54 Übertraining

 Ich stecke derzeit im Übertraining (Kurzzeit Übertraining, Frühphase von Übertraining bzw. Overreaching). Welche Symptome bzw. Anzeichen von Übertraining habe ich? Wie kann ich das erkennen? Wie kann ich Übertraining in Zukunft vermeiden? Und was tue ich um dem Übertraining effektiv vorbeugen zu können? Denn im Ausdauersport ist Übertraining ein Übel das man Ernst nehmen sollte. Aber nicht nur beim Laufen sondern beim Bodybuilding, Radfahren, Schwimmen, etc. kann man das erleben….

Frage an dich: Woran erkennst du Übertraining? Findest du auch, dass Übertraining besser als zu wenig oder gar kein Training ist? Schreibe mir bitte dein Kommentar jetzt hier rein.

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Über Willi Prokop

Mein Name ist Willi Prokop. Ich bin 33 Jahre und habe 6 Kinder gemeinsam mit meiner Frau Angela. Neben meinem Job als Manager laufe ich. Seit kurzem bin ich Autor des E Books "Wie ich 1:24 im Halbmarathon in 2 Jahren laufen konnte - Die Running Willi Methode". Ich freue mich, dass du meinen Laufblog besuchst. Mehr Über Mich gibts hier. Wenn du nichts mehr verpassen willst kannst du gratis neue Beiträge per e-Mail erhalten. Run ON! Willi

18 Antworten auf 54 Übertraining

  1. Hi Willi.

    Ich glaube, es ist gar nicht so einfach das festzustellen.

    Ich kann nur von meiner Erfahrung sprechen. Ich habe erst voriges Jahr mit dem Triathlontraining begonnen. Zwar mit Trainingsplan, aber doch irgendwie immer nur so, wie’s mir gerade gepasst hat.
    Anfang dieses Jahres hab ich dann das Pensum nochal ziemlich erhöht. Teilweise mit mehr als 10 wochenstunden.
    Und ich kann nur sagen: Alles was über 10 Stunden die Woche geht, ist für mich ziemlich belastend. Muskulär würd ich sagen es geht noch, aber die Müdigkeit macht mir dann immer zu schaffen.

    Und nach harten Trainingsblöcken (4 Wochen) kam es schon auch mal vor, dass ich komplett lustlos und antriebslos war. Noch dazu leicht gereizt, wie meine Freundin gemeint hat :) usw.

    Da hilft dann nur: Runter vom gas und einmal eine Woche ohne Plan trainieren. Einfach das machen, was einem Spaß macht. Denn das soll ja doch der Hauptgrund sein, warum man sowas macht, ODER?

    LG
    Markus

  2. RunningWilli sagt:

    Hallo Markus,

    ja einfach ist die Sache bestimmt nicht ein Übertraining zu erkennen. Weil man es ja als engagierter Sportler auch nicht so recht will oder? Denn wenn man im Übertraining ist sollte man das Training reduzieren. Und das kostet dann vielleicht ja die Form. Wobei es ja komplett anders ist eigentlich. Aber wenn man einfach nicht mehr kann dann muss man es einfach akzeptieren.

    Hast du den Trainingsplan von einem Trainer erstellen lassen? Trainierst du nach dem Prinzip der Superkompensation (siehe hier: http://www.runningwilli.com/training/superkompensation-ueberkompensation/ ) ?

    Ich persönlich habe den Trainingszyklus 2+1 jetzt. Also 2 Belastungswochen und eine Regenerationswoche. Und du weißt ja, dass die Frauen meistens damit Recht haben…. ;-)

    Ja genau wir laufen wegen dem Spaß. Aber du und ich sind Wettkampfläufer -- sieht man ja auch bei deinem Tria jetzt in St. Pölten. Aber genau wir eben müssen darauf achten, dass der Spaß nicht zu kurz kommt. Und da können wir von den grünen Läufern lernen…. ;-)

