Mein Test von der Polar F6

Der Polar F6 Test zeigt vor allem sehr günstige Pulsuhr. Seit Beginn habe ich die Polar F6 Pulsuhr im Einsatz. Für knappe Euro 70 kann man die kaufen. Das ist wirklich nicht viel. Aber was kann die? Reicht diese Pulsuhr von Polar für den amibitionierten Läufer aus? Meine Antworten zu dem Test weiter unten…

Das Thema Pulsuhr ist ja bei vielen Läufern und sonstigen Sportlern fast wie eine Religion geworden mittlerweise. Es gibt da die Garmin-Fraktion und dann meistens noch die Polar-Fraktion. Ich gehöre (derzeit) zu den begeisterten Polar Läufern dazu. Die Polar F6 hat mich in den letzten Monaten überzeugt und mir gute Dienste im Training und im Wettkampf geleistet. Natürlich denkt (fast) jeder Läufer auch über eine GPS Uhr nach, aber mein Freund meint, dass eine Pulsuhr nur stoppen und die Herzfrequenz anzeigen muss. Naja, manchmal möchte man schon etwas mehr auf seiner Pulsuhr oben haben. Ich habe nun die “einfache” Polar F6, die es auch für Damen in pink gibt unter die Lupe genommen und meine Erfahrungen und die Erfahrungen von bereits kaufenden Kunden analysiert. Wenn du selbst die Polar F6 im Einsatz hast würden mich natürlich deine Erfahrungen mit dieser Polar Pulsuhr interessieren. Dazu nutze einfach die Kommentarfunktion unten.

