Braucht ein Läufer Kompressionsstrümpfe?

Jetzt widme ich mich der Frage ob ein Läufer Kompressionsstrümpfe braucht. Da ich selbt vor der Frage stehe ob ich mir Kompressionsstrümpfe kaufen soll oder nicht habe ich mir mal die ganze Sache näher angesehen…

 Kompressionsstrümpfe im Test
Braucht man Kompressionsstrümpfe?

Wie bin ich zu dem Thema Kompressionsstrümpfe gekommen?
Sobald man als Läufer diverse Fachzeitschriften liest kommt man wohl an dem Thema Kompression in der Laufkleidung nicht mehr vorbei. Es gibt jede Menge Inserate in den Fachmagazinen und Tests sowie diverse Preisvergleiche im Internet wo man zum Thema Kompression viele Infos lesen kann. Ich möchte mich heute aber nicht dem allgemeinen Thema Kompression widmen sondern "nur" das Thema Kompressionsstrümpfe behandeln. Denn das ist derzeit meine Hauptfrage ob ich mir jetzt oder zukünftig Kompressionsstrümpe kaufen soll. Wenn man diverse Laufveranstaltungen live ansieht oder eben im Fernsehen einen Marathon schaut, dann sieht man viele der (top) Läufer haben Strümpfe, die eine Kompression erzeugen. Vor einem Jahr ging ich dann in den Shop vom VCM (Vienna City Marathon) in Wien und lies mich zu dem Thema auch beraten. Ab diesem Zeitpunkt habe ich das Thema Kompressionstrümpe nicht mehr aus den Augen verloren.

Was sagt mein Trainer zum Thema Kompressionsstrümpfe?
Immer wenn ich mir unsicher bin und das Geld nicht einfach so beim Fenster rausschmeißen will frage ich meinen Lauftrainer Georg was er dazu meint. Auf die Frage ob ich für den Halbmarathon als Vorbereitung oder für das Rennen Kompressionsstrümpfe brauche hat er gemeint: Nein! Ein klares Nein, denn er meinte, dass die Strümpfe nur bei längeren Distanzen Sinn machen. Bei Halbmarathon-Distanzen ist die Wirkung nicht spürbar, da diese erst nach 1,5 Stunden einsetzt. Daher wäre es eine Ausgabe in der Kategorie Luxus und würde keine Leistungssteigerung bringen. Diese Antwort hatte ich fast erwartet. Er war nicht grundsätzlich dagegen sondern meinte nur, dass die Kompressionsstrümpfe in meiner derzeitigen Situation nicht passend und zielführend sind. Jetzt habe ich aber den Ultralauf und den Berglauf (Trailrunning) im Kopf und da sieht die Sache schon wieder anders aus, oder?

Ein neuer Trend bei Läufern
Eines kann ich vorweg schon sagen. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen ist in der Laufszene zu einem Trend und einer Modeerscheinung geworden. Es ist fast egal auf welchem Laufevent man sich befindet, es gibt immer wieder Läufer die diese Kompressionswäsche tragen. Mich verwundert das nur insofern, denn bei einem 7 KM Lauf dachte ich nicht, dass man wirklich diese Strümpfe brauchen würde. Ein Trend kann aber für einen Läufer psychologisch wichtig sein. Denn schließlich und endlich will man ja nicht wie der Mann vom Mond aussehen und etwas darstellen. Es gibt viele Läufer, die mehr auf das Aussehen als auf die Funktion setzen. Diesen Läufern würde ich auf jeden Fall empfehlen, dass man auch bei einem 1 km Charitylauf die Kompressionsstrümpe nimmt.  Spaß beiseite, der Trend ist in Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien, Frankreich,…. ungebrochen. Soll nun jeder Läufer dem Trend nachgeben und sich sofort die modernen Kompressionsstrümpfe kaufen? Der Trend wurde durch das Nachahmen der Spitzensportler ausgelöst. Denn im Fernsehen kann man top Läufer sehen, die eben diese Strümpfe tragen. Und wenn Christian Schiester mit den Kompressionsstrümpfen durch die Wüste läuft muss das dann schon mehr als ein Trend sein, oder?

Wer hat diesen Trend überhaupt ausgelöst?
Für viele in der Laufszene ist klar: Der Lauf von Paula Radcliff im Jahr 2003 hat den Run auf die Kompressionssocken und -strümpfe ausgelöst. Es war ein Redkordmarathonlauf in London, der das Thema Kompression überhaupt ins Spiel gebracht hat. Das interessante an diesem Trend ist auch, dass bei den Spitzenläufern hauptsächlich die Frauen darauf setzen und die Männer in der Weltelite nicht so oft von der Kompression bei den Strümpfen Gebrauch machen. Einen Kenianer mit Kompressionsstrümpfen habe ich überhaupt noch nie gesehen. Du vielleicht? Auch Haile Gebrselassie lief seine Weltrekorde ohne irgendwelche Strümpfe, die eine Kompression erzeugen.

Ästhetik
Manche denken bei Kompressionsstrümpfen wohl immer noch an die Oma-Strümpfe die braunen, die man vom Arzt verschrieben bekommt. Aber das sind mit Sicherheit nicht die heutigen Modelle. Denn die neuen Modelle schauen modisch aus und sorgen dafür, dass viele Läufer sich in diesen vor allem vom der Ästhetik her einmal wohlfühlen. Für mich ist eine Kleidung, die mir nicht gefällt ein K.O. Kritierium, denn dann fühle ich mich auch beim Laufen nicht wirklich wohl. Was die anderen dazu sagen ist für mich zweitrangig, denn ein "Freund" von mir meinte auch, dass er sich die Männer in Strumpfhosen (Männer, die laufen mit langen Hosen) nicht gerne ansieht. In punkto Design haben die diversen Hersteller wirklich aufgeholt und haben aus den faden und einfachen Strümpfen nun tolle, modische Kompressionsstrümpfe gemacht. Für mich ist wichtig, dass die Kompressionsstrümpfe zu meiner Laufbekleidung passen. Da ich die gesamte Laufbekleidung von Adidas habe war natürlich meine erste Frage im Laufgeschäft ob es auch von Adidas Kompressionsstrümpfe gibt. Und die Antwort war nein. Aber da ich mir das gar nicht vorstellen konnte habe ich nun etwas im Netzt gestöbert und ein Exemplar von Adidas Compression Sleeve 1P gefunden. Ob die allerdings wirklich für das Laufen ideal sind kann ich aus der Entfernung mangels Erfahrung auch nicht wirklich sagen. Ich selbst tendiere aber eher eh zu Bauerfeind oder CEP Kompressionsstrümpfe.

