51 Deine Ernährungsfragen

Wie sollte man sich kohlenhydrattechnisch vor und nach dem Wettkampf ernähren? Soll/darf man den Nachbrenneffekt, wenn es ihn wirklich gibt, ausnutzen und nach dem Training nichts essen? Wie kann ich im Wettkampf volle Leistung bringen ohne mich vorher mit Kohlenhydraten vollzupumpen? Geht das überhaupt so? Heute gibt es dazu die Antworten…

Ich bitte dich um deine Erfahrungen zu diesen Fragen und Antworten. Deine Kommentare “beflügeln” mich für neue Podcasts… ;-)

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44 Antworten auf 51 Deine Ernährungsfragen

  1. Rolf sagt:

    HI Willi,

    Fatloading – das klingt ja schon krass ;-)
    Was ich auf jeden Fall bestätigen kann, ist die Aussage, dass man nach dem Training etwas essen sollte.
    Ich hab mir bei http://www.powerradeln.de die Peeroton-Starterbox bestellt, da ist eine gute Auswahl der Produkte zum Ausprobieren enthalten, unter anderem auch die Riegel.
    Erstmal muss ich sagen, die haferlastigen Teile schmecken echt lecker.
    Ich habe bei mir oft beoabachtet, dass ich nach dem Sport, vor allem nach den Fussballspielen, immer total kaputt und ausgelaugt war am Abend. Man konnte mit mir nicht mehr wirklich viel anfangen, ich habe stark nachgeschwitzt und bin meistens recht früh eingeschlafen. Gut das kann natürlich auch mit dem Bierchen danach zusammenhängen ;-)
    Die letzten Spiele hab ich mir danach jetzt so einen Riegel genehmigt und ich muss sagen, das Down am Abend war deutlich geringer und am nächsten Tag ging es mir auch besser.
    Das mag jetzt vllt Zufall sein, aber ich bin echt überzeugt, dass man nach dem Training Energie zuführen sollte.
    Übertreiben sollte man es natürlich nicht, so in der Art: Heute war ich joggen, da kann ich mir dann auch den Schweinsbraten und die 3 Weizen dazu gönnen ;-)

    Vielen Dank für den wieder mal interessanten Podcast!
    Viele Grüße aus Karlsruhe
    Rolf

  2. Christian sagt:

    Sehr interessanter Bericht.
    Vom Begriff Fat loading hab ich bis jetzt auch noch nichts gehört,
    aber ich mein mal gelesen zu hab daß Christop Straßer beim Race across America
    im Stundentakt eine Fettemulsionen zu sich genommen hat um den hohen Kalorienbedarf abzudecken.

    Über den Nachbrenneffekt hab ich mir eigentlich nie Gedanken gemacht, da meine Motivation ohnehin nie das Abnehmen war. Doch ist es in jedem Fall eine Lüge daß man direkt nach dem Sport nichts essen soll? Bei einem leistungsorientierten Läufer ist es klar, der muß seine Speicher wieder voll bekommen um regenerieren zu können doch bei einer übergewichtigen Person hat das Fasten direkt nach dem Sport vielleicht seine Berechtigung.

    Ich trink nach langen Einheiten meist einen Shake den ich mir aus 0,1%igem Topfen,
    Haferflocken, Milch, Marmelade und ein Stück Kochschokolade anmixe. Hab mal gehört das dies ein optimaler Mix von Kohlehydraten und Eiweiß sein soll.

    Vor Wettkämpfen mach ichs gleich wie du – Honigsemmeln. Bei anderen Lebensmitteln wird mir meist schlecht wenns dann hart wird.

    Die Verwunderung mit den 300kcal kann ich mit dir nur teilen, wenn man bedenkt daß der Körper in etwas 1kcal pro Kg Körpergewicht und km verbraucht.

    Grundsätzlich halt ich allerdings nicht viel davon sich zu viele Gedanken über die Ernährung zu machen, im absoluten Spitzensport, wenn es darum geht das letzt mögliche rauszuholen ist Ernährung sicher ein wichtiges Thema, doch im Hobbysport sollte man dies nicht überbewerten – der Körper holt sich ohnehin was er benötigt. Ich denke wenn man unter keinen Heißhungerattacken leidet dürfte man nicht all zu viel falsch machen
    Ich versuch mich zwar grundsätzlich gesund zu ernähren (Obst und Gemüse fünf mal am Tag, keine gehärteten Fette) aber ich sündige auch mal gerne und gönn mir ein Käsekrainer oder einen Schweinsbraten.

    LG
    Christian

  3. RunningWilli sagt:

    Hallo Rolf,

    ja Fatloading habe ich vorher auch gemacht. Aber dafür benötigte ich nur Schokolade…. ;-)

    Die Riegel schmecken so lecker, dass ich derzeit mich hier einkriegen muss. Denn der Höhepunkt waren 10 am Tag. (!) Warum muss das auch so gut schmecken? ;-)

    Ich habe deine Rückmeldung an Peeroton weitergeleitet, denn die freuen sich bestimmt über diese Aussagen von dir. Es ist Fakt, dass deine Regeneration direkt nach dem Training oder Wettkampf beginnt. Ich hatte das früher immer falsch verstanden. Nun ist das Wichtigste für mich direkt nach dem Training mich schnell aufzuladen. Und gerade die Peeroton Produkte helfen mir da ungemein. Denn nicht immer schaffe ich es mich mit natürlicher Nahrung aufzuladen. Früher hatte ich Putenfleisch danach gegessen. Aber leider dauert es 6 bis 7 Stunden bis das Eiweiß in der Muskulatur ist. Das ist zu spät. Darum nehme ich jetzt BCAA (siehe http://www.runningwilli.com/ernaehrung/bcaa/ ). Und gerade heute nach dem 1:40 Stunden Lauf in der Früh habe ich sofort das Plus Kohlenhydratpulver genommen. Denn meine Muskulatur braucht rasch verfügbare Kohlenhydrate direkt nach der Belastung. Und ich weiß nicht wie es dir geht. Aber ich kann direkt nach dem Sport nicht sofort eine feste Nahrung aufnehmen. Das ist auch ein Problem.

    Ja übertreiben sollte man es nicht – das Problem kenne ich auch. Oder findest du 10 Riegel nach dem Training zu viel…. ;-)

    Danke für dein Lob wegen dem Podcast.

    Run ON!
    Willi

  4. RunningWilli sagt:

    Hallo Christian,

    danke für dein Lob und deine Erfahrungen.

    Ich werde das mit dem Nachbrenneffekt nochmals nachfragen bei Peeroton. Aber ist das Gewicht für dich wirklich kein Thema? Angeblich wird man bis zu 1 Minute pro 1 KG weniger schneller.

    Der Shake ist auch das erste nach dem Training. Allerdings bei mir ist es der Mineral Vitamin Drink mit Salz, Eiweißpulver und so wie heute das Kohlehydratpulver. Denn so lade ich mich schnell auf und muss aber nicht feste Nahrung reinstopfen. Wobei danach esse ich dann schon ein Brot oder Weckerl.

    Ja gerade als Läufer hat man ja immer Angst vor der Unterversorgung. Aber das kann wie bei mir dazuführen, dass man immer zu viel ißt. Ich denke, dass bei uns im Hobbysport die Einstellung wichtig ist. Richtig, wir sind keine Profis. Allerdings möchte ich auch nicht umsonst trainieren. Also wenn ich schlecht wegen der Nahrung regeneriere habe ich einen schlechteren Trainingseffekt und eine schlechtere Leistung. Wenn ich nun meine Ernährung so anpassen kann, dass die weiterhin Spaß macht und ich mich besser weiterentwickle sage ich nicht nein… ;-)

    Run ON!
    Willi

    PS: Wann ist dein nächster Wettkampf und wo?

  5. Christian sagt:

    Seit dem ich laufe muß ich eher aufpassen nicht zuviel an Gewicht zu verlieren. Ich muß sehr viel in mich reinschaufeln um mein Gewicht (70kg bei 181) halten zu können (vier Teller Nudeln sind keine Seltenheit und eine halbe Stunde später wenn alles runtergesackt ist der fünfte).

    Mag schon sein, daß man noch ein paar Minuten mit dem Gewicht rausholen kann, und bis zu einem gewissen Maß ist das auch bestimmt sinnvoll, allerdings kann es geschehn daß mann dann nur noch Haut und Knochen ist.

    Zur Ernährung:
    Ich wollte nur ausdrücken, daß man sich zwar gesund und ausgewogen ernähren soll, aber sich ruhig auch mal was gönnen darf.

    LG
    Christian

  6. RunningWilli sagt:

    Also bei 70 kg und 181 brauchst du dich wirklich nicht ums Gewicht sorgen. Echt zu beneiden… ;-) Dort möchte ich auch gerne hin.

