12 Gründe warum ich jetzt nur mehr ohne Musik laufen gehe

Ich selbst liebe Musik und das Laufen. Jedoch höre ich seit ein paar Wochen keine Musik mehr beim Laufen. Warum? Dafür gibt es 12 Gründe, die ich dir heute angeführt habe. Mich würde interessieren ob du beim Laufen Musik (mp3) hörst und warum?

 Laufen ohne Musik hat gute Gründe
Laufen ohne Musik hat gute Gründe

Musik bedeutet für mich Freiheit so wie eben das Laufen auch. Bei meinen ersten Trainingseinheiten habe ich immer den Ipod mitgehabt und mir Lied um Lied angehört. Ich hatte öfters wirklich einen Flow erlebt und war dann froh, dass ich den Ipod mitgehabt habe. Vor etlichen Wochen wurde ich dazu gezwungen ohne Ipod zu laufen und da habe ich dann das Training ohne Musik probiert. Und siehe da: Ich bliebt dabei, dass ich ab sofort immer ohne Musik und Ipod laufen gehen würde. Warum?

  1. Straßenverkehr
    Der Straßenverkehr spielt auch bei mir eine Rolle. Ich laufe zwar die meiste Zeit im Wald, jedoch muss ich auch erst einmal zur Waldstrecke kommen. Da laufe ich auf der Straße den Autos entlang vorbei Richtung Wald. Und genau diese kurze Strecke birgt aber auch schon genug Gefahr in sich um von einem Auto niedergefahren zu werden. Ich kann mich gut erinnern als ich einmal schneller über die Straße lief und nur knapp einem Autounfall entkam. Warum? Ich hatte wieder einmal laut Ipod gehört und war von der Musik einfach begeistert und total abgelenkt. Daher hörte ich den Straßenlärm gar nicht und in diesem Fall auch das Auto nicht. Ich beobachte oftmals bei Läufern, dass diese total abgelenkt sind weil sie diese Stöpsel im Ohr haben und dann noch zusätzlich auf die Pulsuhr starren. Diese beiden Dingen in Kombination sind sehr gefährlich, wenn es um die Sicherheit des Läufers geht. Die Autofahrer rechnen auch mit der Konzentration und Aufmerksamkeit eines jeden Läufers, die ist bei Musik hören aber nicht so recht gegeben. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, dass man den Ipod leiser dreht und demnach den Straßenlärm besser hört. Aber das funktioniert auch nur bedingt. Als ich den Ipod leiser schaltete hatte ich jedoch den Musikgenuss nicht mehr so und das gefiel mir dann auch nicht recht. Es gibt ja das Lied "Ich mag Musik nur wenn sie laut ist" – so empfinde ich das auch. Deshalb ganz oder gar nicht. Und wenn die Sicherheit – meine Sicherheit – darunter leidet dann entscheide ich mich lieber gegen den Ipod oder einen anderen MP3 Player beim Laufen
  2. Zeit für mich
    Ich laufe am liebsten in der Früh, wenn noch alles ruhig ist (nicht nur bei uns zu Hause ). Diese Zeit ist dann "meine Zeit" und das genieße ich auch sehr. Ich habe tagsüber genug Stress und Zeit mit meinen Kollegen, Kindern, Frau, Kunden, etc.. Vor einigen Wochen bemerkte ich dann, dass dieses "Zudröhnen" vom IPod mir auch die letzte mir gehörende Zeit nimmt. Es hat einfach nicht so viel Qualität für mich, wenn ich mit Lärm im Ohr durch die Wälder laufe. Man sagt ja "Morgenstund hat Gold im Mund". Aber das empfand ich beim Frühlauf nur, wenn dieser Ipod nicht lief. Im Leben geht es mir auch um Lebensqualität. Genauso geht es mir beim Training um Trainingsqualität. Das Zeitempfinden eines jeden Menschen ist nicht immer gleich. Darum  möchte ich meine Zeit so gut wie möglich auskosten und wirklich qualitativ empfinden. Seit ich den Ipod nicht mehr mithabe empfinde ich diese 1 bis 1,5 Stunden am Tag wirklich als meine persönliche Freizeit, die ich sehr genieße. Ich tanke mich auf für den Tag und die diversen Aufgaben, die dann noch folgen. Es gibt Menschen, die nehmen sich ihre Zeit, wenn sie ein Buch lesen oder am Abend fernsehen. Das bin ich nicht. Ich selbst bin ein aktiver Mensch und sehe mein Lauftraining eben nicht nur als "starre" Trainingseinheit um beim nächsten Marathon eine gute Zeit zu laufen. Ich möchte auch den Weg dahin gut bestreiten und gut auskosten. Der Ipod hat das zuvor immer verhindert. Nun habe ich meine Zeit in der Früh und möchte auch, dass das so bleibt.