Kompression in der Medizin
Das Thema Kompression ist in der Medizin seit 150 Jahren bekannt und wird daher auch erfolgreich angewandt. Unter Kompression versteht man einen Druck, der gezielt und genau gesteuert auf den Körper bzw. die Muskulatur ausgeübt wird. Anfänglich gab es die pneumatischen Wechseldruckgeräte zur Behandlung im medizinischen Bereich. Es gibt ja auch chronische Leiden wie die CVI (chronisch venöse Insuffizienz), die man damit gut behandelt hat. Dann kam der nächste Schritt mit den aufblasbaren Bandagen (doppelwandig). Dann kam der Sprung auf die jetzigen elastischen Fasern. Der technologische Standard ist aber immer an zweiter Stelle zu sehen, denn die Funktion war immer die gleiche. Im Kern der Technik geht es darum, dass die Kompression auf Muskeln und Gefäße wirkt um eine bessere und vor allem schnellere Blutzirkulation zu ermöglichen. In der Medizin gibt es klare Vorschriften wie ein Kompressionsstrumpf aussehen muss. Da gibt es die CEN Norm, die vier Typen von Kompressionsstrümpfen unterscheidet. Entscheidend für die jeweilige Einreihung ist der Anpressdruck, der auf Höhe vom Knöchel zwischen dem Strumpf und der Haut gemessen wird. Hier wird dann der Druck von diesem Punkt (100%) bis Richtung Herz abgenommen, der immer weniger wird. Unterhalb des Knies sollte der Druck bei 70% liegen. Die vier Kompressionssklassen haben einen minimalen Druck von 18,4 mm HG/cm (Klasse 1) bis zu einem Druck von 59,02 mm HG/cm (Klasse 4). Und von der Medizin her kennen auch viele überhaupt das Thema Kompression. Meiner Frau haben die Kompressionsstrümpfe in den Schwangerschaften immer sehr geholfen. Der Anblick und die Ästhetik dieser Strümpfe ist bei der Produktion allerdings sekundär.

Kompression im Sport
Überraschenderweise gibt es im Sport für Kompressionsstrümpfe keine Norm. Derzeit dürfen die Anbieter machen was sie wollen. Es ist im seltensten Fall direkt auf der Verpackung der Strümpfe der Anpressdruck zu lesen. Grundsätzllich kann man die Sportkompressionsstrümpfe allerdings in die Klasse 1 (18 bis 21 mm HG/cm) einreihen. Sport gilt aber nicht nur für den Hochleistungssport sondern eben für den gesamten Bereich von Freizeit, Sport allgemein und Leistungssport. Die Argumentation vieler Hersteller ist, dass die Angaben über den Anpressdruck und den Druckverlauf nicht gemacht werden, da man den Läufer nicht verunsichern will. Denn vielen Hobbyläufern sagt der Anpressdruck der Kompressionisstrümpfe wohl nicht sehr viel aus. Allerdings dürfte man dann diverse Angaben bei Laufschuhen und Pulsuhren aus dieser Argumentation heraus auch nicht machen.  Ich finde hier ist ein großer Nachteil für den Sportler und ein großer Vorteil für die Billiganbieter. Die können mit einer guten Verpackung und Hülle die Kompressionsstrümpfe gut verkaufen obwohl die Wirkung der Strümpfe aufgrund der mangelnden Qualität und Produktion nur sehr schlecht ist. Hier halte ich mich auf jeden Fall an die bekannten und beliebten Hersteller von Kompressionskleidung im Laufsport. Und die kann man sofort in jeder Fachzeitschrift für Läufer, Triathleten, Trailrunner und andere Sportler finden. Bei Marken, die man nicht kennt sollte man lieber vorsichtig sein und nicht nur auf den Preis schauen, denn das kann dann noch teuer werden. Denn der Körper oder eine falsche Funktion am Körper kann einem wirklich teurer kommen.