    Run ON!
    Willi

  7. Rolf sagt:

    Da wirst du aber erst deine Riegelsucht besiegen müssen ;-)

  8. Marek sagt:

    Hi Willi,

    ich hinke zur Zeit ein wenig den aktuellen Podcasts hinterher, und habe diesen erst heute gehört. Hätte ich diesen Inhalt irgendwo früher gehört, hätte ich einige Fehler vermeiden können. Gewicht spielt bei mir zum Glück überhaupt keine Rolle, ich kann es beliebig steuern indem ich mehr oder weniger Nasche und gut is :-) . Aber gerade nach anstrengenden Läufen habe ich dummer weise früher meist nie etwas gegessen und hatte einfach nur etwas gegen den Durst getan. Der Nachbrenneffekt war mir allerdings egal, und ich hatte ursprünglich auch gedacht, dass dieser durch eine sofortige Nahrungsaufnahme unterbrochen wird. Habe erst vor einiger Zeit an anderer Stelle erfahren, dass es tatsächlich so ist, wie die Firma Peelotron, sagt, dass er trotz Kohlehydrataufnahme weiterhin stattfindet.

    Irgendwann bin ich stutzig geworden, als ich bemerkte, dass sehr erfahren Läufer aus meiner Laufgruppe eiweißhaltige Getränke und Kohlehydrate nach gemeinsamen langen Läufen aufnahmen. Ich hielt das für einen Witz, und dachte Eiweiß ist nur was für Bodybilder, und fing dann aber trotzdem an diesbezüglich zu recherchieren im Internet, und habe mir daraufhin testweise auch ein Produkt (den Ultra Sporst Refresher) gekauft. Ich habe tatsächlich festgestellt, wie gut es tut unmittelbar nach anstrengenden Einheiten etwas zu sich zu nehmen, und mag nun seit dem nicht mehr drauf verzichten. Grad jetzt in meiner Marathonvorbereitungen, nach einem 3 Stündigen langen Lauf, habe ich den Eindruck dass ich viele schneller regeneriere, seit dem ich möglichst schnell etwas zu mir nehme. Zwei Tage später bin ich fit für ne anspruchsvolle Intervalleinheit oder Wiederholungsläufe, das war früher nicht so. Ich kann nur jedem raten, der das genauso, wie ich früher belächelt hat, möglichst schnell nach anstrengenden Einheiten Kohlehydrate und Eiweiß zu sich zu nehmen und es mal zu testen. Da dies über normale Nahrung , bis diese richtig aufgearbeitet ist, und in den Magen kommt, wertvolle Zeit vergeht, sind da „künstliche“ Mischungen meiner Meinung nach ausnahmsweise sinnvoll.

    Nahrunsergänzungsmittel und künstliche Vitamine sind so ne Sache und man sollte sehr vorsichtig damit umgehen. Eine ausgewogen Ernährung sollte diese verzichtbar machen. Aber mit einem „natürlichen“ Lebensmittel dauert es recht lange bis der Körper die entsprechenden Bausteine aufgearbeitet hat.

    In einer Sache möchte ich dir ein wenig widersprechen. Ich spule jetzt nicht extra zurück, um die Stelle zu suchen, glaube aber, dass du gesagt hast, dass man in den ersten 2 Stunden etwas zu sich nehmen sollte. Meiner Meinung ist dies zu spät, und laut meinen Informationen sollte dies möglichst schnell nach der Aktivität stattfinden. Mein Frau ist schwer „begeistert“ wenn ich noch vor der Dusche schwitzend und miefend nach dem Lauf mir erst mal in der Küche einen Regenerationsdrink mische ;)

    Fetloding ist ein tolles Wort, da schmeckt mir meine Schoko, doch gleich viel besser :-) . Hierzu hätte ich eine Frage, falls es nicht zu spät ist. Ich bin bereits im Februar einen kleinen Ultra und den Kielmarathon in einer sehr ruhigen Pace nur so zum Spaß als Grundlagentraining getrabt, und es wurde bei beiden Veranstaltungen Schokoladenstückechen angeboten, bei denen ich öfter zugegriffen habe. Der Ultra war eher ein Spaßevent und wir sind an der Küste in geschlossener Gruppen von Leuchturm zu Leuchturm getrabt, und haben davor immer ein Gruppenfoto gemacht. Die Schoko tat mir gut und ist mir gut bekommen, allerdings bin ich nicht voll gelaufen und das ganze war recht entspannend bei einer HF um die 70% HFmax. Insofern bin ich jetzt am grübeln ob ich im Mai, wenn es bei meinem Hamburgmarathon ernst wird, und ich den voll Laufe, auch ein klein wenig „naschen“ darf. Ich kann mir nicht vorstellen dass das Fett der Schokolade innerhalb des Rennens irgendwie aufgenommen und verarbeitet werden kann vom Körper. Mir ist aber aufgefallen, dass es trotzdem bei langen Rennen öfter auch Schokladenstückchen gibt an den Verplegungständen. Eventuell ist das gut bei einer sehr langen Fahrdraht, einem langen Ultra aber nicht bei einem Marathon der (hoffentlich ;-) ) unter 4 Stunden beendet ist. Ab welchen Zeiten oder Distanzen, eventuell Ultars ab 50 KM hätte Fetloading bei Läufern einen Sinn?! Wie lange braucht ein Stück Schoko, oder andere fetthaltige Lebensmittel, bis das Fett läuferisch umgesetzt werden kann?

    Bei der Gelegenheit: , Ich bin echt beeindruckt über die Qualität und Inhalt dieses tollen Beitrags. Ganz großes Kompliment sowohl an die Firma aber auch an dich, der sich so viel Mühe macht, das wissen mit uns zu teilen. Als du von dieser Zusammenarbeit berichtet hast, dachte ich zunächst es würde sich nur um einfaches Produkplacement handeln, und die werden mit Textbausteinen antworten. Nun denke ich aber, du bist da in ganz tolle Hände geraten. Tue alles was die sagen. Wenn sie wollen dass du rohes Fleisch ist oder andere ungewöhnliche Dinge, tue es! Die werden ihre Gründe haben ;-) Ich denke dass die Produkte der Firma, bei derem Fachwissen, sicher gut sind, aber es auch viele andere Gute gibt. Da ich mit meinen Refresher super Erfahrungen habe, bleibe ich dabei. „Never Change a Running System“ sage ich als Läufer und Datenbankadminstartor :-) Ich werde aber trotzdem mal schauen, was die sonst so anbieten und mal probieren. Wenn sie dich unterstützen, und somit auch ein wenig uns alle, da du dein Wissen mit uns teilst, kann ich die ja unterstützen als kleines Dankeschön ;-)

    Dir und allen beteiligten, ein ganz herzliches Dankeschön dafür; Marek

  9. RunningWilli sagt:

    Hallo Christian,

    habe nun wegen dem Nachbrenneffekt nochmals nachgefragt. Hier die Antwort:

    ….wenn man nach dem Sport nichts isst, bringt man den Körper in eine Art Notsituation. Spätestens nach 2 Stunden schaltet der Stoffwechsel in den “Ruhemodus”, um nicht unnötig viel Energie durch einen erhöhten Grundumsatz zu verbrennen. Das merkt man an der niedrigen Körpertemperatur und an einem gewissen Trägheitsgefühl. Unsere Empfehlung fürs Abnehmen: Essen, aber nur was unbedingt notwendig ist (~ 300 kcal Kohlenhydrate = 1 Riegel)…

    Run ON!
    Willi

  10. Christian Nürnberg sagt:

    Kann das ganze auch nur bestätigen denke das es für einen Frühläufer noch wichtiger ist seine Energiespeicher nach dem Training für den Tag zu füllen mal ganz davon abgesehen von dem Muskelabbau der da drohen kann und das training und die gewünschte Leistungssteigerung zu nichte macht.

    Was ich am Sylvesterlauf feststellen konnte war das ich wärend des laufes ein Getränk mitgeführt habe nennt sich Basica und soll den Säure Basenhaushalt normalisieren. Die Zeit war zwar für mich weitab von dem was ich mir vorgenommen hatte aber dies hatte andere ursachen aber nach dem Lauf in gegensatz zum ersten lauf über 10 km ohne vorbereitung und ohne entsprechender Getränke ohne speicherauffüllung war ich richtig relaxt und fit .

    Was auf der einen seite das begonne Training aber vorallem die dem Körper zugeführte Energie ist. Seit dieser erfahrung gehört nun auch meine Aufmerksam dem Treibstoff dem ich den Körper zu verfügung stelle.

  11. RunningWilli sagt:

    Hallo Marek,

    beim Schreiben hinkst du aber nicht hinterher, da bist du on top! Das freut mich sehr… ;-)

    Danke für deinen interessanten Erfahrungsbericht. Ich habe zu deinen Fragen eine Antwort vom Peeroton Team erhalten:

    Fett hat eine sehr lange Magenverweildauer und ist deshalb zur Aufnahme während Wettkämpfen nicht gut geeignet. Warum die Schokolade in diesem Fall dennoch für Energie gesorgt hat, ist einfach erklärt: Schokolade besteht zu mehr als 50% aus Zucker, der rasch über den Blutkreislauf in die Muskulatur transportiert wird und so Energie für die Belastung zur Verfügungt stellt. Der selbe Effekt ist auch mit Sportgetränken, Müsliriegeln, Bananen, Cola, Energiegels u.ä. zu erzielen.
    Fettloading bezieht sich nicht auf die Ernährung während Belastung, sondern auf die Ernärhung in den Tagen und Wochen vor Belastung. Empfehlenswert ist diese Methode jedoch nur im absoluten Hochleistungsbereich, bei Etappenrennen (Rad-Rundfahrt) und Ultradistanzen (100km Lauf etc.). Im Hobbybereich ist und bleibt Carbo Loading das Mittel der Wahl.

