heute viel Zeit am PC verbracht…. :-)

    Ja, einen Helm hab ich immer auf. Wer wie ich mit teilweise 100km/h die Berge runter rast, sollte das auch besser so machen…..obwohl der bei solchen Geschwindigkeiten eher auch nichts mehr bringt. Ja, die Autofahrer unterschätzen leider unsere Geschwindigkeiten total. “Mein” Autofahrer hier hat mich jedoch überhaupt nicht gesehen, wie er sagte. Aber rückwärts geradeaus aus einer Hofeinfahrt rauszufahren und dann links auf die Fahrbahn einzulenken und sofort weiter nach links gegenüber in eine Tankstelle abzubiegen…..damit konnte ich nicht rechnen…. Glücklicherweise hatte ich schon vorher ziemlich abgebremst, aber dennoch hat´s mich ziemlich erwischt. Naja……viel Zeit um in Kürze auch den 4.ten und letzten Teil meiner Reihe zu schreiben…..weil an trainieren ist grad nicht zu denken…..
    Dir eine schöne Woche
    Jürgen

  10. Hallo Jürgen,

    da hat dein Schutzengel aber sehr gut auf dich aufgepasst. Sei froh, dass du nur nicht trainieren kannst. Denn es hätte auch ganz anders ausgehen können. Schön dass es dir gut geht! ;-)

    Run ON oder Bike ON!

    Willi

  11. Jürgen sagt:

    Hallo Willi,

    ich glaube da war eine ganze Horde an Schutzengeln mit mir beschäftigt. Ich bin ziemlich sicher, dass der Unfall, wäre ich an dem Tag mit meinem neuen, leichteren Rad gefahren, wesentlich schlimmer verlaufen wäre, weil ich mit dem Rad wie man so schön sagt, “durchgezogen” hätte, weil es einfach wesentlich agiler und spritziger ist. Nur weil ich mit meinem alten Stahlrad unterwegs war, habe ich schon vorher abgebremst.
    Aber dafür dass ich noch am Samstag heftige Schmerzen hatte und mit der rechten Hand praktisch gar nichts mehr machen konnte (die Hand war auch doppelt so dick wie vorher angeschwollen) geht es mir heute fast schon wieder normal. Klar, die blauen Flecken schmerzen noch ein bischen, aber die Hand ist fast wieder bei 100%.
    Gott sei Dank, kann ich da nur sagen, und das meine ich auch so…..
    viele Grüße
    Jürgen

  12. Jürgen sagt:

    Hallo Wolfgang,

    so wie´s aussieht dauert das mit meinem Bericht noch ein bischen. Wenn Du daher schon Vorableser werden willst, kannst Du Willi gerne nach meiner Emailadresse fragen….dann schicke ich ihn Dir schon mal vorab zu.
    viele Grüße
    Jürgen

  13. Wolfgang sagt:

    Danke Jürgen, werde ich gerne machen! Und Dir weiterhin gute Besserung!

    Herzliche Grüße
    Wolfgang

  14. Wolfgang sagt:

    Hallo Willi,

    könntest Du mir bitte die Mail-Adresse von Jürgen zumailen? Wie Du seinem Kommentar vom 19. März entnehmen kannst, ist Jürgen damit einverstanden.

    Danke und herzlichen Gruß
    Wolfgang

    P.S. Und jetzt geht`s endlich ab zum Laufen und das bei schönstem Sonnenschein…

  15. Marion sagt:

    Ich habe in früheren Jahren auch einige dieser Tests absolviert, mal mit und mal ohne Laktatmessung über die Wattbereiche.
    Für die meisten Spitzensportler gehören solche Tests ja zum Trainingsalltag dazu. Umso interessanter finde ich es, dass es auch anders geht. ich lese gerade Felix Gottwalds Buch “Ein Tag aus meinem Leben” zum zweiten Mal. Und schon am Anfang schreibt er, dass er seine Pulsuhr nur mehr als Wecker verwendet und sich hinsichtlich des Trainings nur auf die Signale seines Körpers verlässt. Der Erfolg gibt ihm zweifellos recht.

  16. Jürgen sagt:

    Hallo Marion,

    danke für Deinen Kommentar. Also ich sehe in Felix Gottwald einfach nur die Ausnahme, die die Regel auch nur bestätigt. Ich denke Du wirst so gut wie keinen Radprofi oder Laufprofi finden, der seine Pulsuhr “nur als Wecker” verwendet. Dafür gibt es viel zu viele wissenschaftliche Erkenntnisse, die ein Training in den richtigen Pulsbereichen einfach im Vorteil sehen. Sicher gibt es so ein “eigenes Körpergefühl” das der eine mehr oder weniger besitzt wie der andere, aber es steht ja auch jedem frei das zu machen und an das zu glauben was er möchte oder für richtig hält. Aber ganz klar, wenn Gottwald so ein Körpergefühl hat, dass er keine Pulsuhr und keine Laktattest´s braucht…..dann kann man nur den Hut ziehen. Man spart schon alleine ne Menge Geld. Ich habe dieses Körpergefühl nicht in dem Maße und möchte mich daher eher leiten lassen was bei den Test´s rausgekommen ist. Zwar bin ich weit davon weg ein Profi zu sein, aber ich möchte einfach in den wenigen Jahren wo ich meine Leistung noch steigern kann das Optimum für mich persönlich rausholen. Du sagst, Du hättest das früher auch gemacht mit den Test´s. Wie sieht das denn heute aus. Bist Du noch immer leistungsorientiert und versuchst es auch ohne Test´s, oder sind Dir die Herausforderungen und Ziele mehr dem Spaß am Sport und der Bewegung gewichen ?
    Viele Grüße
    Jürgen

  17. RunningWilli sagt:

    Habe ich dir soeben gemailt.