Welche Anbieter gibt es?
Im Bereich der Kompressionsstrümpfe gibt es jede Menge Anbieter. Ich möchte hier aber nur die bekannten und beliebten Hersteller denen man vertrauen kann aufzählen: Bauerfeind, X-Socks, O-Motion, 2XU, CEP, Geckoline. Bauerfeind wurde in den letzten Monaten bekannt weil der Extremläufer Christian Schiester diese Strümpfe vermarktet. Bauerfeind ist noch dazu der Ausstatter der deutschen Olympiamannschaft. Was an Bauerfeind auffällt ist das 3D Imageverahren (siehe dazu unten mehr). Der nächste Anbieter ist dann X-Socks. Vom Marketingauftritt her der "aggressivste", denn man kommt in keinem Sportgeschäft vorbei ohne dass man nicht X-Socks gesehen hat. X-Socks sind jedoch keine Strümpfe sondern "nur" Socken. Aber von der Wirkung her sollen diese angeblich gleich sein. Dies bezweifle ich zwar etwas, aber die vielen Testsiege bei diversen Produkttests geben X-Socks recht. Das Preis/Leistungsvehältnis ist da sehr gut. O-Motion (deren Webseite gerade im Umbau ist) ist ein hochqualitativer Anbieter. Hier werden die Läufer (Wadenumfang, Knöchelumfang) vorher vermessen. Es wird damit geworben, dass diese Kompressionsstrümpfe nicht nur bei Laufevents sondern auch in der Fussball-Bundesliga, beim Laufen als Hobby, Triathlon, Leichtathletik, Ballsport, Eisschnellauf und Skisport von bekannten Sportlern getragen wird. Nicht ganz billig diese Kompressionsstrümpfe, aber von der Qualität her gut. 2XU war mir bis dato nich so bekannt. Die Compressions Calf Sleeves von 2XU (sprich two times you) haben keine "Umschließung" des Fußes. Man trägt während des Laufes kurze Socken darunter. Hier ist halt alles eine Frage der Ästhetik und für mich eingentlich schon ein KO Kriterium. CEP ist einer der bekannten Marken und fast in jedem Laufsportgeschäft vertreten. Etliche Spitzensportler vertrauen auf diese Qualität und sind davon überzeugt. Zum Beispiel auch etliche Triathleten. Lust but not least hätten wir da noch Geckoline. Die Strümpfe und andere Kompressionsbekleidung wird laut Hersteller direkt beim Badwater Marathon unter härtesten Bedingungen getestet und hat (wie überraschend….) alle Test positiv bestanden. Es wird viele Information auf der Webseite für Kinder geboten, da man bereits hier mit der Aufklärung beginnen möchte.

Leistungssteigerung durch Kompressionskleidung?
Dieser Punkt ist wohl schwer zu beantworten und auch schwer zu beweisen. Alle Hersteller haben natürlich dementsprechende Tests, die beweisen, dass die Kompressionsstrümpfe etwas bringen. Das beweist aber noch lange nicht, dass die Kompression wirklich etwas bringt. Warum kaufen sich eigentlich Sportler Kompressionsstrümpfe? Um schneller zu werden und um schneller zu regenerieren. Denn es geht hier bestimmt nicht nur um das Aussehen, denn davon hat eine professioneller Läufer wohl merklich wenig. Es gibt etliche Ultraläufer, die von positiven Effekten der Strümpfe sprechen und schreiben. Es ist halt immer sehr schwer feststellbar ob man ohne der Kompressionskleidung langsamer oder schneller gewesen wäre. Es hat hier auch sehr viel mit Vertrauen zu tun. Wenn man grundsätzlich kein Vertrauen in diese Technik hat, dann sollte man lieber die Hände (oder die Füße) davon lassen. Die Kompressionskleidung bedarf aber des richtigen Handlings. Wenn man die Kleidung falsch anzieht wird die Wirkung stark vernachlässigt und kann sogar zu negativen Erscheinungen wie Druckschmerzen führen. Wie aber auch etliche unabhängige Wissenschaftler in Studien beweisen hat die Kompression ihre absolute Berechtigung im Sport. Es geht ja auch darum, dass man die Verletzungsanfälligkeit reduziert. Denn wenn ein Läufer verletzt ist heißt das wertvolle Zeit, die vergeht und danach wieder ruhiges Aufbautraining. Die Leistungsentwicklung dauert dann natürlich länger als ohne Pause. Ich denke nicht, dass Christian Schiester in der Wüste nur zu Sponsorzwecken beim Sahara Race seine Kompressionsstrümpfe an hat. Aber beim 10 km Lauf glaube ich schon mehr an den Werbeeffekt, da hier die Strecke einfach zu kurz ist.

Die Psyche läuft mit
Auch wenn man nie 100%-ig beweisen kann ob es Sinn macht oder nicht (Leistungssteigerung ja/nein) gibt es auf jeden Fall ein Phänomen. Die Psyche. Wie Michi in einem Kommentar richtig schreibt läuft die Psyche eben auch mit. Ich selbst habe das bei der Laufkappe in den letzten Tagen gemerkt. Seit dem ich diese trage fühle ich mich noch mehr als Läufer (Spitzenläufer) und ich merke, dass meine Trainings mit Adidas-Kappe mehr Qualität bringen als ohne Kappe. Aber daran ist die Kappe nur schuld, weil ich Willi eben mit meiner Psyche daran glaube. Ich hatte nach der Antwort meines Lauftrainers Georg (Nein zu Kompressionsstrümpfen für den Halbmarathon) trotzdem nachgedacht welche zu kaufen. Denn genau die Psyche kann es sein, die mich beim nächsten Halbmarathon in Graz am 10.10.2010 noch schneller macht. Und dann hat es sich auf jeden Fall wieder ausgezahlt. Die Psyche ist gerade beim Laufen ein wichtiger Faktor. Wenn man sich besser fühlt kann man auch bessere Leistungen bringen. Man braucht ja nur einem Läufer sagen, dass es erwiesen ist, dass man mit diesem Strümpfen um 5 Minuten beim Halbmarathon schneller läuft. Dann wird dieser bestimmt auch schneller laufen (ob es wirklich 5 Minuten sind weiss ich nicht) wenn er daran glaubt. Ich glaube schon, dass mir die Kompressionsstrümpfe helfen können. Auf jeden Fall würden mir die Strümpfe sicher nicht schaden oder meine Leistung verschlechtern. Und wenn ich mich eben nur als Spitzenathlet fühle hat sich der Kauf schon wieder ausgezahlt.