    Danke für dein Lob zu den Podcasts. Und du kannst dir sicher sein, dass es in dieser Tonart weitergehen wird. Nicht immer wird dich ein Beitrag ansprechen. Aber wenn er dich interessiert dann ist bestimmt was dabei. Und danke auch für deinen kooperativen Ansatz. Ich sage auch immer “Geben und nehmen”. ;-)

    Run ON!
    Willi

  12. RunningWilli sagt:

    Hallo Christian,

    danke für deinen Eintrag. Ja genau die gleiche Antwort hatte ich soeben von meinem Trainer erhalten auf meine Frage ob ich nun nur 300 kcal zu mir nehmen soll nach meinem morgendlichen Training. ;-)

    Der Säurebasenhaushalt ist entscheidend hatte ich mal gelesen. Darum nehme ich manchmal nach härteren Einheiten auch ein Säurebasenpulver mit Wasser. Ob das was bringt weiß ich nicht. Aber mein Kopf glaubt dran zumindest.

    Ja ja wenn man mal den Unterschied kennt dann will man nicht mehr zurück. Es geht ja nicht um eine komplette Umstellung. Aber manchmal kann man mit kleinen Änderungen viel bewegen wie man auch bei dir sieht.

    Sag’ mal wann ist dein nächster Wettkampf im Jahr 2011?

    Run ON!
    Willi

  13. Marek sagt:

    Hi Willi,

    Wov, danke fürs weiterleiten meiner Frage und die schnelle kompetente Antwort. Ich Dussel habe ganz vergessen, dass in der Schoko nicht nur Fett, sondern vor allem Zucker drin ist, peinlich, peinlich :-) . Das erklärt dann auch die guten Erfahrungen. Normalerweise versuche ich bei den langen Läufen ohne Kohlehydrate zu laufen um die Glykogenspeicher zu leeren und die Fettverbrennung zu trainieren. Aber bei Testwetbewerben und wenn es mal mehr auf die Qualität (Pace) als Quantität (KM) ankommt, probiere ich denn doch mal, was ich so vertrage, und wie es mir so bekommt, um später im Wettbewerb keine böse Überraschung zu erleben.

    Bei der Gelegenheit: Eigentlich ist bei deinen Podcast immer was dabei was mich interessiert. Du hast neulich mal um Ideen und Vorschläge gebeten. Neben dem großen Thema Essen sollte man dem Thema Trinken auch eventuell einen eigenen Podcast widmen (?) Nicht nur erwähnen, dass man die Tage davor ganz viel trinken sollte, wie du es bereits gemacht hast, sondern auch das was, und wie oft im Wettbewerb, etwas näher durchleuchten. Ich fand den Hinweis von Christian weiter oben hierzu z.B. sehr interessant und er hat mich neugierig gemacht, mehr darüber zu erfahren.

    Trinken im Wettbewerb ist natürlich eher ab der HM Distanz und darüber hinaus ein Thema. Auch hier kann man einiges falsch machen, zu wenig was zu einer Dehydrierung führen kann, aber auch zu viel, was zu einem Bluberbauch führen kann. Auch hier fällt mir spontan ein kleiner „Maythos“ ein. Viele trinken sich „zu tode“ und wundern sich trotzdem, dass sie auf den letzen KM Wadenkrämpfe bekommen. Dann heißt es oft sie sollten deswegen Magnesium nehmen. Das ist meist falsch! Magnesiummangel macht sich eher in Krämpfen beim Schlaf im Bett bemerkbar (vorausgesetzt es ist nicht gerade bei Verenkungen von speziellen, delikaten „Einheiten“ geschehen ;-) ). Oft ist der Salzmangel im Wettbewerb Ursache für Krämpfe, weil man die Mineralien ausgeschwitzt hat und viel ungesalzene Getränke trank, die den Mineralienverlust nicht aufwogen. Wenn ich während des langen Trainings nichts salzhaltiges esse, salze ich mein Wasser etwas und tue etwas Apfelsaft rein, und habe seit dem keine Probleme mit Krämpfen. Ich hätte zum Thema Trinken einige spezielle Fragen aber auch Tipps, falls das Thema mal groß aufkommt.

    Wünsche Dir ein schönes Wochenende; Marek

  14. JE sagt:

    Hallo Willi,
    ich bin schockiert. 10 Riegel und das an einem Tag. D.h. 3000 kcal extra. Sind das nur zusätzliche Nascheinheiten oder isst Du an solchen Tagen sonst noch was? Bei PeeVon roton scheint es einen Suchtfaktor zu geben.

    Von Fatburning habe ich bisher nichts gehört. Werde mal bei meinen Radkollegen nachfragen. Für mich stellt sich immer die Frage, ob fettarme oder normale Produkte? Da scheiden sich die Gelehrten. Die einen sagen so, die anderen so.

    Der Nachburner und die langanhaltende Dauer hat mich sehr überrascht. Dachte das dauert nicht so lange. Bezüglich den 300 kcal habe ich Bestätigung für meine Ernährung nach den morgentlichen Läufen bekommen. Eine Schüssel Müsli mit SpecialK, Joghurt, Multivitaminsaft und viel frischem Obst. Das tut mir richtig gut und stellt eine längere Sättigung über den Morgen ein.

    Freue mich auf die nächsten Podcasts.
    RunON
    Jürgen

  15. RunningWilli sagt:

    Hallo Marek,

    gerne geschehen. Ja leider hat die Schokolade auch Zucker…. ;-)

    Ich habe deinen Tipps wegen dem nächsten Podcast notiert. Ich finde das Thema wichtig und gut. Darum werde ich in den nächsten Ausgaben darüber reden. Vorher werde ich mich hier aber noch mit Peeroton zusammenreden damit ich keinen Blödsinn verzapfe…. ;-)

    Und wie man anhand deiner Erfahrungen sieht gibt es hier auch viel zu beachten. Denn ein zu viel kann genauso schlecht sein – das stimmt.

    Run ON!
    Willi

  16. RunningWilli sagt:

    Hallo Jürgen,

    schockiert? Warum? ;-)

    Das liegt nicht an Peeroton sondern an meiner Vorliebe für Süßigkeiten. Und der Riegel ist ja so gut….

    Ja der Nachbrenneffekt ist schon lange und das hatte ich auch nicht gewusst. Also mir persönlich wäre deine Nahrung zu wenig nach dem Training. Wie lange läufst du in der Früh oder besser gesagt wieviele Kilometer?

    Ich freue mich auch auf die nächsten Podcasts, denn das macht riesig Spaß!

    Run ON!
    Willi

  17. Sven sagt:

    Hi Willi,

    ja genau ich schon wieder.
    Habe deinen neuen Podcast heute voller Interesse angehört. Sehr informativ mit tollen Tipps!
    Da ich nächste Woche meinen ersten Halbmarathon Wettkampf laufen werde kam der Podcast gerade richtig. Ich werde das mit den 3-4 Tagen und den Kohlehydraten mit Sicherheit ausprobieren.
    Auch die Sache mit dem Nachbrenneffekt war neu für mich, ich hatte da auch etwas von 2 Std. nach dem Training nichts Essen im Kopf.

    Bei mir ist das Training zwar mittlerweile hauptsächlich Spass, aber trotzdem will ich noch einige Kilos damit verlieren. Du hast ja weiter oben auch geschrieben, das 1 kg weniger ca. 1 min. schneller bedeutet und auch weil ich einfach noch zu schwer bin.

    Deshalb meine Frage:
    Gilt dieses direkt nach dem Laufen essen auch für jemanden wie mich, der zunächst mal Gewicht verlieren will, oder nur für den, der mehr Leistung erzielen will.

    Vielen Dank schon mal für deine Mühen.
    Was soll ich sagen, mach weiter so.

    Viele Grüße Sven

  18. JE sagt:

    Hallo Willi,
    wie sieht Deinen restlicher Magenfahrplan aus, wenn Du 10 Riegel an einem Tag isst?

    Ich laufe morgens zwischen 45 min und 1 1/4 Stunden. Von der Strecke sind das dann zwischen 8 und 15 km. Je nach Trainingseinheit, Lust, Wetter und vor allem verfügbarer Zeit. Ich denke das mit der Nahrungsaufnahme hat auch mit der Gewohnheit zu tun. Man kann seinen Körper zu weniger erziehen. Wie denkst Du hierüber? Während einer Abnehmphase hatte ich mich über einen längeren Zeitraum auf 1600 kcal beschränkt. Damals war mein Laufpensum noch bei 8 km / Tag. Jetzt liege ich so bei 2000 kcal pro Tag.

    Mein Opa hat immer gesagt: “Man soll nur soviel essen, dass man noch mehr essen möchte”.

    Schön, wenn auch Du eine Freude an den Podcast hast.

    Vielen Dank Gruss
    Jürgen

  19. RunningWilli sagt:

    Hallo Sven,

    zum Glück du schon wieder. Denn es freut mich sehr wenn du öfters schreibst und nicht nur einmal. ;-)

    Schön dass du hier brauchbare Tipps gefunden hast im Podcast.

    Wegen deiner Frage leite ich dir die Antwort von Peeroton weiter die zwar von jemand anders gefragt wurde aber auch hier passt…. ;-)

    Wenn sowohl Körpergewicht reduziert als auch Leistungsfähigkeit erhöht werden soll, gilt es den goldenen Mittelweg zu beschreiten – nur so viele KH zuführen, wie in der Laufeinheit verbraucht wurden (meist um 300kcal).