    Run ON!
    Willi

  3. Jürgen sagt:

    Hallo Willi,

    dieses Gefühl des Übertrainings kenne ich sehr gut und ich kann mich sehr gut in Deine Lage versetzen. Ich trainiere ja wie Du weißt auch gerade recht hart und in einem 3:1 Turnus. Also 3 Wochen Steigerung und dann eine Woche Regeneration. Ich mache dieses Training mit meiner Trainerin ja jetzt seit Anfang März und was mir ja dabei total neu war, ist wie Regenerieren aussieht. Also früher hätte ich gesagt….ok….eine Woche die Beine hochlegen….Aber meine Trainerin hat mir gezeigt, dass es wichtig ist, aktiv zu erholen. Das heißt, so eine Woche beginnt meist mit einer 1h Einheit im Kompensationsbereich und einem darauffolgenden wirklich freien Tag. Mittwoch kommt eine 1-2h Einheit im Grundlagenbereich GA1, Do. ebenfalls wieder 2h GA1. Freitag eine 2h Einheit GA1 in die aber ein paar wenige Sprints eingebaut sind…..und dann am Samstag eine 3h Einheit GA1 bevor dann am Sonntag schon wieder eine mind. 3h GA1 Einheit kommt, bei der die Berge im GA2 Bereich gefahren werden sollen. Also Du siehst…..Beine hoch legen sieht anders aus…..
    Das hat mich mental bis heute ziemlich belastet, denn für mich ist regenerieren auch mental zu regenerieren. Und das heißt für mich eben auch, dass ich meine paar Radstrecken auf denen ich hier meistens trainiere einfach auch mal ein paar Tage nicht sehen, nicht abfahren muss. Doch mehr wie 1 Tag am Stück hatte ich in der Zeit noch nicht trainingsfrei. Das ist wie gesagt mental schwierig…..bis heute. Jetzt…so kurz vor dem Wettkampf hab ich mich so dahingerettet, weil ich mir sage, dass ich ja jetzt in meiner letzten Trainingswoche bin wo es hart zugeht……aber wenn mein Hauptwettkampf jetzt erst im Juli oder August wäre, dann glaube ich, dass ich nicht mehr lange sooooo weiter trainieren könnte. Mir fehlt auch einfach die Abwechslung. Vielleicht müsste ich mal Schwimmen oder auch mal wieder Laufen gehen. Aber klar…..mein Wettkampf steht bevor und da fühlt sich jedes auslassen einer Trainingseinheit (was ich nicht mache) wie eine Niederlage an. Also versuche ich mit allen Mitteln durchzuhalten…..
    Aber ich hänge in gewissem Maße wie Du in einem Übertraining drin. Wie merke ich das ? Nun…..es gab Zeiten, da hab ich mich auf das Radfahren gefreut…..das ist schon seit einigen Wochen nicht mehr der Fall…..es ist momentan mehr notwendige Arbeit um das Ziel zu erreichen…..Psychisch oder mental mache ich öfters Phasen durch, wo ich deprimiert bin und eigentlich gar nicht richtig weiß warum. Mir geht´s da einfach nicht so gut…..und mein Umfeld merkt….”der ist nicht gut drauf”….
    Verstärkt wird das ganze natürlich dadurch, dass ich wie Du an Heuschnupfen leide, der einem zusätzlich sehr viel Kraft aus den Beinen zieht. Manchmal wenn ich an so blühenden Grasflächen vorbeifahre, meine ich manchmal 3 Gegner zu haben, die mich gleichzeitig langsamer machen wollen und mir die Kraft aussaugen. Das ist einmal der müde Muskel, der Gegenwind und die Pollen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass letztere mich am meisten kaputt machen.
    Dann kommt man nach Hause, und hat eigentlich nur noch eines im Sinn…..Couch…..Füße hochlegen….schlafen….. Aber da wartet natürlich eine Frau, die mich sowieso schon durch das Training kaum noch sieht……und auch noch was von mir haben will. Das ist manchmal ein schwerer Spagat.