Venenprobleme
In einer Studie habe ich einmal gelesen, dass 9 von 10 Deutschen Venenprobleme haben. Unter den 9 Deutschen sind bestimmt auch Läufer, Triathleten, Ironman-Athleten, Trailrunner, etc. Laut einer Studie der Universtität Tübingen ist erwiesen, dass die Kompressionsstrümpfe zwar bei den Radfahrern und Läufern keine Leistungssteigerung brachte, aber die Venenleiden nahmen ab. Daher hat der Läufer oder Radfahrer weniger Schmerzen bei der Beanspruchung und danach gehabt. Vor allem die Anzeichen wie müde und schwere Beine haben sich laut dieser Studie bei den Testpersonen erheblich verbessert. Die Testpersonen waren laut der Studie zufrieden mit den Kompressionsstrümpfen. Eine Zeit nach dem Test hatten die gleichen Sportler sogar ausgesagt, dass die Leistung minimal aber doch gestiegen ist. Leistungssteigerung hin oder her. Wenn jemand Krampfadern oder andere Probleme mit den Venen hat, dann wird ihm egal sein ob der die Leistung steigert. Wenn der Schmerz nachlässt, dann hat sich auf jeden Fall etwas getan. Dadurch steigert sich auf jeden Fall die Lebensqualität und das hat natürlich auch Auswirkungen auf das Training und den Wettkampf. Und die modernen Kompressionsstrümpfe sind bestimmt schöner als die medizinisch verschriebenen Strümpfe, die auch die Omis tragen.

3D Erfassung
Für mich persönlich fallen Anbieter wie X-Socks sofort raus beim Kauf. Ich würde mir die X-Socks nicht kaufen, da ich nicht daran glaube, dass man ohne Vermessung der Waden und Knöchel eine gute Aussage über die Anpassungsfähigkeit der Kompressionsstrümpfe geben kann. Erst durch O-Motion bin ich auf den Qualitätsstandard der Vermessung gekommen. Den für mich besten Standard hat aber mit Abstand die Firma Bauerfeind. Denn die haben ein 3D Verfahren namens "3D Image" erfunden. Hier wird der Läufer mit einem innovativen Messsystem und Versorgungssystem vermessen. So ist dann eine perfekte Passform und sehr gute Trageeigenschaft garantiert. Gefühlsmäßig ist das auch für mich das eindeutig beste Verfahren. Denn nur so erhalte ich dann "meinen" Kompressionsstrumpf, der zu mir passt. Dieser Punkt ist der Hauptpunkt warum ich wahrscheinlich die Strümpfe von Bauerfeind nehmen werde. Ich finde dieses Messverfahren gut und professionell. Eventuell werden jetzt einige Sportler einwenden, dass man das nicht braucht. Hier würden mich eure Meinungen interessieren.

Unbequem oder bequem?
Da man ja eine Laufkleidung trägt ist die Frage nach der Passfähigkeitig wichtig. Was bringen einem die besten und tollsten Kompressionsstrümpfe, wenn man dabei Blasen bekommt und den Wettkampf augeben muss. Es müssen aber nicht nur Blasen sein, die einem das Leben schwer machen können. Auch der Druck könnte auf manchen Stellen wie beim Knöchel oder unterhalb der Knie zu groß werden und den Athleten Schmerzen bereiten. Darum würde ich auf jeden Fall nur nahmhafte Hersteller für die Kompressionskleidung nehmen. Denn an meinen Körper lasse ich nur Qualität und nicht den Discounter. Gerade bei langen Läufen merkt man erst später ob die Funktionskleidung wirklich gut sitzt oder ob man dadurch Schmerzen bekommt. Daher unbedingt im Training ausprobieren vorher die Kleidung. Bei Socken oder Strümpfen, die extra für einen angefertigt wurden kann man natürlich nicht voher testen. Aber man kann sich ja nach Erfahrungen anderer Sportler erkundigen und dann seine Entscheidung für diesen oder jenen Strumpf fällen. Auf jeden Fall sollte man die Strümpfe wenn möglich am Abend probieren, denn dann ist der Fuß am meisten geschwollen. In der Früh ist der Wadenumfang geringer – diese kann dann beim Wettkampf oder Training am Abend zu Problemen führen.

Außerhalb vom Wettkampf
Bis dato habe in beim Gebrauch von Kompressionskleidung eigentlich immer nur an den Wettkampf selbst gedacht. Aber meine Frau Angela hat mich da auf eine andere Idee gebracht. Die Kompressionsstrümpfe von ihr hat sie auch außerhalb von einem Wettkampf getragen. Natürlich war der Grund die Schwangerschaft, aber wenn man bedenkt wieviel man trainiert und wieviel man sonst herumgeht und sitzt ist der Anteil der nicht-laufenden Tätigkeit wohl weit höher. Auch für Läufer, die zu Wettkämpfen fliegen hat das einen Sinn. Denn oftmals werden durch die langen Anreisen und Flüge die Beine in Mitleidenschaft gezogen. Hier lagert sich dann Wasser im Bindegewebe der Beine an. Richtigerweise müsste man dann kurz vor dem Wettkampf dieses Wasser wieder durch eine Trainingseinheit abbauen. Das hat aber den leistungsmindernden Effekt, dass man im Wettkampf schneller austrocknet. Mit den Strümpfen hat man bereits vor dem Lauf einiges für seine Fitness getan und startet so einigermaßen frischer. Irgendwie bin ich jetzt beim Schreiben draufgekommen, dass ich diesen Punkt aufgrund von Unwissenheit unterschätzt habe. Denn viel Zeit verwende ich um auf das Rennen selbst zu schauen, aber die lange Zeit davor habe ich nicht so in meinem Blickwinkel gehabt. Ich finde die Vorstellung wirklich gut, dass ich bereits bei der Anfahrt zum Wettkampf einiges für meine Füße tue gut. Und ob nicht auch die Regeneration durch das wiederholte Tragen außerhalb vom Training und Rennen einiges bringt?