  3. Hektik vermeiden
    Der Arbeitstag bringt jede Menge Hektik. Viel Hektik produziert der Mensch sich aber selbst. Denn jeder Mensch kann selbst dazu beitragen, dass sein Tag gut läuft und von Ruhe geprägt ist. Nicht umsonst heißt es ja "In der Ruhe liegt die Kraft". Ich selbst habe mir persönlich ein Ziel auferlegt, dass ich den von mir selbst produzierten Stress so gut wie möglich streichen möchte. Und genau das Laufen mit Musik ist ein Punkt, der mir gleich in der Früh jede Menge Hektik bringt. Demnach habe ich diesen Punkt für mich aus dem Lauftraining gestrichen. Auch mein Körper selbst sollte die Möglichkeit haben ohne Hektik laufen zu können und vor allem ohne Hektik in den Tag zu starten. Es gibt natürlich auch Lieder, die nicht so schnell sind und die eventuell sogar beruhigen können. Aber wenn ich dann den Ipod mithabe habe ich früher oft in den Zufallsmodus geschaltet und da hatte ich dann auch schnelle, hetzende Lieder im Ohr.
  4. Höflichkeit
    Ich selbst laufe nie in einer Laufgemeinschaft oder einem Lauftreff. Hier kommt der Punkt Höflichkeit noch mehr zu tragen. Es ist schon sehr seltsam, wenn zwei oder mehr Läufer nebeneinander laufen und jeder oder einer davon hat den Stöpsel im Ohr und hört Musik. Ist das nicht unhöflich? Ja, auf jeden Fall. Hier kommt oftmals der Einwand, dass man die Lautstärke nicht so hoch eingestellt hat und demnach den anderen gut hört. In meinem Schulalter hatte ich auch pausenlos den Stöpsel im Ohr. Ich habe die anderen gehört, aber nicht immer. Und meine Schulkollegen sprachen mich halt nicht oft an, da ich nicht wirklich ansprechbar aussah. Also wenn du als Läufer auch nicht angesprochen werden willst, dann solltest du auf jeden Fall mit Musik laufen.  Aber dann frage ich mich warum du dann nicht alleine läufst. Aber auch wenn man alleine läuft so wie ich gibt es eine Art von Unhöflichkeit, die man beim Tragen von Musik einfach hat. Man läuft ja an Passanten vorbei und diese erhoffen sich vielleicht ein kurzes "Guten Morgen" oder so ähnlich. In der Großstadt ist das vielleicht nicht so ein Thema. Aber wenn man im Ort einen wichtigen Menschen vergisst kann das schon Auswirkungen haben.  Früher merkte ich gar nicht wie ich die Leute immer anschrie. Denn durch die laute Musik hatte ich einen hohen Tonpegel im Ohr. Bei älteren Menschen merkte ich nach einiger Zeit, wie die immer zusammengezuckt sind. Und das lag sicher nicht nur an meinem Lauftempo.
  5. Antreiben lassen ist vorbei
    Musik kann einen Läufer unheimlich beflügeln. Denn man hat auf einmal positive Emotionen und lässt diesen nun freien Lauf. Aber die Musik war bei mir ungefähr so als ob jemand mitgelaufen wäre und mir dauern gesagt hätte, dass ich noch schneller laufen sollte. Währenddessen sagte die andere Person (nämlich meine Pulsuhr), dass ich bitte langsamer laufen sollte. Das passt doch irgendwie nicht unbedingt zusammen. Für Menschen, die nun ohne Pulsuhr laufen ist das natürlich schon etwas bedenklich. Denn mit Sicherheit läuft man angetrieben durch die Musik noch schneller als man sollte. Ich möchte nicht immer im Stop and Go Verfahren laufen gehen. Und ich möchte mich vor allem nicht antreiben lassen. Als freiheitsliebender Mensch mag ich es nicht, wenn man mich antreibt. Und warum sollte ich mich dann gerade in der Früh wo ich noch nicht einmal ganz auf bin antreiben lassen? Das wäre doch komplett gegen meine Einstellung.
  6. Kein störendes Kabel
    Das Kabel des Iphones hat mich immer etwas gestört. Es begann schon bei der Laufvorbereitung. Wie soll ich nun das Ipodkabel befestigen damit es mich nicht stört. Die ersten Läufe waren etwas mit Stress verbunden, denn im Lauf selbst bemerkte ich, dass das Kabel der Kopfhörer vom Ipod viel zu kurz war. So spürte ich immer eine gewisse Spannung, wenn ich gewisse Läuferpositionen einnahm. Schnell hatte ich damals den Fehler ausgebessert und mir ein längeres Kabel gekauft. Doch damit war das Problem nicht ganz behoben. Das Kabel war ja immer noch da und es hat mich trotzdem, dass ich es unter dem Gewand versteckt hatte immer etwas behindert. Alles was mich beim Laufen behindert möchte ich am liebsten los werden – und darum habe ich mich auch gegen den Ipod und das störende Kabel entschieden.