    Ich werde weiterso machen!

    Run ON!
    Willi

  20. RunningWilli sagt:

    Hallo Jürgen,

    gut an diesem einen besagten Tag wo ich den Weltrekord aufgestellt habe gab es 2 Semmeln in der Früh und 3 Brote am Abend. Die Gewohnheit ist bei mir der Hauptpunkt denke ich. Denn es ist nicht immer so, dass ich wirklich hungrig bin. Aber wenn ich nach Hause komme von der Arbeit gehe ich sofort zum Kühlschrank hin. Die Riegeln waren immer ein schneller Fang. Den Spruch von deinem Opa finde ich sehr passend. Ich habe oft nur die Angst, dass ich zu wenig esse und daher meine Leistung schlecht wird oder ich krank werde. Das sollte ich aus meinem Kopf rausbringen denke ich. Aber wie… ;-)

    Run ON!
    Willi

  21. Sven sagt:

    Super, danke für deine Antwort bzw. das du diese an Peeroton weitergeleitet hast.
    Ich habe heute mein Starterpaket von Peeroton erhalten und bin mal gespannt, vor allem auf die von dir in Massen verzehrten Riegel ;-)

    Gruß Sven

  22. RunningWilli sagt:

    Hi Sven,

    gratuliere dass du das gemacht hast. Wirst voll zufrieden sein. Aber meinen Riegel-Rekord wirst du wirklich nicht brechen so leicht…. ;-)

    Run ON!
    Willi

  23. Christian sagt:

    Hallo Willi,

    höre deinen Podcast jetzt schon eine Weile und möchte dich erstmal loben, gefällt mir sehr gut. Ich finde toll, dass dir immer wieder was einfällt, weiter so.

    Habe deinen Podcast 51 über Ernährung gerade gehört, sehr interessant, und da sagst du, dass man vor dem Laufen Kohlehydrate zu sich nehmen soll, also carb loading. In einen deiner älteren Podcasts zu dem Thema hast du einmal betont, dass man nüchtern laufen soll. Habe ich da was falsch verstanden ?

    Liebe Grüße
    Christian

  24. Nancy sagt:

    Hallo Willi,

    Gratulation zu deinem Podcast.

    Gerade der Pod mit den Ernährungsfragen trifft es bei mir ins “schwarze”.
    Ich laufe nun seit Ende Oktober 2-3 mal wöchentlich. Im Durchschnitt komme ich dabei auf 30 bis 40 km. Die km-Leistung hängt auch sehr davon ab, ob ich in der Woche auch Intervalltraining gemacht habe.
    Bei mir ist es aber genauso wie bei dir, es hat sich auf der Waage rein gar nichts getan.
    Ich bin 1,80 m groß und wiege trotz Laufen wie bisher auch immer zwischen 72,5 und 74,5 – das ist echt ungerecht :O)
    Ernährungstechnisch sieht es so aus, dass ich täglich 1800 Kalorien zu mir nehme, die aus Obst, Gemüse, Quark, Haferflocken, Vollkorn-Brot, Kartoffeln, Vollkornnudeln, Rapsöl, Käse, Pute, Fisch, u.ä. her resultieren. Also an sich alles gesunde Lebensmittel und natürlich nicht alles an einem Tag ;)
    An Trainingstagen esse ich nach dem Training entweder Thunfisch aus der Dose, körnigen Frischkäse oder Vollkorn-Brot (Das aber nur, wenn ich vormittags laufe). Kalorientechnisch immer ca. die Hälfte von den abgelaufenen Kalorien.

    Auch ich habe in der Vergangenheit viel gelesen, recherchiert und ausprobiert – wie oben beschrieben aber ohne Erfolg. Es ist vielmehr so, dass mich alles noch mehr verwirrt. Soll man nun vor dem Training was essen, nach dem Training, auf KH verzichten, nur EW essen, wieviele kcal pro Tag braucht der Körper etc……

    Habe ich es richtig verstanden, dass ich nach dem Training durchaus Kohlenhydrate zu mir nehmen sollte? Weisst du, ob meine Kalorienaufnahme an sich zu hoch ist? Unter der Woche trainiere ich meist auch erst ab 19:30 – danach noch irgendwas großartiges zu essen ist irgendwie zeitlich nicht darstellbar.

    Vll. kannst du mir ja Antworten auf meine Fragen geben…

    Ansonsten: Mach weiter so, deine Pods sind sehr informativ und kurzweilig. Wie Marek schon schrieb, finde ich auch das Thema Trinken sehr wichtig. Vll. kommt ja bald ein Pod darüber :O)
    VG
    Nancy

  25. RunningWilli sagt:

    Hallo Christian,

    danke für dein aufbauendes Kommentar. Nun zu deiner Frage:

    Es kommt darauf an was dein Ziel ist und was du für eine Einheit hast. Wenn ich einen Fettstoffwechsellauf habe (unter 2 mmol Laktat) dann trainiere ich nüchtern. Denn hier wird mein Fettstoffwechsel trainiert und ich nehme auch noch dazu leichter ab.

    Wenn ich allerdings so wie heute Intervalleinheiten habe nehme ich vorher Kohlenhydrate zu mir. Denn über 2 mmol Laktat brauche ich die und verbrauche ich diese auch.

    Alles klar?

    Run ON!
    Willi

  26. RunningWilli sagt:

    Hallo Nancy,

    danke dir vor allem für diese imposanten Worte. Du weißt gar nicht wie wertvoll solche Zeilen sind. Denn manchmal denke ich mir auch warum mache ich das überhaupt? Aber wenn ich dann so was lese weiß ich warum…. ;-)

    Ich würde deine Fragen gerne vom Peeroton Team klären lassen. Machst du Krafttraining? Was isst du vor und nach dem Training am Abend? Welchen BMI möchtest du haben bzw. welches Gewicht? Wie hoch ist der Fettanteil von dir?

    Sobald ich deine Antworten habe werde ich diese ans Peeroton Team weiterleiten.

    Das mit dem Trinken werde ich wohl unterbringen “müssen”. Ich würde mir wünschen, dass du hier an den Diskussionen und Kommentaren aktiv teilnimmst. Denn wir brauchen auch die Frauenstimmen… ;-)

    Run ON!
    Willi

  27. Nancy sagt:

    Hallo Willi,

    lieben Dank für deine Antwort. Ich werde versuchen, mich ab und an in eure Diskussionen einzumischen :)

    -Machst du Krafttraining? Bisher eher sporalisch, seit zwei Wochen gehe ich Freitags zum leichten Gerätetraining. Und ab Donnerstag gehts einmal pro Woche zum Rückenfit-Bauchweg-Kurs.
    -Was isst du vor und nach dem Training am Abend? 1,5 bis 2 h vor dem Training gibt es 250 g Magerquark mit 200g Waldbeeren und 30g Haferflocken. Nach dem Training Kochschinken, Thunfisch oder körnigen Frischkäse.
    -Welchen BMI möchtest du haben bzw. welches Gewicht? Ich würde gerne erstmal unter die 70kg-Marke kommen.
    -Wie hoch ist der Fettanteil von dir? Laut hauseigener Waage 26,7 %.

    Ich hoffe ich habe nichts vergessen :)

    VG

  28. RunningWilli sagt:

    Hallo Nancy,

    freue mich über jedes Kommentar von dir. Danke dafür. ;-) Ich werde nun die Infos an das Peeroton Team weiterleiten.

    Run ON!
    Willi

  29. Markus sagt:

    Hallo Willi,

    mit großer Begeisterung verfolge ich seit einiger Zeit deine Podcast-Serie übers Laufen!
    Ich heiße Markus, bin 41 Jahre alt, verheiratet und komme aus Stuttgart. Da ich gebürtiger Steirer bin (Feldbach a. d. Raab) aber schon seit meiner Kindheit in Deutschland lebe, freut es mich umso mehr in deinen Podcasts auch meinen Heimatdialekt wieder zu hören, was deine Podcasts noch sympathischer macht. ;-)

    Noch vor knapp vier Jahren, im Sommer 2007, habe ich 135 Kilo auf die Waage gebracht – bei einer Größe von 1,87 m . Nach unzähligen verschiedenen Diäten, die alle mehr oder weniger nichts gebracht haben, habe ich dann erstmal etwas mit Walking begonnen. Es wäre sicher keine gute Idee gewesen, mit diesem Gewicht das Laufen zu beginnen. Nach zwei Jahren habe ich dann, animiert durch eine Kollegin, mit dem Lauftraining begonnen. Das war im Sommer 2010. Heute wiege ich 85 Kilo, habe also durchs Laufen 50 Kilo abgenommen.