Wirkung während des Wettkampfs
Unumstritten bei vielen Läufern ist die gute Wirkung während des Wettkampfs. Hier muss man natürlich etwas einschränken. Denn bei einem Halbmarathon wird man nicht so eine große Wirkung haben wie bei einem Marathon oder noch besser einem Ultramarathon. Aber ich glaube schon, dass man eine hilfreiche Wirkung bei einem HM hat. Denn der Körper pumpt bei einem Rennen 20 mal mehr Blut durch den Körper und die Beine als normal. Durch die größere Menge an Blut passiert es dann oftmals, dass die Beine schwer werden. Gerade bei Langstreckenläufer ist dieser Effekt äußerst unbeliebt und führt dazu, dass die Leistung nur mehr vermindert möglich ist. Da der Druck von außen auf die Venen aufgebaut wird wirken die Kompressionsstrümpfe entlastend. Aber es gibt noch einen Vorteil im Laufevent selbst: Durch den besseren Rückfluss kann das verbrauchte sauerstoffarme Blut sowie produziertes Laktat schneller aus den Venen abtransportiert werden. Es gibt dann noch einige an Ausdauersportler die das Gefühl haben, dass sich die Lauftechnik (Abdruck beim Laufen) verbessert hat, da die Muskelspannung eine größere ist als ohne die Kompressionssocken oder Kompressionsstrümpfe. Im Wettkampf kommt aber auf jeden Fall noch die psychische Komponente dazu, die man nicht unterschätzen sollte. Ich kann auf jeden Fall keinen Nachteil für das Rennen erkennen und wenn es eben nur Vorteile bringt warum sollte ich dann keine Kompressionskleidung – speziell die Strümpfe tragen?

Bessere Regeneration, Durchblutungssteigerung
Durch den ausgeübten Druck wird der Venendurchmesser verengt. Dies führt dazu, dass das Blut schneller fließen kann und die Gefahr für ein Blutgerinsel minimiert wird. Die Gewebsflüssigkeit wird besser aufgenommen kann aber auch besser abtransportiert werden. Es wird von den Herstellern empfohlen, das man sich die Strümpfe nach den Trainingseinheiten (Intervalleinheiten) und Wettkämpfen anzieht um eine schnellere Regeneration zu ermöglichen. Damals nach meinem ersten Halbmarathon in Wien hätte ich diesen Effekt gut gebraucht. Da ich viel zu lange im roten Bereich gelaufen bin hatte ich während des Rennens und danach schwere Füße. Hier habe ich auch zu wenig Regeneration betrieben. Ich meine damit die aktive Regeneration zu der auch das Tragen der Kompressionsstrümpfe für mich nun gehören wird. Es ist auf jeden Fall eine Hilfe, die man als Läufer und sonstiger Sportler in Anspruch nehmen sollte. Wenn die Durchblutung gesteigert wird hat das eben auch für das Wohlempfinden (das subjektive) einen großen Vorteil. Man fühlt sich nach einer Belastung im Training oder Wettkampf viel schneller wieder fit. Dies ist ein Reiz ,der im Hirn dafür verantwortlich ist.

Trailrunning Vorteile
Trailrunning zählt natürlich zu den Langstreckenläufen und daher ist die Wirkung der Kompressionskleidung klar. Aber ich meine, dass gerade beim Trailrunning selbst Vorteile bestehen. Denn hier muss man ja durch Wald und Wiesen laufen. Dies ist nicht immer für jeden Läufer angenehm. Wenn man wie ich an einer Gräserallergie leidet spürt man die vielen Berührungen mit dem Gras nach einiger Zeit. Es kann sein, dass dann die Haut am Fußgelenk oder Schienbei gerötet ist und ein unangenehmer Juckreiz entsteht. Alleine aus diesem Grund heraus wäre das Tragen der Strümpfe für mich schon sinnvoll. Obwohl meine Allergie nicht mehr groß ist merke ich doch beim Laufen im Sommer mit kurzer Hose diesen Juckreiz, der mich dann stört und etwas aus dem Rhythmus beim Laufen bringt. Es ist auf jeden Fall ein Vorteil. Aber auch für Sonnenallergiker kann das Tragen der Kompressionskleidung einen Vorteil bieten. Da man bis zum Knie die Haut verdeckt braucht man sich dort nicht mit Sonnencreme einschmieren. Also als Trailrunner braucht man fast zwingend die Strümpfe.

 

Wo kann man Kompressionsstrümpe online kaufen?
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Ich habe dir hier nun ein paar Vorteile und Informationen zum Thema Kompressionskleidung bzw. Kompressionsstrümpfe gegeben. Im Schreiben selbst ist mir klar geworden, dass ich mich mal bei Bauerfeind wegen dem 3D Image Verfahren und einem Händler bei mir in der Näher erkundigen werde. Mich würde aber dennoch interessieren welche Erfahrungen ihr mit dem Strümpfen gemacht habt und ob ihr darauf vertraut?

Lg

RunningWilli

Weiterführende Links:
Helfen Kompressionsstrümpfe beim Sport?
Info über Kompressionsstrümpfe von Bauerfeind (.pdf)
Bauerfeind
X-Socks
O-Motion
2XU
CEP
Geckoline
Kompressionsstrumpf Wikipedia
Kompressionsstrümpfe Diskussion RunnersWorld
Aus für Kompressionsstrümpfe bei Ironman Haiwai Triathlon
Laufen mit Kompressionssocken

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27 Antworten auf Braucht ein Läufer Kompressionsstrümpfe?