  7. Waldgeräusche aufnehmen
    Ein großes Umdenken wegen Musik ja oder nein beim Lauftraining war ein kurzer Impuls in einer Läuferfachzeitschrift. Dort stand wie angenehm das bewusste Wahrnehmen der Umgebung eigentlich ist. Bewusstes Wahrnehmen der Umgebung? Zu diesem Zeitpunkt nahm ich nur wahr ob ein Lied schneller oder langsamer war, aber das rundherum auf keinen Fall. Und damals dachte ich mir auch, dass es wirklich gut ist, wenn ich die Umgebung nicht hören muss, denn dann bin ich für mich ein Stück isoliert und kann diese Zeit noch besser geniessen. Aber diese Einstellung änderte sich mit dem ersten Lauf wo ich ohne Musik gelaufen bin. Denn da bemerkte ich auf einmal wie aktiv die Tiere im Wald in der Früh eigentlich sind. Und wie wundervoll die Waldgeräusche beim Lauftraining sein können. Das alles hatte ich bis dato verpasst? Ja, diese wunderbaren Waldgeräusche hatte ich nie aufgenommen, weil ich mich von "ein Haus am See" oder "Gewinner" stören ließ. Nichts gegen diese Lieder, die mag ich auch ein Stück (Gewinner mehr als ein Haus am See…). Aber sie nehmen mir das bewusste Leben im jetzt. Und seit ich nun die Musik nicht mehr am oder im Ohr habe kann ich mich noch besser aufladen – und das tut gut.
  8. Gezielte Tempo Intervalleinheiten
    Die Tempo Intervalleiheiten sind ganz wichtig für mein Training und die Weiterentwicklung.  Das fällt mir jetzt ohne der Musik am Ohr um einiges leichter. Denn früher hätte ich diese Tempotrainings nicht so gut machen können. Warum? Als ich früher mit Musik mein Tempo beim Lauftraining gesteigert hatte war immer das Problem, dass ich zu schnell war. Pausenlos piepste meine Pulsuhr und ich brauchte lange bis ich in dem vorgegebenen Bereich laufen konnte. Und wenn ich daran denke, dass die Einheiten selbst ja nur 6-10 Minuten dauerten war die Intervalleinheit gerade vorbei als ich endlich meinen Puls hatte. Für mich ist jedes Training auch eine Vorbereitung auf das Rennen. Und eim Rennen habe ich auch keine Musik am Ohr, die mich antreibt. Darum möchte ich meine Tempointervalleinheiten auch lieber ohne Musik machen.
  9. Langeweile gut
    Es gibt Läufer, die laufen mit Musik weil dann die Langeweile (gerade bei langen Läufen) nicht mehr so groß ist. Das war bei mir auch so. Ich dachte mir wenn ich mit Musik am Ohr laufe, dann vergehen die 90 Minuten Lauftraining viel schneller und ich habe mein Training schneller erledigt. Alleine in dieser Einstellung liegen mehrere Fehler aus der heutigen Sicht. Laufen bedeutet manchmal Langeweile. Aber wenn man diese Langeweile nicht aushalten kann und auch lernt diese zu lieben, dann hat man sich aus meiner Sicht für den falschen Sport entschieden. Bei langen Läufen über 20 Kilometer ist es ganz normal, dass man auch in den Genuss von Langeweile kommt. Das Laufen selbst empfinden Profisportler als Langeweile. Aber als eine Langeweile, die sie lieben. Denn gerade diese Eintönigkeit hat doch einen tieferen Sinn. Wann habe ich als Willi die Möglichkeit im Alltag Eintönigkeit und Langeweile auf so eine beruhigende Art und Weise zu empfinden? Da ich kein Beamter bin (alle Beamten mögen mir dies verzeihen …. ) habe ich in der Arbeit genug zu tun. Aber beim Laufen ist diese Langeweile heilsam und eine top Vorbereitung für mich auf das Rennen. Und wenn ich mit Musik laufen würde, dann könnte ich das alles nicht so genießen.
  10. Konzentration aufs Training
