Hannes hat hier geschrieben, dass er Erfahrung mit dem Kieser Training hat. Darum habe ich Hannes um einen Erfahrungsbericht mit den Erfolgen die er damit hat gebeten. Diese interessanten Einblicke über das Kieser Training und die Wirkung möchte ich dir nicht länger vorenthalten. Danke an Hannes für die Zeit die du dir dafür genommen hast.
Was meinst du zu diesen Erfahrungen von Hannes? Kennst du das Kieser Training? Wie sind deine Erfahrungen mit dem Kieser Training?
Erfahrungen mit dem Kieser Training
Hallo Willi!
Da ich zusätzlich zu meinem Lauftraining noch eine Trainingsmöglichkeit für meinen Oberkörper suchte, war für mich letztendlich das Kiesertraining die beste Alternative. Ich hatte damals in mehreren Fitness-Studios Probetrainings absolviert und war von der gebotenen Trainingsqualität sowie vom Umfang (zu viele Dinge im Vertrag enthalten, die ich nicht brauche) nicht überzeugt. Das liegt im einen daran, dass ich im Fitness-Studio kein Ausdauertraining brauche. Laufen und Radfahren kann ich vor meiner Haustüre in der Natur um einiges besser als im Fitness-Studio. Für das Winterradtraining sowie unterstützend zum Lauftraining habe ich mir vor zwei Jahren einen Daum Ergometer zugelegt. Weiters brauche ich im Fitness-Studio keinen Sauna- Wellnessbereich. Dafür habe ich in der Regel keine Zeit unter der Woche. Da bin ich dann auf Kieser gekommen.
Schon beim Erstgespräch und anschließendem Probetraining bemerkte ich, dass hier vieles anders ist als bei den damals verglichenen Angeboten. Grundsätzlich spricht man bei Kiesertraining von gesundheitsorientiertem Krafttraining. Jeder der trainiert, erhält eine persönliche Trainingskarte in der alle Trainings von sich selbst dokumentiert werden. Das Training besteht aus 10 verschiedenen Übungen an 10 verschieden Geräten und es werden in den ersten Monaten einmal die großen Muskelgruppen sowie jene an denen man ein Defizit hat gezielt trainiert. Die Trainingsgeräte werden zusammen mit einem Trainer auf die persönlichen Gegebenheiten eingestellt und die Skalenwerte in der Trainingskarte notiert.
An jedem Trainingsgerät gibt es bei jeder Einstellmöglichkeit eine dazupassende Skala dazu. Dies ist für mich auch sehr wichtig, denn was hilft mir im Fitness-Studio das beste Gerät, wenn ich immer auf Gefühl einstellen und wieder neu herumprobieren muss. Der wesentliche Unterschied im Training besteht darin, dass jede Muskelgruppe bis zur vollständigen Erschöpfung in maximal 10 Wiederholungen trainiert wird. Die ganze Übung wird in Sekunden gemessen- das Gewicht in Pfund, wegen der geringeren Abstufungsmöglichkeit.
Klingt am Anfang etwas verwirrend, man gewöhnt sich aber daran. Eine Wiederholung (von max. 10) läuft folgendermaßen ab: Im Zeitraum von vier Sekunden wird der Muskel mit dem festgelegten Gewicht (z.B 100 Pfund) langsam belastet, dann kommt eine Haltephase von zwei Sekunden, danach wird der Muskel wieder im Zeitraum von vier Sekunden entlastet. Das heißt eine Wiederholung dauert 10 Sekunden. Kontrolliert wird entweder mit einer Uhr (hängen im gesamten Trainingsraum!), ich zähle aber lieber mit. Das ganze wird maximal 10-mal wiederholt was bedeutet das man 100 Sekunden geschafft hat, was dem Maximum entspricht. In diesem Fall wird beim nächsten Training das Trainingsgewicht um 5% erhöht und in der Trainingskarte werden Gewicht und Sekunden für das nächste Training notiert. Schafft man jedoch nur z.B. sieben Wiederholungen (70 Sekunden) bleibt das Gewicht beim nächsten Training gleich. Ist man unter 60 Sekunden ist das Gewicht zu hoch und muss um 5% reduziert werden.
Das ganze Training dauert etwa 30-40 min. Umkleiden und duschen nicht eingerechnet. Alle 20 Trainingseinheiten findet ein betreutes Training mit einem der Trainer statt. Hierbei wird auf Änderungswünsche-Probleme im Training- sowie eine Kontrolle der durchgeführten Übungen auf richtige Ausführung gemacht. Einmal pro Jahr findet ein ärztliches Beratungsgespräch mit dem im Hause befindlichem Arzt statt.
Ein paar wesentliche Kieserprinzipien gibt es noch:
Die gesamte Trainingshalle sowie Umkleiden und Duschen sind auf das Wesentliche reduziert. Es gibt keine Bewirtung – Bar, nur einen Trinkbrunnen mit Wasser. Keine Musik aus Lautsprecher, alles eher leise und angenehm um sich auf sein Training konzentrieren zu können. Trainer sind immer anwesend und beobachten die Trainierenden ob die Übungen richtig ausgeführt werden. Ein weiterer Punkt, welcher mich von der Trainingsqualität überzeugt hat. Es gibt zwei Möglichkeiten der Mitgliedschaft. Jährlich oder Zweijährlich. Nach Ablauf endet der Vertrag selbstständig, keine Kündigungsfrist die vergessen werden kann. Wieder ein Pluspunkt. Es kann auch während einer Geschäftsreise oder im Urlaub auf der ganzen Welt in allen Kieserbetrieben mit der Mitgliedskarte kostenlos trainiert werden, da in allen Kieserbetrieben die Trainingsgeräte gleich sind.
So schön langsam fällt mir nichts mehr zum Thema Kiesertraining ein, falls du doch noch Fragen hast einfach melden.
LG
Hannes