    Ich hatte ja vor einigen Wochen nach einem Bericht von Dir angekündigt, dass ich diese Ernährung “abends nur noch Eiweiß” mal probieren wollte. Bis gestern hat mir dafür der Wille….nein, besser, die Disziplin gefehlt, jetzt endlich mal anzufangen, denn ich würde so gern bis zum Wettkampf noch das eine oder andere Kilo verlieren. Das ist für einen eigentlich recht disziplinierten Menschen wie mich ebenfalls ein Zeichen von Übertraining…..wenn ich nämlich nicht mehr in der Lage bin mir Dinge vorzunehmen und auch umzusetzen.
    ABER……Heute habe ich einen Anfang gemacht und das Abendessen durch den Peeroton Eiweißdrink ersetzt……und das wird jetzt bis zum Wettkampf durchgehalten…..so meine Vorgabe. Mal sehen was es bringt……momentanes Startgewicht: 90,1kg……
    Das mit dem zu wenigen Schlaf ist ebenfalls bei mir ein Problem. Obwohl ich viel kaputt bin, komme ich doch nicht so früh ins Bett wie ich sollte. Ich schlafe zwar gut ein, qualitativ aber nicht gut, durch den Heuschnupfen. Meistens wache ich morgends ziemlich gerädert auf…..
    Was hab ich vor zu tun:
    Ich bin ehrlich….momentan wenig. Ich werde bis einschließlich Sonntag durchhalten und dann bis zum Wettkampf tapern……(und bin gespannt was Du dazu schreibst). Obwohl ich auch da das Rad nicht einfach in die Ecke stellen darf, weiß ich jetzt schon, dass ich auch diese Woche überstehen werde…….ABER nach dem Wettkampf bin ich ebenso sicher, dass ich mein Rad für eine Woche überhaupt nicht sehen will. Das heißt nicht, dass ich gar nichts mache, aber ich werde schwimmen gehen…..ich werde morgends mal ne halbe Stunde Joggen gehen…..vielleicht auch walken…..Auch wandern mit meiner Frau ist eine herrliche Alternative auf die ich mich freue. Wir haben ab Freitag für 2 Wochen Urlaub und von daher wird richtig mental erholt. Gerade das halte ich bei mir gerade für am wichtigsten.
    Und ehrlich gesagt, Willi……Das sehe ich bei Dir auch. Ich kann mich noch erinnern, als Du in Dein letztes Tief gerutscht bist und Du nahe dran warst Deine Homepage und alles was damit zusammenhängt in die Tonne zu werfen……und ebenso hab ich mir in den letzten Wochen gedacht…..ob Du da gerade…in den letzten Wochen…nicht einfach schon wieder viel zu viel machst…… Du willst trainieren, Du wirst im Geschäft gefordert, Du musst und willst für Deine Familie da sein und dann stellst Du noch im täglichen Rhythmus Berichte auf Deine Homepage ein und beantwortest Kommentare á massé. Daher mein Tipp…..fahr das doch mal runter…..Manchmal hast Du ja auch mehr wie einen Bericht täglich, wo ich schonmal erwähnt habe, dass das fast für mich zuviel ist, und ich es nicht mehr schaffe überall wo ich gerne würde, einen Kommentar zu schreiben. Tun es nicht auch 1-2 Berichte pro Woche ? Gerade wenn dann Diskussionen entstehen ist ein zusätzlich eingestellter neuer Bericht vielleicht manchmal eher so ein Diskussions-Abwürger….weil viele den nach unten gerutschen Bericht gar nicht mehr sehen und lesen.
    Also für mich wäre es wichtiger, dass Du bei Deinem Training richtig regenerierst und Deine Homepage etwas Fahrt abnimmt, damit wir Dich letztlich länger motiviert und motivierend hier haben.
    Mir würde noch viel einfallen, was ich noch zum Thema schreiben könnte, aber a) ist es jetzt 23 Uhr (und ich sollte längst schlafen) und b) will ich keinen Roman schreiben…..ich weiß…..hab ich jetzt schon….