    Mein Problem ist gerade folgendes: Ich bekomme die letzten Kilos nicht von meinem Bauch weg! Ich laufe, soweit es meine Zeit erlaubt, 4 Mal in der Woche zwischen 40 und 50 Kilometer. Meine Beine sind superdünn geworden, meine Arm- und Brustmuskeln sind praktisch nicht mehr vorhanden, nur um die Hüfte bzw. am Bauch halten sich die letzen Kilos Fett! Das ist sehr frustrierend, da ich mich teilweise wirklich asketisch geisele und bis auf ein kleines Müsli am Morgen (nach dem Training) mich praktisch “low carb” und vegetarisch ernähre. Ich habe das Gefühl ich nehme nur Muskelmasse ab anstatt mein noch vorhandenes Fett. Jetzt habe ich nach Jahren endlich so viel abgenommen und muss erst mit XXL T-Shirts meine Wampe kaschieren!
    Das ganze low carb bringt noch den unangenehmen Nebeneffekt, dass ich mich praktisch dauerhaft sehr erschöpft fühle. Das geht soweit, dass mein Immunsystem in den Keller geht und ich immer öfter krank werde. Was mache ich falsch?

    Jetzt habe ich in einem deiner Podcasts gemeint zu hören, dass du unmittelbar nach dem Training aus Regenerationsgründen einen Eiweißshake trinkst. Dies habe ich bisher, aufgrund der Kalorien, immer versucht zu vermeiden. Wenn dies aber nötig ist, um keine Muskelmasse zu verlieren, werde ich das natürlich sofort umsetzen!
    Da ich ja weiterhin Abnehmen will, ist meine Frage nun: Kann ich den Eiweißshake, der ja (je nach Hersteller) um die 500 kcal hat, als Frühstücksersatz nach dem Training nehmen? Da ich sowieso auf nüchternen Magen laufe, bzw. nur einen halben Liter Basica Sport vor dem Laufen trinke, würde sich das ja anbieten. Kann ich so auf Dauer verhindern, Muskelmasse zu verlieren und erreichen, dass mein Körper an mein “Restfett” am Bauch geht?

    Herzlichen Dank für deine Antwort!

    Markus

  30. RunningWilli sagt:

    Hallo Markus,

    so viele Lob auf einmal da muss ich ja rot werden. Danke für deine Erfahrungen die du mir da geschrieben hast. Wo soll ich anfangen? ;-)

    Wer von 135 Kilo auf 85 Kilo kommen kann der schafft auch die paar lästigen Fettpölsterchen. Das war eine riesen Leistung von dir! Hier gebührt dir vollster Respekt, denn das ist schon eine Traumstory. Ich hoffe nicht, dass du meine “Anti-Walking” Kommentare persönlich genommen hast. Aber vielleicht hast du diese Folgen ja noch nicht gehört…. ;-)

    Du steckst in der gleichen Situation wie fast alle Läufer. Ich bin ich der gleichen Situation fast. Was kann dir helfen?

    - Nur Low Carb nicht ideal. Dein Körper braucht direkt nach den Trainingseinheiten Kohlehydrate – 300 kcal Kohlehydrate. Wenn du diese nicht zuführst dann wirst du unter Leistungsdefiziten leiden. Das Erschöpftsein so oft ist kein gutes Zeichen und deutet darauf hin.

    - Eiweiß hat seine Berechtigung. Ja, und zwar nach 16 Uhr. Ich empfehle dir nach 16 Uhr nur mehr Eiweiß zu dir zu nehmen. Wenn du am Abend trainierst dann füllst du direkt nach dem Abendtraining deine leeren Speicher mit maximal 300 kcal Kohlenhydrate auf. Das ist eine Banane und ein Joghurt – mehr nicht. Denn nach 16 Uhr werden dann im Schlaf die Wachstumshormone aktiviert. Außerdem regenerierst du viel besser und brauchst wahrscheinlich auch weniger Schlaf. Dann kannst du öfters bei runningwilli.com vorbeischauen….. ;-)

    - Dinner Cancelling. Wenn du es schaffst dann wäre Dinner Cancelling das Beste. Das mache ich zumindest 2 x die Woche. Derzeit mache ich es seit 4 Tagen jeden Tag. Hier musst du den Tag über gut essen und auftanken. Dann ist es kein Problem nach 17 Uhr keine feste Nahrung mehr zu dir zu nehmen. Soll ich hier mal einen Beitrag darüber schreiben. Denn die Wirkung davon ist der Hit. Diese Empfehlung bekam ich auch bei der Peeroton Ernährungsberatung. Das Problem ist nicht der Hunger sondern manchmal der Kopf. Aber gehen wir es doch gemeinsam an wenn du willst?

    - Eiweißshake nach dem Training ideal. Der hat doch gerade einmal 270 kcal wenn du den mit Magermilch trinkst. Also das ist überhaupt kein Problem. Und genau nach dem Training brauchst du das Eiweiß. Hier kann ich dir nur das BCAA ans Herz legen: http://www.runningwilli.com/ernaehrung/bcaa/. Wenn ich das nicht nehme dann spüre ich den Muskelkater oder Abgeschlagenheit. Wenn du einen Frühstücksersatz suchst dann empfehle ich dir den Gainer: http://www.amazon.de/s/?_encoding=UTF8&camp=1638&creative=19454&field-keywords=weight%20gainer%20peeroton&linkCode=ur2&rh=n%3A16435051%2Ck%3Aweight%20gainer%20peeroton&site-redirect=de&tag=rwmethode-21&url=search-alias%3Dsports – Denn der hat auch Kohlehydrate drinnen. Nur Eiweiß da kriegst ja ein Loch im Kopf dann tagsüber….

    - Trainingssteuerung. Leider weiß ich nicht in welchen Bereichen du wie trainierst. Hast du eine Wettkampfzeit an der ich mich orientieren kann? Wie steuerst du dein Training – hast du einen Trainer?

    - Nüchternläufe. Das ist ein Wundermittel. Dazu musst du aber wirklich im Fettstoffwechsel laufen. Darum die Frage wie misst du den? Und was ist Basica Sport?

    Also Kohlehydrate zur richtigen Zeit wirken Wunder. ;-)

    Run ON!
    Willi

  31. Markus sagt:

    Hallo Willi,

    du hast recht, ich hätte etwas mehr über meine Trainingssituation schreiben sollen.
    Erst einmal: Ich bin ein absoluter Hobby-Läufer, der über die Schiene des Abnehmens zum Laufen gekommen ist. Mittlerweile macht es mir aber soviel Spaß und bietet mir soviel (seelischen) Ausgleich im Leben, dass ich mir das laufen nicht mehr wegdenken kann. Da ich praktisch fast vierzig Jahre ein unsportlicher Kautschpotatoe war, sind meine Zeiten natürlich alles andere als professionell – für mich selbst aber sind sie eine wirklich gute Leistung. Ich laufe 10 Km in sub50 und stehe vier Wochen vor meinem ersten Halbmarathon, den ich gerne sub2 h beenden würde. Ich trainiere vier mal die Woche mindestens eine Stunde oder länger. Berufsbedingt hab ich das Glück, dass ich komplett freie Vormittage habe, d.h. ich kann ausschlafen und dann erstmal laufen gehen. Trainer habe ich keinen.

    Vor dem laufen Habe ich bisher einen halben Liter Basica Sport getrunken (http://www.basica.de/de/component/content/article/22), da das aber auch Kohlenhydrate hat, kann ich den Lauf dann wohl nicht mehr als “Nüchternlauf” bezeichnen? Ich nehme das Getränk um Mineralstoffe und Co. zuzuführen bzw. auszugleichen… ist das überhaupt nötig? Was nimmst du da?

    Ich fasse also nochmal zusammen, damit ich sicher gehe dich auch richtig verstanden zu haben:

    - Morgens nüchtern laufen (nur Wasser vorher)
    - Direkt nach dem Laufen ein Eiweißshake + etwas Kohlenhydrate (ein kleines Müsli?)
    - Mittags normal essen (Kohlenhydrate, Eiweiß etc.)
    - Ab 16 Uhr keine Kohlenhydrate mehr oder (wenn möglich) ab 17 Uhr nichts mehr essen (Dinner canceling)

    Liebe Grüße
    Markus

  32. Nancy sagt:

    Hallo Willi, Hallo Markus,

    Markus, erstmal ein ganz tiefer Knicks vor deiner abnehmleistung!!!

    Willi, du schreibst oft 300 Kalorien Kohlenhydrate. Verstehe ich es richtig dass es dich dabei nicht um die gesamtkalorien des lebensmittels handelt sondern um die Kalorien, die aus den reinen Kohlenhydraten stammen?
    Also wenn 100 Gramm Apfel 80 Kalorien haben und x Gramm Kohlenhydrate wobei 1 Gramm Kohlenhydrate y Kalorien sind….

    Weißt du wie ich das meine ???

    Wann sollte man eigentlich die letzte Mahlzeit vor dem Training essen?