Die Vorteile vom Polar F6

  • Preis: Wo bekommt man heute schon eine tolle Pulsuhr um den Preis von nur Euro 70? Diese Pulsuhren kann man wohl auf einer Hand abzählen. Und ich muss sagen, dass der niedrige Preis gerade für Laufanfänger aber auch für den Profi, der etwas auf das Budget schaut, interessant ist. Hier hat Polar auf jeden Fall einen großen Vorteil gegenüber anderen Herstellern von Pulsuhren.
  • Design: Ich trage die Polar F6 (in schwarz) auf meinem Handgelenk. Denn diese Pulsuhr von Polar hat ein schönes Design und schaut auch als Freizeituhr sehr gut aus. Ich spare mir dadurch auch meine “normale” Uhr, denn ich trage diese Uhr Tag und Nacht. Als Läufer will man ja manchmal den anderen Arbeitskollegen und Freunden zeigen, dass man laufen geht – und darum ist eine Pulsuhr am Handgelenk immer ein guter Türöffner für Gespräche.
  • Schlichtheit: Die Polar F6 Pulsuhr ist ein sehr schlichtes und einfaches Modell. Diese Pulsuhr hat wenige Knöpfe (in Summe sind es 4 Knöpfe), aber doch einiges an Funktionen dahinter versteckt. Die Knöpfe sind eben einfach ausgestattet und gut zu bedienen.
  • Bedienbarkeit: Ein absolutes Plus ist die Bedienbarkeit der Polar F6. Ich denke nicht, dass man dazu eine Bedienungsanleitung braucht. Denn man schaltet die Polar F6 ein und kann schon losstarten. Das ist ein großer Vorteil gerade für Leute, die eben nicht ewig viel Zeit in einer Bedienungsanleitung verbringen wollen.
  • Qualität: Ich trage die Polar F6 Tag und Nacht und laufe derzeit 6 Trainingseinheiten pro Woche damit. Diese Pulsuhr wird also wirklich gebraucht und ist bei mir voll im Einsatz. Die Qualität dieser Polar F6 überzeugt einfach voll und ganz. Obwohl meine Kinder (und ich…) die Pulsuhr schon fallen ließen hat sie keine Kratzer am Display und schaut noch immer gut und sauber aus. Auch das Armband der Polar F6 sowie die Knöpfe und sonstigen Materialien sind in einer guten Verarbeitung und halten perfekt. Die Polar F6 ist zwar (leider) auch made in China, aber die Qualität passt in der Praxis auf jeden Fall.
  • Licht: Manchmal ist die Lichtfunktion recht praktikabel und hat mir auch schon geholfen. Direkt auf der Laufstrecke benutze ich lieber eine Stirnlampe, aber für kurze “Lichtblicke” ist der Druck auf die Taste “Light” schon einige Male hilfreich gewesen. Das gute daran ist, dass sich das Licht nach ein paar Sekunden automatisch wieder abdreht. So spart man Batterie, die man ja braucht bei der Polar F6.
  • Pulsmessung: Die Pulsmessung bei Polar Sportuhren ist immer 1a. Genauso ist das bei der günstigen Polar F6 der Fall. Einerseits findet die Polar F6 sehr schnell die Herzfrequenz und andererseits stimmen die Daten auch sehr genau. Ich habe hier schon mal mit anderen Pulsuhren verglichen, die haben da schlechter abgeschnitten. Auch wenn mein Puls sich im Training ändert merkt das die Polar F6 sehr schnell und ist da sehr sensibel. Ein oder zwei Schritte langsamer und die Polar F6 zeigt mir schon einen veränderten Puls an. Und seien wir mal ehrlich als Läufer: Was ist wirklich wichtig bei einer Pulsuhr? Der Puls und die korrekte Anzeige meiner Meinung nach.
  • Exercise Funktion: Dies ist eine Funktion wo man die einzelnen Trainingseinheiten aufzeichnen kann und übersichtlich dann auch abrufen kann. Ich habe hier oft 20 Trainingseinheiten pro Woche auf der Polar F6 stehen. Warum? Leider kann die Polar F6 in einem Trainingsintervall den Puls nicht verstellen (siehe Nachteile) und darum muss ich die Übungseinheit abbrechen und eine neue mit einem neuen Puls starten. Dennoch ist ja für mich die Gesamtzeit sowie die Anzeige der verbrauchten Kalorien wichtig und noch wichtiger der durchschnittliche Pulsbereich.
  • Motivierende Wochenanzeige: Bei den Files (Daten) gibt es die Möglichkeit die Tagesauswertung, Wochenauswertung und die Gesamtauswertung (seit Kauf der Polar F6) zu sehen. Gerade die Wochenanzeige, die auch automatisch am Montag in der Früh am Display angezeigt wird ist sehr motivierend. Da hat man dann nochmals die Bestätigung, dass man letzte Woche gut trainiert hat. Diese Anzeige auf der Polar F6 Pulsuhr kann gerade bei Demotivation ein gutes Gegenmittel sein.
  • Alle Funktionen: Aus meiner Sicht hat die Polar F6 alle Funktionen, die man als ambitionierter Läufer wirklich braucht. Gerade die vielen Zusatzfunktionen auf anderen Pulsuhren sind manchmal verwirrend und werden vor allem selten gebraucht. Polar hat in diese Euro 70 wirklich alles notwendige an Funktionen reingepackt.
  • Tragekomfort: Der Komfort beim Tragen dieser Pulsuhr ist hervorragend. Durch das geringe Gewicht spürt man diese Pulsuhr fast gar nicht mehr. Es ist auch so, dass durch die normale Größe und die normale Verarbeitung der Uhr diese eben wie eine ganz normale Freizeituhr zu tragen ist. Man muss nicht den Faktor “Naja, ist ja eine Sportuhr” in Kauf nehmen.
  • Polar F6 pink: Gerade wenn Mann und Frau trainieren wollen und da noch einheitlich seinen wollen ist die Polar F6 eine gute Investition. Denn die Polar F6 gibt es auch in pink (rosa) für die Damen. Meine Frau hat sich diese Uhr allerdings nicht in pink gekauft sondern in grün (green Tea). Und die schaut auch echt gut aus. Also auch eine Motivation für Frauen mit dem Laufen zu beginnen.
  • Own Zone für Anfänger: Die Own Zone ermittelt die persönliche Trainingszone wenn man will jeden Tag neu. Ich selbst bin kein Nutzer dieser Funktion. Dennoch ist die Own Zone bei Laufanfängern beliebt, da man hier schnell ohne einen Laktattest gute und einigermaßen richtige Werte hat. Dann kann man sofort mit dem Training beginnen.
  • Own Code: Dies ist eine Codierung der Pulsuhr. Das macht Sinn, wenn man mit einem Trainingspartner laufen geht und Störungen der Pulsanzeige vermeiden will. So wird die Herzfrequenz kodiert vom Brustgurt auf die Polar F6 übertragen. Da ich selbst immer alleine laufe kann ich nicht sagen ob das funktioniert. Andere Läufer berichten hier aber von einer guten Qualität, die sich sehen lassen kann.
  • Bis 30 Meter wasserbeständig: Ich selbst bin kein Taucher und möchte die Pulsuhr auch zum Schwimmen mit meinen Kindern nutzen. Diesen Zweck erfüllt die Uhr allemal. Denn mehr als 30 Meter tauche ich so und so selten mit den Kids… . Wichtig ist eben für mich nur, dass die Uhr wasserfest ist und Wasser nicht schaden kann.