    viele Grüße
    Jürgen

  4. Rolf sagt:

    Ja, Übertraining… Im Moment bin ich da eher nicht gefährdet ;-)
    Aber früher hat man da schonmal gemerkt, dass man langsamer machen muss beim Fussball.

    Ich war dann immer irgendwie angeschlagen, mal hier ne Zerrung, da ein Wehwehchen…
    Alles ging dann nicht mehr ganz so flüssig und geschmeidig, ich war dann so verkrampft und der Spaß blieb auf der Strecke.
    Der Körper sendet einem so Signale, und will einem zeigen, dass das zuviel ist.
    Dann ist auch mal Erholung angesagt.
    Aber ich finde, dann ist es ganz wichtig, dass diese Erholung auch bewusst genossen wird und nicht als Strafe angesehen wird. Dann ist das viel effektiver…

  5. Marcel sagt:

    Moin!

    Ich erkenne Übertraining ganz gut an der Herzfrequenz. Ist die beim Laufen mit einer bestimmten Pace deutlich höher als gewohnt, so führe ich das auf ein zu hartes Training zurück. Ein Blick in mein Trainingstagebuch bestätigt das auch meistens. Also muss mal wieder ein Ruhetag eingeschoben werden…

    Zu hartes Training ist gut, wenn man abnehmen möchte.

    Aber wenn man gezielt seine Leistung steigern möchte sind die Ruhephasen essentiell zur (verdienten) Regeneration.

    Schöne Grüße aus Kiel, Marcel.

  6. Christian Nürnberg sagt:

    Hi Willi

    Hatte man ja fast darauf warten können das auch Du an den Punkt kommst das der wille stärker ist als der Körper.

    Finde es aber super das Du dies erkannt hast um dein Ziel nicht durch eine zu lange Trainingspause zu gefährden ( schneller als Haile ;-) )

    Woran ich erkenne das ich mich meine Körper zuviel abverlange ist an meinen Immunsystem zu merken das ich hier das kränkeln anfange mit den Lymphknoten am Hals.

    Obwohl ich hier durch meine äußeren Umstände und Stress schneller in die Situation komme als durchs Training alleine somit habe ich hier nicht die Problematik hier durch eine Muskuläre geschichte auszufallen eher durch krankheit allgemein Mandel etc.

    Was mich mal interressieren würde für einen Podcast wie Du Dich und deine Familie organisierst um die Balance zwischen Familie,Sport und Arbeit.

  7. RunningWilli sagt:

    Hallo Jürgen,

    danke für deine vielen Erfahrungen.

    Ja, gerade die Regeneration muss man lernen. Wie du und ich eben. Beim Fussball früher hat man mir immer erklärt, dass ich gar nix tun soll. Einfach vor den Fernseher und das passt dann schon. Aber das ist natürlich vollkommener Unsinn. Das einzige was mich jetzt wundert ist, dass du nur einen einzigen freien Tag hast. Das ist bei mir eine normale Trainingswoche. Um wieviel Prozent weniger ist denn der Trainingsumfang bei dir in der Regwoche?

    Ja, und jetzt wenn ich weiterlese wird es mir auch klar. Du brauchst mehr trainingsfreie Tage. Tage wo du dein “blödes Rad” (verzeihe aber so empfinde ich manchmal meine Laufschuhe wenn ich zu viel habe) nicht siehst. Und wo dich niemand darauf anspricht. Und es ist ein schlechtes Zeichen, dasss du das nicht mehr länger durchhalten würdest. Weiß deine Trainerin darüber Bescheid und was sagt die dazu? Gerade die Abwechslung ist bei so einem hohen Trainingsumfang enorm wichtig. Nicht nur für den passiven Bewegungsapparat sondern vor allem für den Kopf. Denn der entscheidet auch über das Übertraining oder nicht.

    Du hast (noch) kein Übertraining. Du befindest dich wie ich im Kurzzeit Übertraining oder einer Frühphase des Übertrainings. Aber wenn du ein wirkliches Übertraining bekommst dann kann die Pause bis zu einem Jahr dauern. Und wenn ich jezt weiterlese denke ich immer mehr “Ui, ui, ui….” Zum Glück kommt jetzt dein Wettkampf. Aber dieser Trainingsplan (sorry) ist zu hart und hart zu wenig das Prinzip der Superkompensation drinnen.

    Die Pollenallergie ist ein Wahnsinn. Ich merke das seit 2 Tagen. Da regeneriert man sich nur mehr sehr schlecht. Während der Belastung aber vor allem den ganzen Tag dazwischen ist das nicht einfach. Und wenn dann noch das Training hart ist und der Alltag ist das Übertraining in Reichweite. Du hast Angst vor Niederlagen wenn du nicht trainierst? Höre mehr auf dein Körpergefühl als auf den Trainer -- das ist für dich nun wichtig.