    Lg

  33. Jürgen sagt:

    Hallo Markus,

    hut ab…..eine Wahnsinns-Abnehmleistung. Ich hab grad Deinen Bericht gelesen, und dass Du über die Low Carb-Diät soviel abgenommen hast. Mir ging es im letzten Jahr ähnlich. Ich habe zwar “nur” von 97kg auf 85kg abgenommen, aber immerhin. Auch ich habe eine Low-Carb-Diät und hier speziell die Atkins-Diät gemacht….über ein Jahr lang mit unterschiedlicher Intensität. Ich muss sagen, das Abnehmen funktioniert auf jeden Fall……ABER…..Nach jetzt wieder 3 Monaten “normaler” Ernährung, weil mir meine Trainierin gesagt hat ich muss Kohlenhydrate essen wenn ich im Ausdauerbereich meinen Körper an die Obergrenze belasten will. In diesem Rahmen musste ich leider die negative Seite der Atkins-Diät kennenlernen. Ich habe von November bis Ende Februar nur aber sehr intensiv regelmäßig Grundlagentraining gemacht. Ich muss vorausschicken, dass ich momentan wegen Knieproblemen kein Läufer sondern Radfahrer bin. Schon in den ersten Einheiten Anfang März musste ich einen äußerst unangenehmen Effekt feststellen……mir fehlte Kraft in den Beinen, in den Armen, Schultern……ja überall. Ich konnte die ersten Wochen gar nicht so die ersten harten Einheiten trainieren wie ich sollte, weil mir schlichtweg dir Kraft fehlte die ich zweifelsfrei im letzten Jahr noch hatte. Außerdem war mein Maximalpuls im letzten Jahr noch bei 208 Schlägen. Anfang März lag er bei 185…..was seltsam war. So langsam steigert er sich wieder (192) aber es ist gerade eine bittere Erkenntnis, dass ich den Fehler gemacht habe im Winter NUR im Grundlagenbereich zu trainieren. Bedingt durch die Atkins-Diät hatte mein Körper offensichtlich nichts besseres zu tun, als Muskulatur abzubauen. Da die Belastung ja immer relativ gering war…..die Zufuhr an Kohlenhydraten fast Null war…..bediente sich der Körper nicht nur am Körperfett…..sondern auch an der Muskulatur.

    Mittlerweile ernähre ich mich wieder halbwegs normal…..mein Gewicht ist auch wieder um 4-5kg gestiegen, aber ich könnte so ein Training wie ich es momentan mache unmöglich mit der Diät durchstehen. Dieses Schlappheitsgefühl kommt genau davon…..Dein Körper bekommt keine Energie in Form von Kohlenhydraten und verweigert sich an seine allerletzten Fettreserven zu gehen. Die “Schwimmringe” am Bauch…..da scheinen diese letzten Reserven zu sein….geht mir ganz genauso wie dir……Die wegzukriegen ist verdammt schwierig….sie aufzubauen dagegen kein Problem.
    Du scheinst mir da in einer gefährlichen Falle zu stecken, denn dieses Schlappheitsgefühl zeigt, dass Dein Körper seinen Energieverbrauch versucht so gering wie möglich runterzufahren. Klar….er will so sparsam wie nur irgendwie möglich durch den Tag kommen um nicht an die eisernen Reserven gehen zu müssen. Dieses Runterfahren des Stoffwechsels ist aber etwas was bei vielen, ja den meisten Diäten der Nebeneffekt ist…….denn isst man danach wieder normal…..behält der Körper diesen Sparmodus bei……..und ballert alles was er kriegt in die Vorratskammer…..die Fettpolster. Das Stichwort Jojo-Effekt dürfte Dir ja bekannt sein.

    Von daher kann ich Dir nur den Tipp geben……Behalte in jedem Fall…..und wenn es noch so schwer fällt die Bewegung bei……UND gebe Deinem Körper nach und nach wieder Kohlenhydrate……Je mehr Du ihm gibst….desto mehr fordere ihn im Sport und in der Bewegung.
    So schaffst Du es Deinen Stoffwechsel wieder anzukurbeln und Deinem Körper klar zu machen, dass Du Leistung von ihm forderst…..Du ihm auch sein Fresschen gibst…..
    Würd mich auf jeden Fall interessieren wie Deine Geschichte weitergeht……Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg und nochmal……vergiss jetzt erst mal das Abnehmen…..Du bist doch unglaublich weit gekommen….Gewöhne Deinen Körper wieder langsam an Kohlenhydrate……und aber auch daran, dass er was leisten muss um sie zu bekommen.

    Viele Grüße
    Jürgen

  34. RunningWilli sagt:

    Hallo Markus,

    danke für deine Infos über dich und wie du das machst finde ich prima!

    Kohlenhydrate vor dem Lauf ist nur wichtig wenn du im Kohlenhydratbereich (über 2 mmol Laktat) läufst. Also das ist jener Bereich wo dein Körper nicht mehr auf die Fettreserven zugreift sondern auf die Kohlenhydrate. Bei mir sind das die Intervallläufe oder Schwellenläufe die ja nur cirka 20 Prozent des Gesamtumfangs ausmachen. Ich nehme den Peeroton Mineral Drink (http://www.runningwilli.com/ernaehrung/peeroton-mineral-vitamin-drink-test/) mit Plus Kohlenhydratpulver.

    Morgens nüchtern wenn Fettstoffwechsellauf ja.

    Wenn du das Programm nun 3 Monate machst ist dein “Problem behoben” – glaub mir….

    Run ON!
    Willi

  35. RunningWilli sagt:

    Hallo Nancy,

    ja es geht um die Anzahl der Kohlenhydrate-Kalorien. Und die sind ja nie zu 100% in einem Lebensmittel. Aber es geht nicht um das Kalorienzählen sondern um ein Gefühl. Ich hatte mir immer viel mehr Kohlenhydrate reingeschmissen weil ich Angst hatte, dass ich sonst meine Form verlieren könnte. ….

    Die letzte Mahlzeit ist abhängig von deinem Trainingsziel. Wenn du ein Nüchterntraining machen willst wegen Abnehmen und trainieren vom Fettstoffwechsel dann mindestens 3 Stunden vor Training nix essen. Sonst nach Gefühl entscheiden. Aber 1 Stunde vorher ist schon gut, denn sonst fühlt man sich nicht ideal.

    Run ON!
    Willi

  36. Markus sagt:

    Hallo Willi, hallo Jürgen,

    danke erstmal für eure hilfreichen und motivierenden Antworten!

    Momentan hänge ich etwas in der Luft und weiß nicht recht was ich machen soll. Am 29. Mai ist mein erster Halbmarathon und darauf trainiere ich recht streng und mit hoher Intensität. Meine Trainingseinheiten starten allesamt Vormittags, meist gegen acht Uhr, spätestens gegen neun und auf nüchternen Magen. Danach trinke ich einen Eiweiß-Kohlenhydrate-Drink (von PEAK) zur Regeneration. Da der Drink neben 27,4g Eiweiß auch 60,9g Kohlenhydrate enthält und inclusive der Milch knapp 480 kcal hat, sehe ich ihn gleichzeitig als Frühstück an, und esse sonst nichts mehr nach dem Laufen.
    Am Frühen Nachmittag esse ich meist ein normales Mittagessen (Eiweiß/Kohlenhydrat mix). An Trainingstagen esse ich abends LowCarb und an Ruhetagen verzichte ich ab 16 Uhr komplett aufs Abendessen.
    Was ich seit dem “Dinner canceling” feststelle ist, dass mir am nächsten Morgen für meine Trainingseinheiten zunehmend die Kraft fehlt. Zudem leide ich seit dem Dinner canceling an Verstopfung.
    Irgendwie komme ich gerade auf keinen grünen Zweig und denke, dass ich einfach zuviel rumexperimentiert habe in letzter Zeit und mein Stoffwechsel vermutlich komplett “verwirrt ist”.
    Zudem frustet es mich immer mehr, dass sich trotz heftiger Schinderei auf der Waage einfach nix tut. Vielleicht sollte ich erstmal wieder zu einer “normalen” Ernährung zurückfinden, und wenn sich mein Stoffwechsel normalisiert hat das Ganze dann nochmals von vorne beginnen!?

    Bin momentan wirklich etwas überfragt….

    Grüße
    Markus

  37. Jürgen sagt:

    Hallo Markus,

    wie gesagt…..kenne ich Deine Situation sehr gut…..und kann Dir nur nochmal bestätigen, dass Dein Stoffwechsel durch diese Ernährungsweise nicht nur verwirrt….sondern relativ kaputt ist. Das Problem ist, wie ich ja auch schon geschildert hab, dass Du Deinen Körper durch die vielen Nahrungsmittelverweigerungen (Dinner canceling) dazu bringst, dass er “lernt” seinen Stoffwechsel total runterzufahren und mit sehr wenig Energie auszukommen. Genau das also, was Du ja gar nicht willst. Eigentlich will man ja, dass der “Motor” ständig auf Hochtouren läuft und genau das Gegenteil erreichst Du damit.
    Daher nochmal mein Tipp….lass keine Mahlzeit aus……der Effekt ist das Gegenteil von dem was Du willst….
    Achte auf das WAS Du isst und WANN…..dann wird das mit dem Abnehmen auch wieder klappen.