    Ein Hauptproblem unserer Zeit ist, das Multitasking. Viele Leute im Büro sind auf diese Eigenschaft extrem stolz. Aus der heutigen Sicht finde ich das ganz falsch. Denn "Multitasking" heißt alles und nichts tun in der gleichen Zeit. Früher war ich mit dem Ipod am Ohr unterwegs im Lauftraining und dachte mir, das ich nun gleich 2 Fliegen auf einen Schlag hätte. Denn ich könnte nun Sport machen und gleichzeitig Musik hören. Wann geht das schon alles in so kurzer Zeit? Heute sehe ich das ganz anders. Ich konzentriere mich lieber auf einige wenige Dinge. Diese müssen mir wichtig sein und werden dann auch in voller Konzentration gemacht. Das Laufen ist mir wichtig und die volle Konzentration auf das Lauftraining eben auch. Ich kann es gar nicht nachvollziehen wie Läufer mit Musik am Ohr sich voll auf die Laufeinheit konzentrieren können. Also ich kann das auf keinen Fall und möchte gleich in den Raum stellen ob dieses "Multitasking" bei den anderen Läufern auch wirklich funktioniert.  Ich möchte die Zeit im Training effektiv nutzen und darum mache ich nicht 10 Dinge auf einmal. Denn das nächste Mal beantworte ich dann vielleicht meine e-Mails beim Laufen. Das kann doch nicht sein.
  11. "Nicht vergessen dass sie laufen"
    Es gibt eine Werbekampagne die lautet: "Läufer wollen nicht vergessen, dass sie laufen." Alleine dieser Satz hat wirklich schon viele Wahrheiten für mich enthalten. Einerseits geht es bei jedem Sportler um den Willen. Ich denke, dass dieser ganz wichtig ist. Und Läufer, die jeden Tag Training machen und sich dabei überwinden haben eben einen großen Willen. Und nun geht es ja darum was wir wirklich wollen. Ganz ehrlich: Hast du dir den Laufsport freiwillig ausgesucht oder bist du gezwungen worden? Also ich habe den Laufsport freiwillig gewählt und auch den Umfang und die Intensität des Trainings . Es ist nicht mein Job, den ich tun muss (aber den habe ich ja auch freiwillig gewählt… Ups.) Und darum kann ich gar nicht so recht verstehen wie ich am Anfang des Laufens das Laufen selbst vergessen wollte. Ich gehe laufen damit ich das Laufen vergesse. Ist das nicht komisch? Irgendwie schon, aber heute sehe ich eben Dinge andrers. Ich bin auch der Meinung, dass Läufer das Laufen selbst gar nicht vergessen wollen. Wir sind ja froh, dass wir laufen und auch ein Stück stolz darauf. Wenn man den Walkman oder Ipod oben hat ist das ein Rausch in dem man sich begibt. Jeder der schon mal beim Laufen Musik gehört hat wird bestätigen können, dass er sich nicht wirklich an Einzelheiten errinnern hat können, denn die Musik hat ihn eben abgelenkt. Aber sind es nicht gerade die vielen Einzelheiten im Training, die uns antreiben. Würde es sonst Leute geben, die täglich ihre Erfahrungen vom Laufen aufschreiben? Siehe dazu den Täglichläufer, der hervorragende Berichte über viele Einzelheiten schreibt. Kann mir nicht vorstellen, dass der Marcus mit Musik im Ohr läuft, oder? Ich bin froh, wenn ich viele Erinnerungen an das Laufen behalte, darum absolut keine Musik im Training und schon gar nicht im Rennen.
  12. Gewicht
    Ich selbst habe und hatte auf vor ein paar Monaten den Ipod mit 80 GB. Und da ich noch eine Schutzfolie auf dem Ipod habe, hat dieser auch entsprechend Gewicht. Dieses Gewicht muss ich beim Laufen mitschleppen und das gefällt mir gar nicht so. Natürlich gibt es heutzutage wesentlich leichtere Ipods, die man kaum spürt. Aber auch diese müssen ja befestigt werden, aber nur wo? Es gibt da die tolle Möglichkeit dies direkt am Arm zu befestigen. Also da würde es mich einfach nur stören, denn ich finde das als "Anhängsel" das ich da nicht brauche. Im Winter ist die Befestigung des Ipods immer sehr einfach. Denn da hat man ja auch einen Jacke an wo man den Ipod einstecken kann. Aber das Gewicht des Ipods sorgt dafür, dass es immer hin und her baumelt und das ist eine störende Sache. Ich würde heute auch nicht mehr mit dem kleineren Ipod laufen gehen obwohl der fast kein Gewicht hat. Ich möchte wenn überhaupt eine Trinkflasche dabei haben, aber kein störendes Equipment.