    Run ON!
    Willi

  18. RunningWilli sagt:

    Ja dauert noch ein bisschen da ich derzeit nicht so viel vorm Notebook sitze, sorry.

    Run ON!
    Willi

  19. RunningWilli sagt:

    Hallo Marion,

    herzlich willkommen hier. Ich kann Jürgen nur absolut recht geben. Denn man muss davon ausgehen, dass Felix Gottwald seinen Körper nach so langen Jahren Leistungssport wirklich sehr gut kennt.

    Aber 95% der Läufer eben nicht. Denn in der Prater Hauptallee in Wien wurde mal ein Test gemacht. Die Läufer wurden gestoppt und gefragt in welchem Bereich sie wohl laufen würden nach eigenem Empfinden. Jeder dachte im Fettstoffwechsel also unter 2,0 mmol Laktat. Aber da war wirklich niemand dabei. Denn jeder Läufer und jede Läuferin war weit darüber.

    So viel zum Gefühl. Die Pulsuhr ist nicht für den Wettkampf wichtig. Gerade wenn man gesundheitlich richtig trainieren will sollte man das als Leitschnur mithaben. Denn man kann ja die Bereiche sehr großzügig einstellen und dann piepst die nicht dauernd aber man läuft eben auch richtig und überfordert sich nicht.

    Mich würde aber auch interessieren warum du nun keine Tests mehr machst?

    Run ON!
    Willi

    PS: Jürgen, danke für dein interessantes Kommentar hier.

  20. Marion sagt:

    Hallo Jürgen, hallo Willi,

    keine Frage, Felix Gottwald ist eine große Ausnahme -- in seiner kompletten Einstellung zum Sport und zum Leben. Er hat seinen Schulterblattbruch vom Winter ja auch nicht operieren lassen, sondern die energetische Behandlung bei Martin Weber bevorzugt -- und nach 3 Wochen einen Weltcupbewerb gewonnen.

    Dass viele Hobbysportler zu intensiv trainieren, ist auch richtig. Ich glaube, das liegt oft an einer falschen Einstellung. Training ist (angeblich) nur gut, wenn es richtig weh tut. Schon Gymnastik ist ja für die meisten Männer ein Tabu. Wie ist es dann erst mit QiGong, wie es Gottwald betreibt?
    Letztlich muss jeder seinen Weg finden, mit dem er sich wohl fühlt.

    Die Frage nach Tests stellt sich bei mir nicht mehr, weil ich keine Wettkämpfe mehr bestreite.

    Viele Grüße
    Marion

  21. RunningWilli sagt:

    Hallo Marion,

    danke für dein Feedback. Ich denke es liegt nicht an der falschen Einstellung sondern an der falschen Trainingssteuerung. Denn das nach dem Gefühl laufen ist meistens zu schnell und zu intensiv. Gymnastik -- was ist das? ;-) Von den fernöstlichen Dingen halte ich nicht viel. Aber genau wie du es sagst jeder sollte seinen persönlichen Weg finden. Denn alle Wege führen nach Rom…

    Aber warum bestreitest du keine Wettkämpfe mehr?

    Run ON!
    Willi

  22. Jürgen sagt:

    Hallo Marion,

    ja, so gibt es immer wieder Sportler, die schier unmenschliches leisten, so ganz weit weg von jeglicher Trainingsmethodik und trotzdem erfolgreich. Das zeigt einmal mehr, wie verschieden wir Menschen doch gemacht sind. Was dem einen gut tut, kann dem anderen schaden und umgekehrt. Den richtigen Weg gibts eigentlich nicht……außer den, den man selbst erfühlt oder für richtig für sich wahrnimmt.
    Der Grund warum ich die Leistungstest´s gemacht habe und warum ich jetzt auch mit Trainer trainiere ist, dass ich genau das was Du beschreibst, nämlich dass ein Training nur dann gut ist, wenn es wehtut, nicht mehr machen muss. Sicher gibt es auch von einem Trainer auch Trainingseinheiten wo man an seine Schmerz-und Leistungsgrenzen rangehen muss, aber es ist ein Unterschied, ob man sich selber ständig überlastet oder hier eben gezielt bestimmte Bereiche periodisiert trainiert.

    Auch von mir die Frage…..wieso bestreitest Du keine Wettkämpfe mehr ? Hat das gesundheitliche Gründe, oder hast Du für Dich den Sinn darin verloren ?
    viele Grüße
    Jürgen