    Ich kenne da eine Geschichte von dem Extremläufer Norman Bücher. Ich lese gerade sein Buch Extrem (was sollte ich als extremer Willi sonst lesen…). Und da schreibt er, dass er für den Mount Blanc Lauf (190 km mit über 9.000 Höhenmeter innerhalb von 46 Stunden) immer 150 KM trainiert hat zwei Jahre über. Und beim dritten Anlauf am UTMB (Ultra Trail Mount Blanc) hat er sich entschieden nur 80 KM in der Woche zu laufen. Und das wurde dann die Bestzeit. Ja, bei dir kann das jetzt einfach auch zu viel sein. Du brauchs jetzt Erholung (echte freie Tage) damit du einen tollen Wettkampf absovlieren kannst. Mental wirst du top sein, denn du bist ein Kämpfer sondergleichen. Aber der Körper muss auch mitspielen.

    Wegen dem Eiweiß abends ist es jetzt fast zu spät und schlecht. Denn die Tage vor dem Wettkampf musst du Kohlenhydrate tanken. Ok, wenn du jetzt verstärkt auf Eiweiß setzt dann machst du den Kohlenhydrattank leer. Und dann kannst du noch besser die Kohlenhydrate punkern. Bis zu 30% mehr geht da so.

    Die Zeit danach kannst du in vollen Zügen genießen. Aber mit dem Adrenalin vom Triathlon wirst du wohl kaum ruhig halten können. Aber du solltest auf jeden Fall was ganz anderes machen. Deine Frau freut sich bestimmt wieder auf dich, dass du mental voll bei ihr sein kannst.

    Danke für deine Tipps an mich. Das mit den Kommentaren und Berichten ist so eine Sache. Eigentlich sollte ich weniger tun. Das weiß ich. Aber ich schaffe es nicht so recht. Denn meine Leidenschaft bringt mir pausenlos neue Themen in den Kopf die ich dann schreiben “muss”. Aber auch ich sollte da mal so eine Regenerationswoche machen. Wenn ich meine “flimmerfreien Tage” nicht hätte würde das eh nicht gehen. Und am Wochenende ist die Family Nummer eins.

    Danke für deinen Roman. Ja, du schreibst ausführlich. Aber zum Glück. Denn du packst dein ganzes Herz da rein. Und das kann man nicht in einem 5-Zeiler machen. Danke dafür!

    Run ON!
    Willi

  8. RunningWilli sagt:

    Hallo Rolf,

    treffender kann man es nicht formulieren -- danke dafür:

    dass diese Erholung auch bewusst genossen wird und nicht als Strafe angesehen wird. Dann ist das viel effektiver…

    Run ON!
    Willi

  9. RunningWilli sagt:

    Hallo Marcel,

    wie schaut dein Trainingstagebuch aus und welche Eckdaten trägst du dort ein? Ich denke aber nicht, dass zu hartes Training für das Abnehmen gut ist. Denn wenn du nicht mehr gut weitertrainieren kannst dann kannst du auch keine Kalorien verbrennen. Und wenn du nicht schneller wirst sondern langsamer auch nur weniger.

    Das mit der Regeneration passt für mich da schon eher…. ;-)

    Run ON!
    Willi

  10. RunningWilli sagt:

    Hallo Christian,

    danke für dein Feedback. Ja, nun geht es mir auch immer besser. Wobei leider die Pollenallergie jetzt stärker wird und mir da einen Strich durch die Rechnung macht.

    Ja, die Life Balance ist bei uns bestimmt ein längerer Podcast. Aber ich nehm’ das mal auf meine Ideenliste… ;-)

    Run ON!
    Willi

  11. JE sagt:

    Hallo Willi,
    vielen Dank für diesen Podcast. Diesmal fand ich Dich wieder besonders authentisch. Toll, dass Du so offen über Deine Gefühle, die Geschehnisse in Deinem Körper,…. berichtest.

    Einen Gedanken vorweg: Willi Slow down -- Take it easy

    Ich teile Deine Meinung. Lieber ein wenig im Übertraining als gar kein oder nur sehr wenig training.