    viele Grüße
    Jürgen

  38. Jürgen sagt:

    Hallo Willi,

    so…..heute abend hatte ich endlich mal Zeit Deine letzten Podcast´s anzuhören. Ich muss gestehen, dass ich ja fast täglich auf Deine Seite reinschaue, weil man ja auch so schnell was verpasst. Es gibt ja Tage wie zuletzt da kommen an einem Tag gleich mehrere Beiträge von Dir und obwohl ich gerne Kommentare schreibe und auch zu vielem was zu sagen hätte, geht mir dann irgendwann die Zeit aus, wenn so viel Info auf einmal kommt. Da wäre so mein Vorschlag…..ich weiß ja nicht wie das die Anderen hier so sehen….. : Pro Tag maximal 1-2 neue Beiträge einzustellen. Vielleicht geht nämlich gerade deswegen so mancher Beitrag, der Dich ja auch Mühe kostet aus diesem Grund “kommentarlos” vor die Hunde. So hab ich z.B. den Bericht über “Regenerationstraining” gelesen…..der keinen Kommentar hat…….Versteh ich eigentlich nicht, weil ich mir sicher bin….dass jeder der seinen Laufsport nicht planlos betreibt, hier Erfahrungen und Berichte schreiben könnte. Ich könnte da auf jeden Fall was dazu sagen, und ich hoffe ich denke dran, dass ich da noch was schreibe.
    Zurück zu dem Podcast über die Ernährungsfragen, in dem Du mich ja am Ende namentlich erwähnst und mich fragst was ich von Fett-loading halte….. Also ehrlich gesagt….habe ich das bisher auch nur peripher gehört…..und wohl auch deswegen gleich wieder “weggehört”, weil mir schon der Name irgendwie Angst macht……Denn wenn ich eins doch will, dann dass ich mein Körperfett in der Bauchgegend verliere. Der Gedanke vor Wettkämpfen noch bewußt Fettig zu essen geht mir deswegen, ohne dass ich jetzt genauere Informationen habe, total gegen den Strich. Wie Du ja richtigerweise erwähnt hast trainiere ich gerade recht intensiv für meinen Staffel-Triathlon und meine Trainerin sagt, dass ich eher bewußt Kohlenhydrate zu mir nehmen soll. Ich denke das mit dem Fett-Loading, dass ist eher was für Profis. Die haben einen so abartig guten Fettstoffwechsel, dass es bei denen wirklich funktioniert, das Fett im Wettkampf, der natürlich deutlich länger und intensiver ist wie meiner, zu verbrauchen und zu verbrennen. Ich als Hobby-Amateur-Radsportler glaube da eher an die Kohlenhydratvariante von der Du erzählt hast. Ich hab mir schon eingeplant, dass ich eine Woche vor dem Wettkampf…..oh Gott…..der ist ja schon in 4 Wochen…..betont sehr viel trinke und betont Beilagen wie Nudeln und Kartoffeln esse, die ich ja momentan nach wie vor von meinem Speiseplan gestrichen habe.
    Ich hoffe ja ich erlebe meinen Wettkampf überhaupt…..denn nachdem ich ja kürzlich einen recht heftigen Crash mit dem Fahrrad in ein Auto hatte, ist mir heute nach ca.1km schon wieder das Herz ganz tief in die Hosentasche gerutscht. Ich bin aus meinem Heimatort ausgefahren und da fahre ich eine abbiegende Vorfahrtsstraße nach links. Von links kommt so ein sportlich aufgemopster Opel-Corsa oder was das war und will die Vorfahrtsstraße verlassen und geradeaus fahren. Nur dass das geradeausfahren für ihn gerade eben nicht ging, weil ich da gerade war. Also so knapp vor einem richtig heftigen Crash hab ich mich noch nie gesehen. Der kam da mit soviel Schwung an und hat mich irgendwie übersehen und erst im letzten Moment reagiert und gebremst. Wäre ich nicht reflexartig nach rechts ausgewichen hätte er mich auf der Kühlerhaube gehabt. Auch so waren es vielleicht 5cm bis zum mir als er zum Stehen kam. Ich vermute mein Puls war mal kurzfristig auf 200…..was ja auch zum Abnehmen gut sein soll…. ;-) ….aber die nächsten Kilometer bin ich wie mit Pudding in den Beinen weitergefahren.
    Ich fahre ja bereits seit vielen Jahren sehr viel Rad, aber so eng und einmal bin ich ja gecrasht……war es noch nie…..Soll das ein höheres Zeichen sein….dass ich besser aufhöre mit dem Radfahren. Klar….früher bin ich zwar auch flott gefahren….aber da hab ich nicht gezielt trainiert…..und bin selten auf Geschwindigkeit gefahren. Seit letztem Jahr hat sich die Radsportwelt für mich total verändert. Jetzt zählen nur Kraft und Geschwindigkeit und ich ziehe da momentan ein für mich brutal hartes Training durch. Neben dem körperlichen schafft mich das vor allem Mental…..vielleicht mal ein Thema für einen Podcast…..”Wie kann man mentale Stärke trainieren und wie holt man sich aus mentalen Löchern raus.”

    OK, soviel für heute

    ein sonniges Wochenende euch allen

    Jürgen

  39. Nancy sagt:

    Hallo Willi,

    ich komme leider viel zu selten dazu, mich hier blicken zu lassen. Danke schonmal, dass du meine Fragen/Infos weiterleiten wirst bzw. es vll. schon getan hast.
    Von einem Laufkollegen habe ich vor zwei Wochen habe ich folgenden Tipp erhalten, für die Trainingstage, an denen ich abends (gegen 19:30) laufen gehe: mittags Kohlenhydrate in Form von Nudeln oder Kartoffeln, dazu dann Gemüse, Fisch oder Hähnchen und spätestens um 15 uhr eine Banane. Dann erst wieder nach Training essen, wobei hierbei dann die Kohlenhydrate den kleinsten Teil ausmachen und das Essen somit sehr EW-Lastig sein soll.
    Ich habe dass nun mal zwei Wochen getestet und muss sagen dass ich mich damit sehr wohl fühle. Zum einen läuft es sich irgendwie leichter, da der Magen “leer” ist und zum anderen macht es sich auch positiv auf der Waage bemerkbar.

    LG

  40. RunningWilli sagt:

    Hallo Markus,

    keine Ahnung was du trainierst. Aber du machst einen Kardinalfehler. Direkt nach dem Training brauchst du innerhalb der nächsten zwei Stunden unbedingt Kohlenhydrate. Denn sonst hast du eine schlechte Regeneration. Hier kannst/sollst du sogar Zucker essen. Ich esse da dann den Kuchen vom Vortag… ;-)

    Eines kannst du dir sicher sein. Das Dinner Cancelling ist das Beste wenn du es schaffst. Aber du machst die Fehler davor. Denn DC kann man nur machen wenn man sich den ganzen Tag vorher gut ernährt hat. Dazu gehört auch eine Mahlzeit um 16 oder 17 Uhr. Denn Dinner Cancelling beginnt ja erst um 17 Uhr. Ich persönlich mache das auch zu 70% jede Woche. Und meine Regeneration und meine Kraft am nächsten Tag sind sensationell. Gerade wenn ich am Abend was esse und nicht Dinner Cancelling mache spüre ich die Nachteile. Aber nur wenn ich gut frühstücke und gut zu Mittag esse. Das machst du anscheinend nicht.

    Wie schauen bei dir 3 Ernährungstage aus? Anzahl Kalorien? Lebensmittelauswahl? Trainingsplan?

    Ja man braucht Geduld. Aber nicht nur Geduld. Denn ich habe ein Jahr lang trainiert 6x die Woche und nix abgenommen. Nun trainiere ich seit April 2011 und habe schon etliches an Kilos und vor allem Fett verloren. Der Grad ist schmal aber wenn man es richtig macht dann geht was. Aber glaube jetzt nicht, dass ich keine Süßigkeiten esse. Denn ich esse fast täglich Süßigkeiten. Und manchmal 2 x die Woche habe ich Exzesse wo ich so viel reinstopfe, dass es für 2 Wochen reichen würde. Regeneration ist super und Abnehmen auch….

    Ich weiß, dass ich hier schon mal gesagt habe, dass ich ein Buch schreibe darüber. Denn das alles kann man nicht in einem Kommentar erklären. Mir fehlt nur die Zeit dazu.

    Run ON!
    Willi

  41. RunningWilli sagt:

    Hallo Jürgen,

    danke für deine Worte. Ich schreibe wie es sich ergibt. Ich habe da keine Vorgabe. Denn manchmal habe ich so viel zu erzählen, dass es eben mehr wird. Oder manchmal sind auch Produkte die neu sind. Aber ich kann deine Bedenken verstehen.

    Fett Loading ist nix für uns beide. Nur wenn wir die Tour de France fahren wollten. Hast du auch eine Ernährungsanalyse gemacht? Wer plant dir deine Wettkampfwoche in punkto Ernährung? Denn das kann entscheidend sein.

    Wow, deine Situation war ja echt gefährlich. Ich kann das jetzt nicht mal im Ansatz nachempfinden. Aber du kannst dem lieben Gott danke sagen. Aber vielleicht solltest du jetzt wirklich mal 5 Schritte zurücktreten und auf dich hören. Denn ich kenne das von mir. In den letzten Tagen und Wochen passieren da Dinge die ich nicht wahrhaben will. Aber genau diese bringen mich vielleicht weiter und bringen mir Änderungen die gut sind für mich und meine Familie. Da ist auch runningwilli.com ein Thema.

    Aber nun zu dir wieder. Mache mal bewusst eine Auszeit von deiner natürlichen Umgebung her. Fahre weg. Fahre wohin wo du noch nicht warst. Und fahre beim Training auch auf einer anderen Strecke. Mich würde interessieren (musst du nicht sagen) was deine Frau zu solchen Erlebnissen sagt. Frage sie mal und dann höre genau hin. Dann nimm dir eine Woche Zeit die Antwort zu verdauen. Denn meistens ist die anders als man will. Aber es ist eben die richtige Antwort. Diese Erfahrung habe ich schon 100x gemacht.