  1. Soulrunner sagt:

    Kurz und knapp: N E I N !!!
    Es bringt nix außer der Industrie Geld in den Tacshen. Ich habe die Teile mir gleich besorgt als sie auf den Markt kamen. Da war ich noch Traithlet und mußte jeden Schick mitmahcen. Das war 2006 und bis heute ist mir der Sinn verborgen geblieben.
    Ich habe nie irgendwelche Vorteile gemerkt oder verspürt.
    HAbe jetzt zwar welche von X-Bionic (Geschenk bei der Trailrun WM) und Salomon (Geschenk von Salomon) aber die ziehe ich nur an wenn ich im Sommer durch hohes Gras laufe. Hatte zwar noch NIE eine Zecke aber man weiß ja nie.
    Außerdem finde ich es cool und geil wenn die Schienbeine vom Trailrunning zerkrazt und Blutig sind. :-)

    LG
    Marco

  2. Brennr.de sagt:

    Hm, ich bin mir selbst noch nicht schlüssig, ob die Strümpfe etwas bringen. Mal spüre ich nichts, mal fühlen sich die Beine bei längeren Läufen leichter an. Einbildung? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Ich bin am Überlegen, ob ich sie am Samstag beim Halbmarathon tragen soll. Doch bei meinen langsamen Zeiten sehe das wohl eher albern aus. ;)
    PS: Wenn man Deine Artikel lesen möchte, muss man echt Zeit mitbringen.

  3. Chris sagt:

    Für mich ich das Tragen von solchen Strümpfen schon nahe Richtung Doping. Ich will schneller werden, weil ich trainiere, nicht weil ich abkürze oder einen Haufen Geld für allerlei Kram ausgebe.

  4. Ich habe heute so viel über Kompressionsstrümpfe erfahren, wie noch nie zuvor: danke für so viel INPUT :-) Selbst gelaufen bin ich mit diesen Strümpfen noch nie, aber ich denke darüber nach, mir welche für künftige Langstrecken (so ab 30 Kilometern) zuzulegen.

    Bin nun auf die Erfahrungsberichte anderer Läufer gespannt…

  5. Hallo Willi,

    wieder sehr umfangreich, toll! Aber bei der Thematik muß ich passen. Ich habe mich damit noch nie beschäftigt. Allerdings, so lange wie ich laufe – nun brauche ich damit auch nicht anfangen, wenn ich bisher ohne ausgekommen bin. :)

    Liebe Grüße

    Marcus

  6. Raketenfrau sagt:

    Ich selbst besitze solche Strümpfe und trage sie meist bei Läufen über 20km sowie beim HM oder Marathon. Ob sie was bringen, kann ich nicht sagen. Mir ist aufgefallen, dass ich einen Tag nach den längeren Läufen weniger Wadenschmerzen (Muskelkater) habe, aber ob das an den Strümpfen liegt? Vielleicht ist es eher Einbildung oder es liegt einfach daran, dass ich “fitter” bin…

    Ich trage sie trotzdem weiter, vor allem, weil sie für mich bei Wettkämpfen wie eine Art Glücksbringer sind. Mit den Socken bin ich bisher nur Bestzeiten gelaufen, also ziehe ich sie an! Klar, ist das Blödsinn, aber jeder hat ja so seine Rituale und Macken…

    Ein Vorteil noch: Im Winter halten sie schön warm…

  7. Pedro sagt:

    Hallo Willi,
    ich selbst trage O-Motion Kompressionsstrümpfe.
    WIe auch du habe ich mich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt und habe nun schon 2 paar von ihnen. Ich habe sie regelmässig bei meinen langen Läufen zur Marathon Vorbereitung getragen. Natürlich jetzt auch noch..
    Als ich das erste mal mit ihnen zum Lauftreff kam, war es schon sehr komisch. Alle schauen einen an, als wenn man gerade aus einem Raumschiff gekommen ist. Seit dem heiße ich auch “Socke”.
    Ich bilde mir ein, dass es mir sehr gut tut. Bei den ersten langen Läufe vor der Marathon Vorbereitung, haben mir die Waden und Schienbeine weh getan. Mit den Socken gehörte es der Vergangenheit an. Psyche, Einbildung, keine Ahnung!!! Ehrlich gesagt ist es mir auch egal, Hauptsache man fühlt sich wohl. Auch bei der Regeneration sind sie für mich hilfreich, dass sind alles Kriterien für ein deutliches “Ja” für mich.
    Übrigens haben jetzt nach und nach mehr Läufer bei uns solche Socken, allerdings nur die Frauen, die Männer zieren sich noch einwenig, aber das bekomme ich schon hin.
    Es stimmt übrigens, meine Fiaß (in Bayern heißt das Beine) wurden vermessen und darauf dann die passenden Strümpfe bestellt. Auch das hat mich sehr überzeugt. Man hat das Gefühl, etwas Maß angefertigtes zu bekommen. Wieder etwas für die Psyche…

  8. ultraistgut sagt:

    Ob ein Läufer Kompressionsstrümpfe braucht oder nicht, das muss jeder für sich selbst entscheiden, ich laufe schon immer ohne, vermisse nichts, einmal habe ich mir diese Zwangsjacke in einem Laden angezogen und hatte größte Mühe, sie wieder abzustreifen, das hat mir gereicht, manche finden es gut und brauchen sie, ich nicht ! 8)

  9. Michi sagt:

    Servus Willi,
    nun ich denke der “Kopf läuft mit”. Psychisch machen sich die Socken schon bemerkbar, aber ob sie Dich schneller machen??? Keine Ahnung :-)
    Ich hab mir solche K-Socken mal versuchsweise gekauft und ich denke, sie sind nicht schlecht. Ich muss trotzdem aus mir alles rausholen wenn ich die 20km-Marke knacken will :-)

  10. Laufhannes sagt:

    Ich glaube bisher nicht, dass die Dinger einem wirklich einen physischen Vorteil bringen, den man nicht selbst mit ein wenig mehr Einsatz auch hinkriegen würde.

    Lediglich für die Psyche mag es helfen, wie du sagst …

  11. Ich habe mir letztes Jahr auch welche gekauft. Ob sie wirklich etwas bringen, ist schwer zu sagen. Ich habe sie immer bei langen Läufen an und finde, dass man sich damit gerade bei müden Beinen gut fühlt und sie ein gewisses Maß an Stabilität vermitteln. Schneller oder ausdauernder damit zu sein, ist sicherlich dem guten Marketing der Industrie zuzuschreiben.