 

Das Laufen mit oder ohne Musik ist eine sehr persönliche Entscheidung wo man seine Vorlieben ansehen muss. Ich habe das für mich getan und nach etlichen Wochen und Monaten mit Ipod und Sport mich dazu entschieden keine Musik mehr beim Laufen dabei zu haben. Aber auch bei mir war es ein Prozess, der einfach dauerte. Vielleicht gibt es ja auch einmal wieder den Prozess für ein JA zur Musik beim Lauftraining. Wer weiß das schon?

Mich würde interessieren ob du mit Musik läufst oder ohne und warum du das eben so tust? Bin gespannt auf dein Kommentar jetzt.

Lg

RunningWilli

Über Willi Prokop

Mein Name ist Willi Prokop. Ich bin 33 Jahre und habe 6 Kinder gemeinsam mit meiner Frau Angela. Neben meinem Job als Manager laufe ich. Seit kurzem bin ich Autor des E Books "Wie ich 1:24 im Halbmarathon in 2 Jahren laufen konnte - Die Running Willi Methode". Ich freue mich, dass du meinen Laufblog besuchst. Mehr Über Mich gibts hier. Wenn du nichts mehr verpassen willst kannst du gratis neue Beiträge per e-Mail erhalten. Run ON! Willi

8 Antworten auf 12 Gründe warum ich jetzt nur mehr ohne Musik laufen gehe

  1. Bernd sagt:

    Ich habe noch nie Musik beim Laufen dabei gehabt, meine Musik beim Laufen, das ist das Zwitschern der Vögel, Plätschern von Wasser, Rauschen der Bäume. Kurz es sind alle die Geräusche die man draußen hören kann. Leider gehört, da ich in der Stadt laufe, auch der Lärm von Autos dazu.
    Deine Gründe auf Musik beim Laufen zu verzichten kann ich voll unterschreiben.

