Fragen zur Triggerpunktbehandlung

Ich beantworte heute Fragen zur Triggerpunktbehandlung. Denn mein Beitrag “Läuferknie, Runners Knee, …” hat ein breites Echo ausgelöst. Nun möchte ich gezielte Fragen zur Behandlung der Triggerpunkte schreiben.

Kommen wir gleich zu den Fragen die mir Alex und Eicke geschickt haben:

“Habe mit der Trigger Therapie angefangen und benutze hierfür den Tennisball. Wie hast du die Triggermaßnahmen mit dem Joggen verbunden (warst du vor der Triggermaßnahme Joggen oder danach oder erst am nächsten Tag)? Wie genau bist du da vorgegangen? Wäre sehr nett von dir, wenn du das schildern könntest. Möchte dir auf diesem Wege nochmal für deinen Tip danken und setze große Hoffnung hinein.”

Gut so, dass du sofort mit der Behandlung der Triggerpunkte begonnen hast. Wichtig ist, dass du regelmäßig behandelst. Also 6 bis 12 x pro Tag. Es geht nicht so sehr um die Härte mit der du behandelst. Sondern eben darum, dass du regelmäßig den Körper zur Durchblutung anregst.

Ich habe immer 6 bis 12 x pro Tag behandelt. Vor dem Laufen war das nicht immer möglich. Denn sonst müsste ich vor 4 Uhr Früh aufstehen. Und das ist dann doch ein bisschen früh. Wichtig ist jedoch die Behandlung der Triggerpunkte direkt nach dem Joggen. Denn hier kann es passieren, dass durch “falsches Laufen” die Triggerpunkte wieder aktiviert wurden. Und mit dem Tennisball kannst du diese wieder deaktivieren. Wenn ich zu Hause am Laufband mit Pausen gelaufen bin dann habe ich auch die Pausen genutzt. Aber nur für die wichtigsten Muskelgruppen. In dem Arbeitsbuch “Triggerpunkttherapie” findest du ja für jede Verletzung die “Verursacher”. Diese Muskelgruppen gehtst du von oben nach unten durch.

Das Hauptproblem ist aus meiner Sicht das falsche Training. Denn auch wenn man ein Läuferknie hat kann man laufen gehen. Man muss halt nur wissen wie. Ich laufe derzeit relativ viel. Aber ich habe null Probleme. Obwohl ich kein Krafttraining mache und keine Dehnungsübungen. Wenn man den Körper richtig belastet reagiert er äußerst gut darauf.

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“Hey Willi,

muss dir nochmal schreiben. Habe soeben das Buch bestellt. Was hast du für einen Ball benutzt? Einen richtigen Hartgummiball oder nur den Tennisball?”

Anfänglich habe ich hauptsächlich den Tennisball benutzt. Denn diesen hatte ich ja zu Hause und musste ich nicht kaufen. Aber dann habe ich zusätzlich einen Hartgummiball meiner Kinder genutzt. Denn gerade die Rückenmuskeln (die tiefer liegen) und die Muskeln an der Lendenwirbelsäule konnte ich so tiefer und besser behandeln. Nach etlichen Wochen Erfahrung habe ich jetzt aber den Body Back Buddy “Regenschirm” (so nennen ihn meine Kinder) im Einsatz. Denn als Läufer hatte ich immer die gleichen Probleme. Von der Wadenmuskulatur her gab es immer wieder Verspannungen. Und nun kann ich vor allem die Waden damit sehr gut behandeln. Aber auch die Körperregionen wie der Nacken und das Schienbein sind wichtig. Und die kann ich damit gut behandeln.

Der Body Back Buddy (Regenschirm …) in Aktion

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“Hey Willi,

vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht. Du hast mir Hoffnung gegeben. So wie ich das sehe, hast du genau das durchgemacht, was ich auch bisher durchmache. Ich habe auch schon mittlerweile sicherlich meine 700€ für diverse Maßnahmen ausgegeben. Deine Schmerzsymptome anfangs kommen meinen sehr nahe. Ich habe mich entschlossen das Buch zu kaufen und einen geeigneten Ball. Werde damit sobald als möglich anfangen und dir davon berichten. Die Fragen an dich zu meiner weiteren Vorgehensweise: Hast du während der Triggertherapie weiter gedehnt? Joggen soll ich also unbedingt auch fortsetzen?”