  12. RunningWilli sagt:

    Wow, ist ja interessant was das Thema “Strümpfe” so an Reaktionen auslöst:

    @Soulrunner:
    Du bist ja ein richtiger Läufer, der sich quälen will… :-)

    @Brennr:
    Ich finde das man auch bei “langsamen” Zeiten im HM die Strümpfe anziehen kann. Schaut ja professionell aus. Schön, dass du dir die Zeit genommen hast den Artikel zu lesen oder zu überfliegen.

    @Chris:
    Bei dir kann man sich wenigstens sicher sein, dass du NICHT dopst.

    @Eduard Andrae:
    Danke für deinen positiven Eintrag. Ich stehe vor der gleichen Entscheidung wie du. Bin gespannt wer die Kompressionsstrümpfe früher kauft – du oder ich.

    @Täglichläufer:
    Du wirst wahrscheinlich auch keine brauchen, da du ja in deinem Wohlfühltempo läufst und bereits über viel Erfahrung verfügst.

    @Raketenfrau:
    Willkommen in meinem Blog. Du solltst die Socken/Strümpfe auf jeden Fall behalten, denn anscheinend tun sie dir gut.

    @Pedro:
    Ich dachte gerade beim Lauftreff haben die Läufer dort solch Equipment. Das mit dem Vermessen fasse ich auch ins Auge. Danke Socke! :-)

    @Ultraistgut:
    Das ist auch ein Punkt warum ich mir vielleicht keine kaufen will. Aber vom Fußballspielen her bin ich ja Schienbeindeckel auch gewohnt gewesen.

    @Michi:
    Ja, das glaube ich auch. Man hat einen “Rettungsanker”, wenn man mal Kraft braucht und mit den Strümpfen an hat man wohl beim Thema Equipment alles herausgeholt.

    @Laufhannes:
    Bin voll bei dir, aber dann zahlen sich die Dinger ja auch wieder aus.

    @Running Twin Marek:
    Das Marketing von den Firmen ist wirklich hervorragend. Ein guter Punkt von dir ist eben die Stabiliät, die einem der Kompressionssocken gibt. Das sollte man nicht unterschätzen gerade wenn man müde ist.

    Euch allen danke danke

    Lg
    RunningWilli

  13. Chris sagt:

    Na ja, mir muss es verdammt schlecht gehen, bis ich sowas zum Laufen anziehe. Warte nur darauf, bis die ersten damit kommen, dass man mit der Gehilfe “Rollator” beim Laufen sicherer unterwegs ist… :-)

  14. Kai sagt:

    Habe mir mal ein Paar aus Spaß gekauft, wärmen im Winter ganz gut ;-)

  15. RunningWilli sagt:

    @Chris: Da möchte ich auch gerne dabei sein, wenn jemand mit dem “Rollator” kommt.

    @Kai: Das hat mir auch die Verkäuferin erzählt, dass die im Winter gut wärmen. Da habe ich dann stark an dem wahren Nutzen gezweifelt. Denn nur um warm zu halten kosten die Dinger einfach viel zu viel.

    Lg
    RunningWilli

  16. Chris sagt:

    @ Willi ooch man auch langsam sein und trotzdem dopen. Vorne gewinnt man nur weniger Plätze, hinten können es sehr schnell hunderte sein.

  17. Ein herrliches Thema. Klar hab ich mir auch ein Paar zugelegt und so manchen netten Kommentar von Mädels geerntet, wenn ich mit kurzer Laufhose und weissen Kniestrümpfen vorbeigelaufen bin. Zumindest dafür bringts was ;)

    Ansonsten habe ich meine ablehnende Meinung dazu gebildet. Vor allem wenn man sich mal die Läufer ansieht, die sich nicht im Europäischen Wohlstandsgebiet aufhalten: ich bin jetzt 2x den Two Oceans Ultra über 56 km in Kapstadt gelaufen und habe praktisch niemanden gesehen, die diese Strümpfe trägt. Naja – mit Ausnahme von ein paar Europäern ;)

    Das ist aber meine ganz persönliche Meinung und die Erfahrung, dass ich auch durch die Strümpfe weder schneller geworden bin noch weniger ermüde. Dieses Jahr habe ich die Strümpfe noch nicht 1x angehabt…

    Wer aber fühlt, dass er damit schneller wird: anziehen und Gas geben ;)

  18. RunningWilli sagt:

    @Chris: Du hast recht…

    @Axel Rittershaus: Gut mit den Mädels scheide ich mal aus. Das ist bei mir kein Grund welche zu kaufen. Finde ich interessant, dass bei solch anstrengenden Läufen niemand diese “tollen” Kompressionsstrümpfe anhat. Wahrscheinlich erkennt man daran erst recht einen Anfänger, wenn einer diese trägt. :-) Die Psyche hat mit Sicherheit eine Bedeutung.

    Lg
    RunningWilli

  19. Wenn sie knallpink sind, dann wirken sie (zumindest in meinem Köpfchen und als Pienznaeschen darf ich das ;) )

  20. 2XU – das sind die Australier, die glaub ich mit dem Kompression-Spleen angefangen haben – haben auf der Webseite Studien, was Kompression nun bringt. http://www.2xu.com/compression/research.html

    Ich denke, es spielt wohl der Placebo-Effekt ne große Rolle. Aber wenn es hilft, fragt ja keiner danach wie. ;-) Und auf meiner Isar-Laufrunde machen die Teile (in dem Fall weiße 2XU Calf Sleeves) wirklich was her! :-)

    PowerOn!
    Peterchen

  21. RunningWilli sagt:

    @Pienznaeschen: Da hätten wir aber jetzt gerne ein Foto von dir in knallpinken Kompressionsstrümpfen.

    @Runrunrun-Peterchen: Danke für deinen Link zu dem Thema. Der Placebo Effekt ist anscheinend nicht nur in der Medizin verbreitet. Danke für deine Zeilen.