  2. Mein MP3 Player heißt: Natur 1.0 ;) Aber auch aus Gründen der Sicherheit würde ich nie mit Musik laufen. Gerade auch im Hinblick auf Hunde.

    Aber es ist wie mit allem, das muß jeder für sich selbst entscheiden.

  3. Chris sagt:

    emails beim Laufen zu schreiben habe ich mir schon öfters überlegt. vielleicht könnte man das mittels spracherkennung irgendwann hinkriegen, oder mit auslesen der hirnströme.
    aber für die spracherkennung dürften auch nicht zuviele tiere im wals sein. “Schatz, zum Frühstück hätte ich gern piep, piep, röhr”

  4. RunningWilli sagt:

    @Bernd,
    das Zwitschern ist ja die beste Musik, da hast du recht. Der Lärm von den Autos kann störend aber auch nicht sein. Wenn es ein gleichmäßiger Lärm ist, dann klappt das noch besser als wenn natürlich dauernd gehupt wird.

    @Täglichläufer:
    Diesen Namen lassen wir branden :-) ) Natur 1.0 -- genau das habe ich von dir erwartet. Das mit den Hunden habe ich schon auf deinem Blog gelesen. Ich selbst habe große Angst von Hunden und bin mir da mit dem Ipod auch immer unsicher gewesen. Diesen Nachteil habe ich ganz vergessen…

    @Chris:
    e-mails beim Laufen? Nicht ernst gemeint, oder? Geniesse doch die Zeit, die du alleine bist und nicht multitaskingfähig sein musst. Das mit der Spracherkennung könnte wirklich brenzlich werden… :-) )

    Lg euch 3en

    RunningWilli

  5. Ich bin noch nie mit Musik gelaufen und werde auch nie mit Musik laufen. Und dies obwohl ich so oft es geht Musik höre, aber eben nicht wenn ich laufe. Denn wenn ich Letzteres mache, dann will ich dies in vollen Zügen geniessen.
    Mein Favorit bei deiner Auflistung ist daher der Punkt 7. Denn ich bin vorwiegend in der Natur unterwegs und diese nicht hören, spüren, riechen und erleben zu können, das wäre mir ein Greuel!
    LG Reinhard

  6. Laufhannes sagt:

    Manchmal mit, manchmal ohne. Es kommt immer darauf an, was ich bei dem Lauf gerade möchte. Da treffen sehr viele Faktoren aufeinander. Geht es um ein effektives Training, das im Normalfall ohne Musik gemacht wird? Oder brauche ich die Musik vielleicht zur Motivation? Möchte ich mich ablenken oder möchte ich in der Natur entspannen? -- Da gibt es so viele Möglichkeiten …

  7. Ramona sagt:

    Hallo Willi,
    jahrelang lief ich ohne Musik. Dann irgendwann bekam ich einen MP3-Player und nahm ihn mit auf die Laufstrecke. Es ist, wie Du es beschreibst. Man nimmt nichts mehr wahr. Die Musik ist eine große Antriebsfeder, die einen schneller laufen lässt, als man eigentlich möchte. Und man wird ständig beschallt. Es störte mich einfach. Es nahm mir die Möglichkeit des Genießens. Deshalb laufe ich seit langem wieder ohne Musik im Ohr. Ich mache selbst genug Musik. Das reicht. Beim Laufen genieße ich die Musik der Natur. :)

    Liebe Grüße
    Ramona

  8. RunningWilli sagt:

    @Silberläufer:
    Anscheinend ist der Großteil der Läufer vom Punkt 7 überzeugt. Das ist wahrscheinlich auch der Unterschied von einem erfahrenen Läufer und einem Beginner -- oder nicht?

    @Laufhannes:
    Erst vor ein paar Tagen (nach dem ich diesen Artikel geschrieben hatte) dachte ich mir, dass ich bei Motivationsproblemen wohl einmal wieder den Ipod mitnehmen werde. Und dann nun dein Kommentar…

    @Ramona:
    Beim Genießen geht es auch darum wirklich abschalten zu können. So haben wir dann wirklich unsere Zeit. Und die ist in der modernen Welt wirklich sehr kostbar geworden.

    Lg
    RunningWilli