    Ich selbst merke zuviel Training an den wehwehchen. Die Schmerzen im Po, von denen Du im Podcast berichtet hattest, hatte ich auch schon. Ich bin dann einfach weitergelaufen und hab gedacht das verschwindet schon wieder. Nach mehreren Wochen Training mit Schmerzen hat mir dann auch noch das Knie weggetan.
    Die Physiotherapeutin meines Vertrauens (meine Frau) hat das dann Gott sei Dank mit Elektrotherapie wieder wegbekommen. Längere Trainingspause musste ich meiner Frau sei Dank dann zum Glück nicht einlegen.

    Trainingspause von bis zu einem Jahr, ich denke da geht das Übertraining dann auch in eine Richtung Burn out oder?

    Bei mir gehen in Stressphasen immer die nächtlichen Schlafstunden zurück, so bin ich dann manchmal nur bei 5 h pro Nacht, was mit intensivem Training sicherlich zuwenig ist. Das merke ich dann am Wochenende an dem ich dann ziemlich platt bin.

    Das Buch von Norman Bücher lese ich im Übrigen auch grad. Hab mir die Kindle Version aufs Iphone geladen. Liest sich sehr angenehm.

    Willi pass auf Dich auf nicht übertreiben und ich schliese mich hier dem anderen Jürgen an. Lieber mal hier einen Beitrag weniger.

    RunOn und PodCast on
    Gruss
    Jürgen

  12. Jürgen sagt:

    Hallo Willi,

    ohne jetzt gerade genaue Zahlen zu haben, aber ich hatte eigentlich grundsätzlich 6-Tage Wochen….egal ob Training oder Regeneration. Vom Umfang waren das bis zu 15h pro Woche, wenn ich mich recht erinnere. In Regenerationswochen lag das dann bei so etwa 8-10h.
    Ich hatte heute ja meine letzte schwere Einheit und bin unendlich froh darüber. Bis zum Wochenende sieht das Programm von der Trainerin jetzt 2 freie Tage vor, am Tag vor dem Wettkampf soll ich 1h fahren mit antesten im EB-Bereich….also kurz in den roten Bereich……sozusagen um die Muskulatur auf die Belastung am Sonntag vorzubereiten. Dazwischen liegen Di+Do 1h Regeneratives Fahren und am Mittwoch ist eine 2h Einheit mit einigen Sprint-Intervallen, die nochmal ein bischen mehr weh tun werden, aber soweit denke ich noch nicht.
    Was sich in den letzten Tagen schon mal angedeutet hat ist ein Problem mit dem Sitzen auf meinem Sattel. Mir kommts vom Schmerz her fast wie ein Fersensporn vor, nur eben am Beckenknochen mit dem man auf dem Sattel sitzt. Auch heute morgen tat das die ersten 2Kilometer ziemlich weh. Dann verschwand es so einigermaßen. Trotzdem nicht angenehm. Zeigt mir aber auch, dass ich zu meinem nächsten Rennen Mitte Juli neu aufbauen werde, und mal eine komplette Woche das Rad wegstelle. Ich muss in allen Belangen regenerieren. Körperlich wie mental. Meine Trainerin weiß schon dass ich ziemlich am Ende bin. Sie wollte die letzte Woche auch Regeneration einbauen, aber für mich war das immer noch sehr hart. Es ist halt für mich auch schwer mir einzugestehen, dass ich so kurz vor Schluß aufgebe. So habe ich dann einfach auf die Zähne gebissen und bin jetzt an einem Punkt wo ich hoffe bis nächsten Sonntag ausreichend zu regenerieren um dann eine Topleistung zu bringen. Immerhin bin ich heute bei gefühlten 100km z.T. starkem Gegenwind knapp einen 28er Schnitt gefahren und das eigentlich eher im unteren Pulsbereich. Ich sollte heute nämlich nicht mehr so arg ausbelasten. Einzig an den Bergen bin ich etwas in den roten Bereich, aber insgesamt sind mir die knapp 120km relativ locker vorgekommen, was die Kraft anging. Das stimmt mich froh und jetzt muss nur noch mein Nacken (wo ich mir einen Zug vom Gegenwind geholt hab) wieder heile werden und dann wird das schon.