    Run ON!
    Willi

  42. RunningWilli sagt:

    Hallo Nancy,

    das hört sich auch sinnvoll an. Wenn du dich wohlfühlst dann ist es immer richtig…. ;-) Leider werde ich da jetzt keine Antworten bekommen. Die sind derzeit voll im Stress….

    Run ON!
    Willi

  43. Jürgen sagt:

    Hallo Willi,

    mein Hinweis bitte nicht als Kritik verstehen. Ich finds super wieviel Zeit und Akrebie Du in das Schreiben der Artikel steckst. Aber gerade deswegen, weil ich mir gut vorstellen kann, wie das Deine Zeit kostet, finde ich es schade, wenn Artikel sozusagen “verschluckt” und überlesen werden, weil es einfach manchmal so viele interessante Artikel an einem Tag sind, dass man über Stunden am PC sitzen müsste um überall seinen Kommentar zu hinterlassen. So jemand wie ich der macht sich da halt auch immer viele Gedanken drum und das kostet soviel Zeit dass ich kaum mehr wie 1-2 Artikel vertieft schaffe….pro Tag…..ok, es gibt auch Tage wo ich´s gar nicht auf Deine Homepage schaffe…..dann sind nach vielleicht 3-4 Tagen dann 10 neue Artikel da…..das übersteigt meine Zeitreserven, obwohl ich´s gerne täte.

    Leider habe ich keine Ernährungsberatung. Meine Trainerin hat mir zwar so ein paar grobe Tipps gegeben, aber ich habe das Paket gebucht, das sich hauptsächlich auf das Training beschränkt. Ist halt alles ne Geldfrage, aber mehr kann ich mir gerade nicht leisten.
    Die Ernährung in der Woche vor dem Wettkampf ist sehr wichtig, ich weiß. Grob hat sie mir empfohlen 3-4 Tage vorher Carbo-Loading mit Nudeln und Kartoffeln zu machen und vor allem bereits eine Woche vorher richtig viel zu trinken…..was bei mir ja das Hauptproblem geben wird. Aber ich hab in der Woche vor dem Wettkampf bereits Urlaub und das stell ich mir 3 Flaschen mit je 1,5 Liter Wasser auf den Tisch und die müssen abends leer sein.
    Bis dahin will…..nein muss ich aber irgendwie noch 3-4 Kilo runter kriegen. Ich MUSS jetzt endlich mal diese “abends nur noch Eiweiß”-Geschichte anfangen. Im Moment ess ich abends Süßigkeiten…..schlimm….Wenn ich nicht so viel trainieren würde, würde ich wohl auseinander gehen wie ein Hefeteig. Einzig das Trainieren hält mein Gewicht…..aber es ist momentan ca. 4kg zu hoch…..das merk ich beim Bergfahren…..
    Ja, das mit den gefährlichen Erlebnissen in der letzten Zeit gibt mir in der Tat zu denken. Vor allem auch was die Zeit nach dem Wettkampf angeht. Ich weiß gerade nicht wie es danach für mich weitergeht. Nur eines weiß ich…..ich will´s nochmal mit dem Laufen probieren…..so vorsichtig wie es nur geht……
    Das Radfahren auf Speed-Niveau…..ich weiß nicht ob das meine Zukunft ist…..Man fährt ganz automatisch mit 100% mehr Risiko……ist natürlich auch viel schneller unterwegs und die Autofahrer unterschätzen die Geschwindigkeit total. Das macht es gefährlich. Was nützt es mir im Zweifelsfall, wenn ich keine Schuld am Unfall hab, wenn ich dann was gebrochen hab. Heute ist ja beim Giro auch ein Rennfahrer um´s Leben gekommen. Man hat halt einfach keinerlei Knautschzonen.
    So überlege ich, ob ich nicht wieder auf´s Marathonfahren umschwenke. In den Alpen die Pässe hoch und runterzufahren ist auch megageil. Klar…..die Abfahrten sind auch nicht ohne. Da hat man schnell mal knapp an die 100km/h drauf….wo man besser nicht ans Stürzen denkt. ABER……das Adrenalin wie beim Triathlonwettkampf mit diesen Zuschauern……das hat man da halt auf der Strecke nicht. Dafür ist sie viel zu lang. Wenn ich schon an den Wettkampf in 4 Wochen denke könnte ich grade schon wieder einen nervösen Darm kriegen. Das wird der absolute Hammer…..das steht fest…..und vielleicht steht danach für mich fest….dass ich das im nächsten Jahr wieder haben muss……noch dazu wo ich im nächsten Jahr schon einen Läufer hab…… ;-) gell, Willi ?!?
    Was sagt meine Frau……?…Nun ja…..begeistert reagiert sie nicht, aber sie würde nie versuchen mich davon abzubringen, weil sie weiß wieviel mir mein Sport bedeutet. Ich kann ihr nur immer wieder versprechen, dass ich in der Einschätzung von Gefahrensituationen sehr viel an sie denke und da, so denke ich, schon weit vorsichtiger fahre, wie als Jungspund, wo kein Risiko zu groß war. Aber der Speed-Virus steckt einfach in mir und so versuche ich den maximal möglich und noch vernünftige Risiko zu fahren. Das mag für viele aussenstehenden schon total verrückt sein, wenn ich da mit 70 oder schneller einen Berg runter donnere, aber ich sag halt dass ich bedingt dadurch dass ich viel fahre mein Rad auch ganz gut beherrsche und so auch bei der Geschwindigkeit die gleiche “Angst” habe, wie einer der sein Rad weniger beherrscht und dem 20km/h schon schnell sind.
    Klar, die äußeren Einflüsse….wenn einem irgendwas ins Rad läuft, oder einen Autofahrer übersehen…..da hat man wenig bis gar keinen Einfluß darauf und oftmals hat man einfach einen Schutzengel dass man zur rechten Zeit nicht am falschen Platz ist, aber da sage ich mir halt von meinem Glauben her, dass meine Zeit so oder so bestimmt ist. Und wenn es Gott will, und ich bei einem Sturz vom Rad ums Leben komme, dann hat Gott das nicht nur zugelassen und gewußt sondern auch gewollt. Ich sehe in einem solchen Tod nichts besonders anderes wie an einem Krebs zu sterben. Zu sagen ich MUSS ja nicht Radfahren dann passiert mir dieser Tod nicht……dem kann ich nur entgegnen….dass ich dann an Fettleibigkeit auf der Couch zugrunde gehen würde und vielleicht über einen Herzinfarkt “geholt” werde. Tot ist tot….eine Bewertung was “schöner” ist…..steht mir fern. Ich weiß dass wenn meine Zeit noch nicht bestimmt ist, Gott über mich wachen wird…..und ich hoffe dass er das noch lange machen wird. Wenn er mich morgen “holen” möchte…..bin ich bereit….. So hart das vielleicht für den einen oder anderen klingen mag. Ich seh das so…..Ich weiß nicht ob das nachvollziehbar ist….

    Viele Grüße
    Jürgen

  44. RunningWilli sagt:

    Hi Jürgen,

    ich bin froh über deine Sicht der Dinge. Das ist kein Kritik. Das ist deine Meinung die mir wichtig ist. Danke dir dafür. ;-)

    Ideal funktioniert das Carbo Loading wenn man vorher die Kohlenhydratspeicher leert. Entweder mit dem Training, dem Dinner Cancelling oder dem Eiweiß am Abend und manchmal auch zu Mittag. Denn dann kannst du die Kohlenhydrate noch besser aufnehmen. Du saugst die dann wie einen Schwamm auf. Aber wichtig ist die Dosierung. Denn die Pastaparty vor dem Rennen ist nicht ganz richtig. Hier sollte man bereits gut getankt haben. Und hier “fressen” die meisten dann Vollgas. Das macht sich dann beim Rennen negativ bemerkbar. Denn der Magen ist schwer und man eben auch – unnötigerweise.

    Nach meinem letzten Erlebnis http://www.runningwilli.com/training/frequenztraining-am-ergometer-mit-120-rpm/ kann ich dich gut verstehen. Du bist eben eine Rennsau! ;-) Und das bedeutet aber auch Gefahr. Aber wenn du morgen in den Supermarkt gehst kann es auch sein, dass dort ein Feuer ausbricht und du stirbst. Zum Glück hast du einen großen Glauben, eine Frau und viel Hirn. Denn damit kann einfach nix schiefgehen. Also 100 km/h fährt man da? Wow, das ist ja der Wahnsinn. Da würde ich mir in die Hose machen ein bisschen denke ich…. ;-)

    Ich denke mir manchmal ob das Laufen auf Speed-Niveau meine Zukunft ist. Denn ich brauche dafür viel Energien. Aber wenn ich dann so Erlebnisse habe wie auf dem Ergometer oder eben die Rennen die dann toll laufen sehe ich das wieder anders. Hier werde ich aber auch noch auf mein Gefühl und auf meine Familie vor allem hören.

    Wegen deinem Gewicht würde ich dir normalerweise Dinner Cancelling ans Herz legen. Damit würdest du das in der Zeit schaffen. Aber dann ist es natürlich nicht ideal wenn du am Abend trainierst. Und das Event nächstes Jahr ist schon in meinem Kalender eingetragen. Wie du siehst trainiere ich ja schon eifrig dafür…. ;-)

    Ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen. Wir beide sprechen die gleiche Sprache denke ich!

    Run ON!
    Willi