Gerne. Du hast jetzt berechtigte Hoffnung. Gerade erst vor ein paar Tagen hatte meine Tochter sehr große Schmerzen am rechten Bein außen. Durch die Triggerpunktbehandlung im Gesäß sind die Schmerzen nach nur 3 Tagen weg. Vorher hat meine Tochter immer gelacht weil ich dauernd mit dem Ball herummassiert habe. Nun ist sie froh, dass das so hilft.

Das Dehnen habe ich sein lassen bis heute. Denn Dehnen aktiviert die Triggerpunkte wieder. Und dein Ziel muss ja sein die Punkte zu deaktivieren. Ich kann dir jetzt keinen Vorteil sagen warum du Dehnen sollst. Darum lass’ es besser sein. Joggen auf jeden Fall fortsetzen so wie ich es im “Läuferknie Beitrag” beschrieben habe.

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“Hallo!

Ich leide nunmehr seit beinahe 1,5 Jahren an ähnlichen Symptomen, bin mir allerdings nicht sicher, ob es genau ein Läuferknie ist und, ob die von dir beschriebene Methode bei mir Besserung bringen würde. Habe vor einem Jahr ein MRT machen lassen und die Außenmenisken beider Knie sind wohl geschädigt. Habe regelmäßig allein bereits beim Gehen stechende Schmerzen (wechselnd in beiden Knien) seit einem Umzug aus einem 4. in einen 4. Stock (sehr oft hoch und runter gelaufen). Ich habe deinen Beitrag auf runningwilli.com über das Läuferknie gelesen und deine “Konversation” mit Alex – könntest du mich vielleicht mit Alex in Verbindung bringen? Würde gerne mal seine genauen Symptome erfragen, was diagnostiziert worden ist und, ob er die beschriebene Methode bereits anwendet – frag’ ihn mal bitte. Ansonsten hatten die Ärzte nur gemeint, dass das schon wieder wird.. und auch eine Akupunktur hat mir gar nichts gebracht. Bisschen blöd, wenn man mit 27 Jahren schon mehr als ein Jahr nicht mehr richtig Laufen kann :- Ach so, wenn ich außen an das Knie drücke und hin- und herbewege tut der Meniskus? schon weh. Wird wohl wieder Zeit einen 4. Arzt aufzusuchen *arg*”

Vielen Dank für die Antworten schon mal!

Eicke

Hallo Eicke,

welches Problem du genau hast wage ich nicht zu beurteilen. Aber ich kann dir sagen, dass gerade Meniskusprobleme viel mit Triggerpunkten im Oberschenkel innen zu tun haben. Und hier wird dann gerne operiert. Das Schlimmer daran ist aber nur, dass die OP kaum Linderung schafft. Warum? Weil die Triggerpunkte in der Muskulatur noch immer aktiv sind. Das ist dann auch der Grund warum viele nach der OP weiter nicht laufen können.

Ich werde Alex deine Daten weitergeben. “Wird schon werden” sehe ich nicht so. Das regt mich eher auf. Weil ich auch solche “Wunderärzte” besucht hatte. Und wenn ich auf deren Rat vertraut hätte könnte ich jetzt noch immer nicht laufen. Jedes Problem im Körper hat eine Ursache. Und wenn du die Ursache nicht behandelst dann wirst du auch das Problem nicht lösen. Warum bestellst du dir nicht einfach das Buch und machst die Behandlung fix für 4 Wochen? Wenn es dann nicht hilft (was ich nicht glaube) dann kannst du ja noch immer zu den Ärzten gehen. Das wirst du dann aber nicht mehr. Vertraue mir.

4 Ärzte – 7 Meinungen icon wink

Run ON!

Willi

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