    Wegen dem Eiweißtrunk……ich mache das jetzt eigentlich so, dass ich das Abendessen weglasse und stattdessen eben meine 400ml Eiweißtrunk trinke. Ansonsten esse ich vollkommen normal. Ab Donnerstag will ich tagsüber auch über Kartoffeln und Nudeln ordentlich Kohlenhydrate bunkern. Der Eiweißdrink soll abends erst mal bleiben, denn abends nichts mehr essen….davon verspreche ich mir, abzunehmen. Vielleicht schaffe ich in der Woche noch ein Kilo. In den letzten 3 Tagen hab ich bereits eines weg.
    Am Freitag hab ich Nachschub vom Bananenbrot bekommen……10 Riegel…..das sollte reichen über den Wettkampf hinweg. Heute hab ich direkt nach dem Radfahren im Auto einen gegessen…….oh ich sag Dir…..was hat mir der geschmeckt…….genial…..Am Sonntag werde ich unmittelbar vor meinem Start dann nochmal zwei Stück bunkern. Ich hab das Gefühl die tun mir gut. Von daher hätte ich ja für´s nächste Jahr noch eine Namensalternative : “The Three Banana-Bread-Men”……müssen wir nur noch den Schwimmer (hallo Rolf….:-) ) davon überzeugen die Riegel auch zu mögen.
    Sind die Riegel die Du hast eigentlich auch 70gr.schwer ? Auf dem Bild auf Deiner Homepage sieht der anders aus wie meiner. 10 Stück für 20 Euro ist schon happig……aber man gönnt sich ja sonst nix… :-)
    Danke Willi, für Deinen ausführlichen Kommentar. Zeigt mir, dass Du sehr viel Anteilnahme an meiner Situation hast und das tut echt gut. Bin froh Dir und den anderen Lesern hier meine Nervosität die immer mehr wird auch ein bischen von der Seele schreiben zu können.

    taper-on
    Jürgen

  13. RunningWilli sagt:

    Hallo Jürgen,

    danke für diese Motivationsspritze. ;-)

    Die Schmerzen im Po haben einen Namen nun. Aber dazu mehr in einer der nächsten Beiträge. Ja, gerade bei Schmerzen sollte man vorsichtig sein. Du hast da natürlich Vorteile. Denn gerade bei den Ärzten und Physiotherapeuten braucht man viel Vertrauen.

    Ich werde in den nächsten Wochen eine Rezension über das Buch von Norman Bücher “Extrem” schreiben. Da bin ich dann auf deinen “Senf” gespannt. ;-)

    Run ON!
    Willi

    PS: Es gibt auch eine kostenlose Leseprobe von dem Buch “Extrem” von Norman Bücher hier

  14. RunningWilli sagt:

    Hallo Jürgen,

    also ein 3 + 1 Zyklus ist der schwierigste überhaupt. Denn wie du auch erfahren hast ist dannn die 3. Belastungwoche beinhart. Mein Trainer schwört auf den 2+1 Zyklus. Und dennoch “flirtet” man immer wieder mit dem Übertraining. ;-) Ich ziehe meinen Hut vor deinen Leistungen. Das ist echt klasse was du da in den letzten Monaten geleistet hast. Wenn man bedenkt, dass du überaus viel Stress im Job hast und dann noch die Allergie. Hut ab, das ist einfach nur klasse!

    Diesen “Beckensporn” solltest du im Auge behalten. Für mich ist das eventuell auch ein Anzeichen von Überlastung. Bei mir war auf jeden Fall meine Verletzung unterhalb vom Po ein Grund das Training zurückzuschrauben. Und da du ja auch so ein überaus motivierter Sportler bist höre hier nach deinem Wettkampf ganz genau rein in den Körper damit du keine Verletzung verschleppst.

    Ohne deine Trainerin zu kennen war das Programm schon sehr hart und einfach zu viel. Ich denke hier hätte sie noch mehr Fingerspitzengefühl zeigen können. Aber sei es wie es sei. Das bringt jetzt gar nix mehr. Du hast auf jeden Fall einen enormen mentalen Vorteil für den Kraichgau Triathlon am Wochenende. Denn so hart zu trainieren ist schon eine einmalige Leistung!

    Super, dass du das nun schaffst mit dem Eiweißshake am Abend. Denn du hast nun die idealen Voraussetzungen für ein ideales Carbo Loading geschaffen. Nun kannst du noch mehr Kohlenhydrate bunkern. Und das wirst du dann schon im Rennen positiv merken. Zu viel Gewicht verlieren in wenigen Tagen ist allerdings kontraproduktiv. Aber so wie es derzeit läuft ideal aus meiner Sicht.