Die Nachteile

  • Sendergurt nicht auswechselbar: Das ist wirklich einer der größten Nachteile, wenn man die Polar F6 kauft. Nachdem meine Uhr nicht mehr funktioniert hat bekam ich von Polar die Information, dass der Sendergurt (Brustgurt) leer ist. Gut, dann soll halt Polar den Sendergurt tauschen und schon kann ich weitertrainieren. Weit gefehlt, denn der Sendergurt kann bei der Polar F6 nicht getauscht werden. Dies sollte man vor dem Kauf unbedingt wissen, wird aber von Polar nciht unbedingt vor dem Kauf erzählt. Der Brustgurt hält laut Polar für 2000 bis 3000 Trainingsstunden und kostet dann so um die Euro 35. Das ist ok, aber nur sollte man es vorher wissen.
  • Herzfrequenz Einstellungen während Training: Also ich laufe die meiste Zeit im Training in Intervallläufen und das funktioniert dann so, dass ich dann 20 Minuten in Puls 125 laufen und dann 6 Minuten in Puls 150 und so weiter. Dazwischen habe ich Gehpausen wo ich gerne die nächste Herfrequenz einstellen möchte. Aber genau das geht leider bei der Polar F6 nicht. Man muss die Trainingseiheit stoppen – die Herzfrequenz umstellen und dann eine neues Workout starten. Leider kompliziert und in der Praxis ein leichtes Handicap.
  • Kein Aufladen möglich: Es gibt leider keine Möglichkeit die Polar F6 Pulsuhr oder auch den Sendergurt (Brustgurt) aufzuladen. Aber anscheinend ist das ohnehin nur bei teuren GPS Uhren möglich. Im Sinne des Umweltschutzes ist das leider ein Minus.
  • Nur Englisch: Das ist erst der Clou. Nirgends vor dem Kauf wird man darüber informiert, dass die gesamte Menüführung und Sprache der Polar F6 rein nur in Englisch ist und nicht auf Deutsch umgestellt werden kann. In der Praxis ist das zwar kein großer Nachteil, aber für Leute, die kein Englisch können ist ein Begriff wie “Diary, File,…” doch noch Fremdsprache.
  • Back Button falsch positioniert: In über 200 Trainingseinheiten ist es mir bestimmt schon 100 passiert, dass ich den Back (Zurück) Button falsch gedrückt habe. Nach der Rückkehr vom Lauftraining wollte ich eigentlich die Stop Taste drücken, habe aber immer die Back Taste erwischt. Aus meiner Sicht ist die Position ganz links unten für diese Funktion nicht richtig. Denn von vielen anderen Pulsuhren bin ich das anders gewöhnt.
  • Tauchen nicht erlaubt: Ich selbst bin kein Taucher. Aber für Personen, die mehr als 30 Minuten (hoffentlich mit Gasflasche) tauchen möchten ist die Polar F6 nicht mehr geeignet. Es gibt wahrscheinlich nur wenige Läufer, die auch in diese Tiefen tauchen, aber wissen sollte man es schon bevor man die F6 kauft.
  • Trainingsdaten per Weblink (Windows Vista): Die Polar Weblink Software ist eine Trainingssoftware um diverse Informationen aus dem Polar Herfrequenz -Messgerät auf denPolar Personal Trainer im Internet seine Daten zu übertragen. Diese Übertragung funktioniert bei Windows XP sehr gut. Jedoch gibt es bei der Datenübertragung mit Windows Vista immer wieder Probleme. Und etliche Läufer haben ja bereits Windows Vista auf ihren PCs zu Hause installiert.
  • Menüführung unübersichtlich: Ich selbst bin mit der Gestaltung der Menüs und der Menüführung zufrieden. Dennoch dürfte es vielen Laufanfänger und Sportanfänger schwer fallen ohne Bedienungsanleitung mit der Polar F6 von Anfang an ohne Probleme zu recht zu kommen. Wenn man die Menüführung der Polar F6 einmal gewohnt ist, dann gibt es damit keine Probleme mehr.
  • Kundendienst von Polar: Hier gibt es immer wieder schlechte Rückmeldungen. Man sollte als Polar Kunde darauf hoffen, dass man mit seiner Polar Pulsuhr kein Problem hat. Denn die Antwortzeiten und Qualität der Antworten vom Polar Kundenservice lassen viele Wünsche offen. Hier ist die Qualität von der Firma Polar leider (noch) nicht spürbar.
  • Own Zone: Ich hatte die Own Zone auch bei den Vorteilen aufgelistet. Für Anfänger ist die Own Zone mit Sicherheit geeignet. Aber für den ambtionierten Wettkampfläufer ist die Own Zone absolut kein Thema mehr. Hier vertraue ich mit Sicherheit nicht auf Computerwerte sondern nur mehr auf einen Stufenlaktattests.
  • Wear Link Sender fehlt: Manche Polar-Kunden wollen den Polar Wear Link Sender verwenden. Aber der Wear Link ist mit der Polar F6 nicht kompatibel. Ich selbst habe den Wear Link zwar noch nie gebraucht aber für Läufer, die den zu Hause haben ist dann die Polar F6 leider keine Alternative.
  • Nur 1 Trainingsbereich: Das dürfte in Zukunft für mich ein immer größer währender Nachteil sein. Gerade wenn man Intervalltrainings macht hat man eben mehr als einen Traininigsbereich in dem man das nächste Lauftraining absolviert. Hier könnte man dan bequem vor dem Training zu Hause die Pulsbereiche einstellen. Nur ist das bei der Polar F6 nicht möglich. Hier ist wahrscheinlich auch der Nachteil, der für Profiläufer nicht mehr akzeptabel ist. Ich muss immer eine neue Trainingseinheit einstellen und die andere stoppen, damit ich die Herfrequenz ändern kann.
  • Batterietausch nur über Polar Händler: Wenn man die Batterie der Polar F6 Uhr selbst tauschen möchte sollte man lieber die Finger davon lassen. Denn wenn man dies tut verliert man auf jeden Fall die Garantie für die Polar F6. Hier darf man die Uhr nur vom authorisierten Polar-Händler tauschen lassen. Und den muss man erstens finden und dann kommt leider die Wartezeit (bis zu 10 Tage, wenn man die Uhr einschickt) und die Kosten von Euro 30 dazu. Das war für mich damals unangenehm und eine Grund warum ich mir gleich eine neue Polar Uhr gekauft habe.
  • Anleitung schlecht: Die Bedienungsanleitung habe ich selbst nie gebarucht. Es gibt aber Läufer, die mit der Polar F6 nicht zurecht kommen und eine Bedienungsanleitung in deutsch brauchen. Hier wird von den Kunden berichtet, dass diese nicht so gut aufgebaut ist und nicht leicht verständlich ist. Also sollte man auch darauf hoffen, dass man keine Bedienungsanleitung braucht.