    Lg
    RunningWilli

  22. Meine Beobachtung beim Comrades über 89,2 km in Südafrika: Gefühlte 5% der Läufer hatten diese Kompressionssocken an. Zwar hatte mein Hirn nur partiell Kapazität dies genau zu beobachten, aber es waren definitiv sehr wenig Läufer.
    Ich hatte auch keine an ;)

  23. michi lagler sagt:

    Die neuen O-motion Sportkniestrümpfe sind das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung in der Produktion medizinischer Kompressionsstrümpfe, die nun für die Bedürfnisse aktiver Sportler optimiert wurden. Entscheidend für die durchblutungsfördernde Wirkung ist der exakte anatomische Druckverlauf, der durch den Einsatz moderner Hightech – Kompressionsgarne erreicht wird. So sorgen die Strümpfe dafür, dass die Waden schneller frisch mit sauerstoffreichem Blut versorgt werden. Ein Schlüssel für mehr Leistungskraft und weniger Ermüdung. Zudem sorgt die bessere Versorgung von Muskeln und Gewebe für weniger Probleme mit Schwellungen und Ödemen, die die Beine bei Leistungssportlern oft vorzeitig schwer und müde machen.

    Damit die compression sport socks die optimale Wirkung erzielen können, werden zum Beispiel die professional Versionen dem Knöchel- und Wadenmaß des Trägers individuell angepasst. So wird der notwendige nach oben abnehmende Druckverlauf erreicht. Genauso wichtig wie der leistungsfördernde Aspekt ist die stabilisierende Wirkung der Strümpfe auf den Wadenmuskel. Unerwünschte Schwingungen des Muskels werden vermieden, was hilft typischen Sportverletzungen wie Wadenkrämpfe, Muskelfaserrisse sowie Schienbeinschmerzen (Tibiakanten-Syndrom) vorzubeugen.

    auf dem laufenden bleiben ….
    http://www.facebook.com/profile.php?id=100001056678516#!/pages/omotion/113437318696976?ref=sgm

  24. RunningWilli sagt:

    @Axel: Wie ist es dir gegangen beim Lauf in Südafrika. Sag’ mal wie kommst du eigentlich mit der Hitze dort zurecht? Hast du da Tipps für einen “Sonnenverweigerer” wie mich?

    @Michi: Danke für dein Kommentar. Nach den vielen Infos werde ich nun mal die Strümpfe von O-Motion für mich austesten. Denn ich finde es auch spannend, dass man gewisse Läuferverletzungen vorbeugen kann.

    Lg
    RunningWilli

  25. Holger sagt:

    Kompressionsstrümpfe sollen nicht schneller machen, sondern zur Regeneration beitragen! Die “Leistungssteigerung” wie sie durch die Hersteller angepriesen wird soll dadurch erfolgen, dass man durch das bessere Gefühl in den Waden (welches auch zutrifft) mehr aus sich rausholen kann. Definitiv ist das Tragen solcher Strümpfe bei 8km Stadtläufen totaler Blödsinn.

    Der Nutzen beim Tragen ist vorrangig das veringern von Muskelvibrationen und genau diese verursachen mitunter Muskelkater und Krämpfe. Natürlich spielt auch der schnellere Bluttransfer durch die Kompressionswirkung eine große Rolle.

    Fazit: Man kann mit ihnen einfach lange Strecken laufen und das unangenehme Ziehen und zwicken in den Waden zeitlich hinauszögern und Schmerzen minimieren. Der Tag danach ist ebenfalls zu 100% angenehmer als ohne. Aber schneller rein durchs Tragen wird man sicher nicht! Ich bin jedenfalls auf langen Distanzen im Gebirge immer mit meinen CEP unterwegs und habe mir gestern mein zweites Paar zugelegt.

  26. Luci sagt:

    Hey. Hab heut auch sehr viel gelesen ueber die Kompressionsstruempfe. weil ein berater im sportladen (intersport) so davon geschwaermt hat. naja er schien mir nicht ein wahrer experte auf dem gebiet zu sein, trotzdem bin ich drauf aufmerksam geworden. ich habe echt viel gegoogelt und nachgelesen und bin dann hier gelandet.
    Ihr redet alle von der Wirkung oder nicht wirkung, und obs was bringt oder nicht. Ich hab nirgends was davon gelesen dass mal einer von euch experten nur einen strumpf anzieht. wieso nicht? zieht doch mal einen normalen strumpf an und einen kompressionsstrumpf. marke ist doch egal. dann lauft mal 5km und lauft mal 30km. ich denke jeder sollte doch im stande sein waehrend dem laufen schon festzustellen obs sich anders anfuehlt, obs sichs besser anfuehlt mit oder ohne. und natuerlich sollte jeder in der lage zu merken ob die waden sich leichter oder schwerer anfuehlt. weiterhin kann ich mir denken, dass man am naechsten tag unterschiedliche “muskelkater” symptome in den beinen oder waden hat.
    Ihr redet davon das man nicht weiss ob man mit oder ohne besser war oder nicht. macht doch den direkten vergleich an euch selbst. die beine laufen die selbe strecke nur unter unterschiedlichen bedingungen. Bin auf Ergebnisse gespannt. mailt mir euere erfahrungen bmwgirl@loop.de

  27. RunningWilli sagt:

    Hallo Luci,

    ich habe solche Strümpfe an und fühle mich dabei sehr gut. Nur kann man trotzdem nicht sagen wie es denn ohne den Strümpfen gewesen wäre. Denn es gibt ja auch noch die Tagesverfassung und andere Faktoren. Ich selbst kann mir jedoch ein Training oder Rennen nicht mehr ohne vorstellen.

    Die Regeneration ist bei mir wesentlich schneller und ich spüre es auch wenn ich tagsüber die Strümpfe nach langen Autofahrten NICHT angehabt habe.

    Lg
    RunningWilli

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