    Ich hätte noch einen Namensvorschlag: “Die Bananaboys” ;-) Aber da muss dann Peeroton schon was springen lassen… ;-) Ich denke Rolf wird die Riegel lieber als das Schwimmen mögen. Das Bild auf dem Blog ist ein 100g Riegel. Das ist der alte. Vor ein paar Monaten wurde auf den 70 g Riegel umgestellt.

    Langes Kommentar? Also ich denke wenn jemand Anteilnahme, Einsatz und Erfahrung zeigt dann du. Deine Kommentare sind erstklassig. Was wäre runningwilli.com ohne deine Kommentare? Nicht so viel wie es jetzt ist. Danke dafür!

    Run ON!
    Willi

  15. Jürgen sagt:

    Hallo Willi,

    mein Dank geht an Dich und danke für Deine Anerkennung meines Trainings. Aber Du stehst da ja mindestens mit mir auf einer Stufe…..wenn nicht höher, denn Du hast ja auch noch ne riesige Familie, die Dich fordert. Unter diesen Bedingungen könnte ich so ein Training unmöglich so durchhalten.
    Ohne Running-Willi würde mir gewaltig was fehlen und von daher hoffe ich, Du bleibst mir und uns noch lange erhalten.
    Wegen dem Namen…..stimmt eigentlich…..vielleicht lässt Peeroton da ja ein Lauf-Rad-und Schwimmshirt springen…. ;-) Wär doch ne Super-Werbung hier in Deutschland…..
    Ja wegen der Beckengeschichte…..zumal in den ersten Minuten immer extrem schmerzhaft….das werde ich sehr genau im Auge behalten, denn das will ich nicht chronisch kriegen. Vielleicht muss ich doch auch mal mit dem Sattel was probieren. Der den ich da fahr ist schon sehr hart. Mal schauen, wie´s mir nach einer Woche ohne Radfahren damit geht.
    Also, ich denke ich verabschiede mich jetzt dann doch mal so langsam bis nach dem Wettkampf…..Ich denke bis dahin werde ich mal eine Computerpause einlegen.
    Viele Grüße und alles gute für Deinen ersten Test im Lauf
    Jürgen

  16. RunningWilli sagt:

    Hallo Jürgen,

    danke für die berührenden Worte. Ich wünsche dir alles Gute für deinen Wettkampf am Sonntag. Die Computerpause finde ich sehr gut. Ich nenne das flimmerfrei und mache das zweimal die Woche. Da folgt man ein Beitrag darüber…. ;-)

    Run ON!
    Willi

  17. auch ich hatte heute mal wieder die gelegenheit, dir zu lauschen
    ich muss gestehen, bei den anderen kommentaren hab ich nur kurz drübergeflogen, war zu faul..
    Übertraining.. ein thema das ich eigentlich permanent höre
    und doch könnte es genau das sein, das mich seit wochen handicapt…
    bei mir macht sich das allerdings weniger mit schmerzen bemerkbar, sondern mit einem angeschlagenen immunsystem -- zusätzlich scheine auch ich seit neuestem ein problem mit pollen zu haben… irgendwie spielt der körper verrückt..
    darum heißt es bei mir jetzt mal NICHTS, also wirklich GAR NICHTS tun und hoffen, dass Besserung eintritt…

    dir alles Gute mit deinem Allerwertesten!

  18. RunningWilli sagt:

    Hallo Arlberteinstein,

    also zu faul bist du bestimmt nicht wie man sieht. Du bist ja ein äußerst fleißiger Kommentarschreiber im Netz auf sämtlichen Laufblogs. Hut ab davor. Und dann hast du auch noch deinen eigenen Blog. Und genau diese Einstellung hat dir vielleicht auch das Übertraining gebracht.

    Ich finde es gut, dass du nun auf deinen Körper hörst und hier stoppst. Und manchmal ist es wirklich das Beste wenn man gar nix tut. Hast du eine Pause gehabt während deiner Saisonen 2010 und 2011? Wie ist dein Ruhepuls in der Früh?

    Danke für deine Genesungswünsche!

    Run ON!
    Willi