Ich bin nun etwas überrascht, dass ich so viele Nachteile zur Polar F6 gefunden habe. Denn mein subjektives Empfinden nach über 12 Monaten Einsatz der Polar F6 in der Praxis ist ein äußerst positives. Der Punkt mit den Intervalleiheiten, die man nicht verstellen kann bringt mich jedoch wahrscheinlich in Zukunft dazu, dass ich eventuell die Polar F6 wechseln werde. Solange ich aber noch so über die Runden komme werde ich die F6 behalten.

Wo kann man den aktuellen Preis von der Polar F6 erfahren?

Am Besten hier direkt bei Amazon.

Willi
Polar F6
41star1star1star1stargray

4 Antworten auf Mein Test von der Polar F6

  1. Michi sagt:

    Dein letzter Punkt ist “Anleitung schlecht”. Das kann man von Deiner Ausführung nicht sagen :-)

  2. RunningWilli sagt:

    Hallo Michi,

    danke für dein Kompliment. :-)

    Lg
    RunningWilli

  3. Carsten sagt:

    Hi Willi,
    danke fuer die Review und deine tolle Website!
    Ich benutze auch die F6 und stelle die Trainingsbereiche waehrend des Trainings mit einem langen Druck auf “OK” und dann “HR Limits” um. Ich musste dafuer noch nie die Aufzeichnung abbrechen und neustarten.
    Achja und noch etwas, was ich sehr praktisch finde und was nicht in der Anleitung steht: Wenn man die Uhr waehrend des Trainings einfach zum Sender fuehrt zeigt sie die aktuelle Uhrzeit an. Da hat mal jemand mitgedacht! :-)

  4. RunningWilli sagt:

    Hallo Carsten,

    das mit der Uhrfunktion hatte ich auch schon bemerkt. Das ist echt mitgedacht kann man sagen ;-)

    Willi